„Wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, soll einen gläubigen Sklaven freilassen und das Blutgeld an die Familie des Getöteten zahlen.“ [An-Nisa: 92] An-Nisai überlieferte, dass der Prophet ﷺ einen Brief an die Leute von Jemen schrieb und ihn durch Amr ibn Hazm sandte; darin stand: „Das Blutgeld für die (getötete) Person beträgt 100 Kamele.“ Hinsichtlich des Geldes für Verletzungen überlieferte An-Nisai von az-Zuhri, von Abu Bakr ibn Muhammad ibn ’Amr ibn Hazm, von seinem Vater, von seinem Großvater, dass der Prophet ﷺ ihm einen Brief schrieb, in dem es hieß: „Das Blutgeld wird gezahlt im Falle der abgeschnittenen Nase, der Zunge, der beiden Lippen, der beiden Hoden, des Penis, der Wirbelsäule und der beiden Augen. Für ein Bein wird die Hälfte des Blutgeldes gezahlt. Für eine Wunde, die bis ins Innere des Kopfes reicht (selbst wenn sie die Kopfhaut abschabt), wird ein Drittel des Blutgeldes gezahlt, und für eine Wunde, die bis ins Innere des Bauches oder in ein Körperglied hineinreicht, ein Drittel des Blutgeldes. Bei einer Wunde, die Knochen bricht, sind 15 Kamele zu zahlen.“ Das Blutgeld für den vorsätzlich Getöteten ist seinen Erben vom Täter zu zahlen. Ibn Madscha überlieferte von ’Amr ibn al-Ahwas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wer ein Verbrechen begeht, begeht es nur gegen sich selbst.“ Bei der nicht vorsätzlichen Tötung, etwa einer Tötung, die wie eine vorsätzliche erscheint, oder einer, die aus Versehen begangen wurde, haben die Erben des Getöteten das Recht, das Blutgeld von den nahen Verwandten des Täters zu fordern. Al-Bukhari überlieferte von Abu Hurairah, der sagte: „Zwei Frauen aus Hudhail stritten miteinander; eine von ihnen warf einen Stein auf die andere, tötete sie und das Ungeborene in ihrem Leib. Sie beschwerten sich beim Propheten ﷺ. Er entschied, dass das Blutgeld für das Ungeborene der Frau ein Sklave (männlich oder weiblich) sei, und er entschied, dass das Blutgeld der Frau von ihren nahen Verwandten (’Aqilah) zu zahlen sei.“ ’Aqilah bedeutet diejenigen, die das ’Aql tragen. ’Aql bezeichnet hier das Blutgeld. Die ʿAqila umfasst alle nahen Verwandten des Täters: Väter, Söhne, Brüder, Onkel (die Brüder des Vaters) und deren Söhne. Hat der Täter keine ʿAqila, wird das Blutgeld aus dem Bait ul-Mal genommen, denn der Gesandte Allahs ﷺ zahlte das Blutgeld für den Ansari, der in Khaybar getötet wurde, aus dem Bait ul-Mal. Es wird auch überliefert, dass zur Zeit ʿUmars ein Mann in einer Menschenmenge getötet wurde und sein Mörder nicht bekannt war. Da sagte ʿAli zu ʿUmar: „O Anführer der Gläubigen, das Blut eines Muslims wird nicht vergeudet, also zahle sein Blutgeld aus dem Bait ul-Mal.“
Bei Verletzungen wie Brüchen (Frakturen) des Kopfes oder des Gesichts, dem Abtrennen (Amputieren) eines Körperglieds oder eines Stücks Fleisch oder der Beeinträchtigung einer Fähigkeit, etwa dem Verlust des Gehörs, des Sehvermögens oder des Verstandes, steht einer Person, der eine dieser Verletzungen zugefügt wurde, Geld für diese Verletzungen zu, gemäß den detaillierten Regeln für jedes Glied in jedem Fall. Mit dem Blutgeld, das einer Person aus dem Blutgeld des Getöteten oder für das beschädigte Glied oder die beeinträchtigte Fähigkeit zusteht, besitzt diese Person dieses Geld oder Vermögen.
“He who has killed a believer by mistake must set free a believing slave and pay the blood money to the family of the slain.” [An-Nisa: 92] An-Nisai narrated that the Prophet (pbuh) wrote a letter to the people of Yemen and He sent it with Amr ibn Hazm; it included “The blood money for the (killed) person is 100 camels.” With regards to the wounds money, An-Nisai narrated from al-Zuhri from Abu Bakr ibn Mohammed ibn ’Amr ibn Hazm from his father from his grandfather that the Prophet (pbuh) wrote to Him a letter saying: “The blood money is paid in case of the amputated nose, the tongue, the two lips, the two testicles, the penis, the spine and the two eyes. Half the blood money is paid for one leg. For the wound, which reaches inside the head (even scraping the scalp) one third of the blood money, and for the wound which reaches inside the stomach, or inside any member of the body one third of the blood money. In the wound which breaks the bones 15 camels.” The blood money for the one slain intentionally is due to his inheritors from the killer. It is narrated by ibn Majah from ’Amr ibn Al-Ahwas that the Prophet (pbuh) said: “The one who incurs a crime does that on himself only.” In case of the non-intentional killing, like the killing which appears like it is intentional or that committed by mistake, the inheritors of the slain are entitled to claim the blood money from the close relatives of the killer. Bukhari narrated from Abu Hurairah, who said: “Two women from Hudhail quarrelled; one of them threw a stone at the other and killed her and the embryo in her womb. They complained to the Prophet (pbuh). He ruled that the blood money for the women’s embryo was a slave (male or female), and He ruled that the blood money of the woman was for her close relatives (’Aqilah).” ’Aqilah means the one who bears the ’Aqal. ’Aqal here means the blood money. ’Aqilah includes all the close relatives of the killer, fathers, sons, brothers, uncles (fathers’ brothers) and their sons. If the killer has no ’Aqilah, the blood money is taken from the Bait ul-Mal because the Messenger of Allah (pbuh) paid the blood money of the Ansari who was killed in Khaybar from the Bait ul- Mal. It was also narrated that a man was killed in a crowd at the time of ’Umar and his killer was not known so ’Ali said to ’Umar, “O Leader of Believers, no blood of a Muslim is wasted, so pay his blood money from the Bait ul-Mal.” Regarding wounds such as the breaks (fractures) of the head or the face, or the cutting (amputating) of a member of the body or a piece of flesh or, the disablement of a faculty such as the disabling of hