Artikel 182
Article 182
Es ist absolut verboten, dass irgendeine Einzelperson, Partei, Gruppe oder Vereinigung Beziehungen zu einem fremden Staat unterhält. Die Beziehungen zu ausländischen Staaten sind allein dem Staat vorbehalten, weil der Staat das alleinige Recht hat, die Angelegenheiten der Umma praktisch zu regeln. Die Umma kann den Staat in Bezug auf die auswärtigen Beziehungen zur Rechenschaft ziehen.
It is absolutely forbidden for any individual, party, group or association to have relations with a foreign state. Relations with foreign countries are restricted to the State alone because the State has the sole right of governing the affairs of the Ummah practically. The Ummah can account the State regarding foreign relations.
Sein Beleg sind die Worte des Propheten ﷺ:
Its evidence is the words of the Prophet :
.» الإِمَامُ رَاعٍ وَهُوَ وَمَسْؤُولٌ عَنْ رَعِيَّتِهِ «.
.» الإِمَامُ رَاعٍ وَهُوَ وَمَسْؤُولٌ عَنْ رَعِيَّتِهِ «.
„Der Imam (Herrscher) ist ein Hüter und er ist für seine Untertanen verantwortlich“ (überliefert von Al-Bukhari von ‘Abd Allah (swt) b. Umar), und die Shari’ah hat die praktische Aufgabe der Führung der Angelegenheiten übertragen, die allein dem Herrscher obliegt. Daher ist es den Untertanen nicht erlaubt, die Handlungen des Herrschers auszuführen, und es ist keinem der Muslime erlaubt, die Handlungen des Herrschers auszuführen, es sei denn, er wurde dazu gemäß der Shari’ah eingesetzt, entweder durch einen Treueid des Volkes, wenn er der Khalifah ist, oder durch Ernennung durch den Khalifah oder durch einen seiner Stellvertreter oder Statthalter, dem das Recht zur Ernennung übertragen wurde. Wer weder durch den Treueid noch durch den Khalifah eingesetzt wurde, darf keine Aufgabe der praktischen Führung der Angelegenheiten der Ummah übernehmen, weder im Innern noch nach außen.
“The Imam (ruler) is a guardian and he is responsible for his subjects” (reported by Al-Bukhari from ‘Abd Allah (swt) b. Umar), and the Shari’ah gave the practical undertaking of the governing of the affairs which would be binding to the ruler alone, and so it is not permitted for the subjects to carry out the actions of the ruler and it is not permitted for any of the Muslims to carry out the actions of the ruler unless they were appointed to do that according to the Shari’ah, either through a pledge of allegiance from the people if he was the Khalifah, or by appointment from the Khalifah, or from one of his assistants or governors whom had given the right to make appointments. Anyone who had not been appointed through the pledge of allegiance, and had not been appointed by the Khalifah, is not permitted to undertake anything from the practical governing of the affairs of the Ummah, domestically or internationally.
Hier muss diese Regel unter dem Gesichtspunkt des Beweises und der Wirklichkeit, auf die der Beweis zutrifft, geklärt werden. Was den Beweis betrifft, so hat die Scharia die Befehlsgewalt allein dem Herrscher übertragen, und die Regierung des Volkes wurde allein dem Herrscher überlassen; der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
It is imperative here that this rule is clarified from the angle of the evidence, and the reality upon which the evidence applies. As for the evidence, the authority has been given by the Shari’ah to the ruler alone and governing the people has been left to the ruler alone; the Messenger (pbuh) said:
. مَنْ كَرِهَ مِنْ أَمِيرِهِ شَيْئًا فَلْيَصْبِْْ عَلَيْهِ، فَإِنَّهُ لَيْسَ أَحَدٌ مِنْ النَّاسِ خَرَجَ مِنْ ال سلْطَانِ « » شِبْرًا فَمَاتَ عَلَيْهِ إِلاَّ مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّة .
. مَنْ كَرِهَ مِنْ أَمِيرِهِ شَيْئًا فَلْيَصْبِْْ عَلَيْهِ، فَإِنَّهُ لَيْسَ أَحَدٌ مِنْ النَّاسِ خَرَجَ مِنْ ال سلْطَانِ « » شِبْرًا فَمَاتَ عَلَيْهِ إِلاَّ مَاتَ مِيتَةً جَاهِلِيَّة .
„Wer etwas missbilligt, das sein Anführer (Amir) tut, soll geduldig darüber sein, denn wer sich von der Obrigkeit auch nur um eine Handspanne löst und in diesem Zustand stirbt, stirbt den Tod eines Menschen aus der Zeit der Unwissenheit (Dschahiliyya).“ (übereinstimmend überliefert aus dem Bericht des Ibn ʿAbbas), und so machte er die Auflehnung gegen ihn zur Auflehnung gegen die Autorität, und folglich ist in diesem Fall er allein derjenige, der die Autorität besitzt. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
“Whoever dislikes a thing done by his leader (Amir) should be patient over it, for anyone from the people who withdraws (his obedience) from the government, even to the extent of a handspan and died in that conditions, would die the death of one belonging to the days of Jahilliyya.” (agreed upon from the narration of Ibn ‘Abbas), and so it made rebellion against him rebellion against the authority, and consequently in that case he is the one who alone possesses the authority. The Messenger (pbuh) said:
. كَانَتْ بنَُو إِسْرَائِيلَ تَسُوسُهُمْ الأَ نْبِيَاءُ، كُلَّمَا هَلَكَ نَبِِ خَلَفَهُ نَبِِ ، وَإِنَّهُ لا نَبَِِّ « » بعَْدِي، وَسَيَكُونُ خُلَفَاء .
. كَانَتْ بنَُو إِسْرَائِيلَ تَسُوسُهُمْ الأَ نْبِيَاءُ، كُلَّمَا هَلَكَ نَبِِ خَلَفَهُ نَبِِ ، وَإِنَّهُ لا نَبَِِّ « » بعَْدِي، وَسَيَكُونُ خُلَفَاء .
„Die Kinder Israels wurden von den Propheten regiert. Starb ein Prophet, so folgte ihm ein anderer; nach mir aber gibt es keinen Propheten, und es werden Khulafa’ sein“ (übereinstimmend überliefert aus dem Bericht von Abu Hurayrah ﷺ). Die Bedeutung ist, dass die Muslime von den Khulafa’ regiert werden, und damit ist festgelegt, wer die Muslime regiert. Daraus ergibt sich, dass außer dem Amir keine Autorität besteht und dass außer den Khulafa’ niemand regiert. Dies ist ein Beleg dafür, dass die Führung der Angelegenheiten allein dem Herrscher zusteht und keinem anderen. Darüber hinaus zeigt das Handeln des Gesandten Allahs ﷺ, dass er die Autorität innehatte und mit ihr die Herrschaft über die Menschen durch seine Eigenschaft als Staatsoberhaupt ausübte. Er war es, der bestimmte, wer die Handlungen der Autorität oder die Aufgaben der Herrschaft über die Untertanen übernehmen sollte. So setzte er denjenigen ein, der in Madinah seine Stelle einnehmen sollte, sooft er zu einer der Schlachten auszog, und er setzte Statthalter, Richter, Steuereinnehmer und jeden ein, der eine Aufgabe wahrnahm, etwa die Verteilung des Wassers, die Schätzung der Fruchtmengen (zum Zwecke der Besteuerung) und Ähnliches. All dies ist ein Beleg dafür, dass Autorität und die Herrschaft über die Menschen auf den Herrscher beschränkt sind, das heißt auf den Khalifen und diejenigen, die der Khalif einsetzt, auf den Amir und diejenigen, die der Amir einsetzt. Autorität bedeutet, die Angelegenheiten der Menschen verbindlich zu lenken, und mit dem Wort des Gesandten Allahs ﷺ „wurden regiert“ ist die verbindliche Lenkung der Menschen gemeint. Darauf aufbauend gilt: Die Lenkung der Angelegenheiten der Menschen ist eine verbindliche Herrschaft; mit anderen Worten, die Übernahme der Verantwortung des Herrschers ist auf den Herrscher beschränkt, und es ist daher jedem anderen vollständig untersagt, sie zu übernehmen, da die Scharia die Autorität und die Sorge um die Angelegenheiten der Menschen dem Khalifen und denen gegeben hat, die er einsetzt. Wenn jemand außer dem Imam oder denjenigen, die von ihm eingesetzt wurden, die Handlungen der Herrschaft und Autorität ausübt und es auf sich nimmt, über die Menschen zu herrschen, so widerspricht seine Handlung der Scharia und gilt als nichtig. Jede nichtige Handlung ist verboten (Haram). Daher ist es niemandem erlaubt, außer dem Khalifen oder demjenigen, den er eingesetzt hat, also außer dem Herrscher, irgendeine Handlung der Herrschaft und Autorität zu unternehmen. Folglich übernimmt er nicht auf verbindliche Weise die Führung der Angelegenheiten der Menschen, das heißt, er herrscht nicht über die Menschen, da dies zu den Handlungen des Herrschers gehört und es niemandem außer dem Herrscher erlaubt ist, sie auszuführen.
“Banu Isra'il were ruled over by the Prophets. When one Prophet died, another succeeded him; but after me there is no Prophet and there will be Khulafaa'” (agreed upon from the narration of Abu Hurayrah), and its meaning is that the Muslims are ruled by the Khulafaa’, and, therefore, the one who rules the Muslims has been specified. The understanding from this is that other than the Amir would not be an authority and that other than the Khulafaa’ do not rule. This is evidence that the governing of the affairs is for the ruler alone and not for anyone else. Additionally, the action of the Messenger (pbuh) shows that he was the authority, and undertook the ruling of the people with it by his characteristic of being the Head of State, and he was the one who appointed whoever would undertake the actions of authority or the actions of ruling the subjects. So he appointed the one who would take his place in Madinah whenever he went out for any of the battles, and he appointed the governors, judges, money collectors, and whoever undertook an interest such as distributing water, estimating the amounts of fruit (for tax purposes), and so on. This is all evidence that the authority and ruling the people is restricted to the ruler, in other words, to the Khalifah and whoever the Khalifah appointed, to the Amir and whoever the Amir appointed. The authority is the governing of the affairs of the people that is binding upon them, and ruling the subjects is reported in the words of the Messenger (pbuh) : “were ruled by”, which is the governing of the people that is binding upon them. Built upon this is that governing the affairs of the people is a binding governance; in other words, the undertaking of the responsibility of the ruler is restricted to the ruler, and so it is completely forbidden for anyone else to undertake it, since the Shari’ah gave the authority and looking after people’s affairs to the Khalifah and whoever he appoints. So if anyone other than the Imam or those appointed by him carries out the actions of ruling and authority, and takes upon themselves ruling the people, their action contradicts the Shari’ah and is considered to be void, and every void action is forbidden (Haram), and so it is not permitted for anyone other that the Khalifah or who he appointed, in other words, other than the ruler, to undertake any action of ruling and authority. Consequently, he does not undertake the governing of the affairs of the people in a binding manner, in other words, he does not rule the people, since this is from the actions of the ruler and it is not permitted for anyone other than the ruler to carry it out.
Aus der Perspektive der Beweisführung; was aber die Wirklichkeit betrifft, so ist die Übernahme der verbindlichen Regelung einiger Angelegenheiten durch eine Gruppe Teil des Verständnisses der demokratischen Herrschaft. Die demokratische Herrschaft besteht aus Institutionen, deren höchste das Kabinett ist, also die Regierung. Doch gibt es weitere Stellen, die verbindlich einige Angelegenheiten regeln, oder anders gesagt, die die Herrschaft in einem bestimmten Bereich ausüben. Zum Beispiel gibt es Gewerkschaften: Die Anwaltskammer übernimmt die Regelung der Angelegenheiten der Anwälte in ihrer beruflichen Eigenschaft. Dies ist für sie verbindlich, und so hat sie in bestimmten Fragen Autorität über sie. Sie erteilt ihnen das Recht, den Anwaltsberuf auszuüben, verhängt Strafen gegen sie und richtet für sie einen Rentenfonds ein sowie weitere Maßnahmen der Herrschaft und Autorität, die der Staat ihr im Hinblick auf den Rechtsberuf übertragen hat. Ihr Urteil wird ebenso umgesetzt wie das Urteil des Kabinetts, ohne jeglichen Unterschied. Dasselbe gilt für die Ärztekammer und die übrigen Gewerkschaften. Dies ist die Wirklichkeit, auf die der Beweis innerhalb des Staates zutrifft. Auf internationaler Ebene erlauben einige demokratische Länder der Oppositionspartei, mit anderen Staaten in Verbindung zu treten, und gewähren ihr das Recht, mit diesen Staaten Verhandlungen zu führen, während sie nicht regiert. Sie hat Abkommen mit anderen Staaten über Fragen, die die Beziehungen zwischen den beiden Staaten betreffen, die sie umsetzen wird, sobald sie an die Macht gelangt. Dies ist die Wirklichkeit, auf die der Beweis im Hinblick auf die internationalen Angelegenheiten zutrifft.
This is from the angle of the evidence; as for from the angle of the reality, the undertaking of governing some of the affairs in a binding manner by a group is from the understanding of the democratic rule. The democratic rule is made up of institutions, the highest of which is the cabinet, in other words, the government, but there are others who carry out governing some of the affairs in a binding manner, or in other words, undertake ruling in some particular area. For example, there are unions, so the lawyers’ union undertakes governing the affairs of the lawyers in their professional capacity, and this is binding upon them and so they have authority over them in specific issues; it grants them the right to practise law and signs off on any punishments upon them, and sets up a retirement fund for them, and other things that are from the actions of ruling and authority which the State appointed to it in regards to the legal profession, and its judgement is implemented just like the judgement of the cabinet without any difference. This is the same with the doctors’ union and the rest of the unions. This is the reality upon which the evidence applies with respect to within the State. Internationally, some of the democratic countries permit the opposition party to communicate with other states, and gives it the right to conduct negotiations with those states while it is not ruling, and it has agreements with other states regarding issues connected to the relationships between the two states that they will implement once they get into power. This is the reality upon when the evidence applies with respect to international affairs.
Daher ist diese Realität, dass einige Institutionen wie Syndikate innerhalb des Landes einige Angelegenheiten in bindender Weise regeln, und einige Institutionen wie die politischen Parteien international einige Angelegenheiten in bindender Weise übernehmen, nach dem Islam keineswegs erlaubt. Dies liegt daran, dass die Autorität und das Recht, die Menschen zu regieren, allein dem Khalifah oder Amir übertragen wurde oder demjenigen, den der Amir oder Khalifah bestimmt hat. Daher ist es niemandem sonst erlaubt, auch nur eine einzige Angelegenheit davon zu übernehmen, da dies der Shari'ah widersprechen würde.
Therefore, this reality which is that some institutions such as syndicates undertake governing some of the affairs domestically in a binding manner, and some institutions such as the political parties undertake some of the affairs internationally in a manner which is binding, is not at all permitted by Islam. This is because the authority and undertaking ruling of the people has been given to the Khalifah or Amir alone, or to whom the Amir or Khalifah appointed, and so it is not permitted for anyone else to undertake a single issue from it since this would contradict the Shari’ah.
Außerdem ist die Übernahme der Regelung von Angelegenheiten in verbindlicher Weise eine Herrschaft über die Menschen, und Herrschaft ist ein Vertrag, der zwischen zwei Seiten geschlossen werden muss, entweder zwischen der Umma und dem Khalifah, oder zwischen dem Amir und der Umma, die ihn eingesetzt hat, oder zwischen dem Khalifah oder Amir und denjenigen, die sie eingesetzt haben. Wer die Regelung von Angelegenheiten ohne einen Herrschaftsvertrag übernimmt, dessen Handlung ist ungültig, und jede ungültige Handlung ist ohne jeden Unterschied verboten (Haram). Daher wäre die Übernahme der Regelung von Angelegenheiten in verbindlicher Weise ungültig, und aus diesem Verständnis heraus ist es politischen Parteien und Einzelpersonen in der Umma verboten, irgendeine Beziehung zu einem fremden Staat zu unterhalten, in der diese Beziehung das einschließen würde, was als Übernahme der Regelung einer Angelegenheit aus den Angelegenheiten der Umma in verbindlicher Weise gelten würde. Dies ist der Beleg für diesen Artikel.
Additionally, undertaking the governing of the affairs in a manner that is binding is a governorship over the people, and governorship is a contract that must be concluded between two sides, either between the Ummah and the Khalifah, or between the Amir and the Ummah who appointed him, or between the Khalifah or Amir and who they appointed. Whoever undertakes the governing of the affairs without a contract of governorship, then his action is invalid, and every invalid action is forbidden (Haram) without any difference. Therefore, undertaking the governing of the affairs in a manner which is binding would be invalid, and from this understanding it is forbidden for political parties and individuals in the Ummah to have any relationship with any foreign state in which that relationship would include what would be considered as undertaking the governing of an issue from the issues of the Ummah in a binding manner, and this is the evidence for this article.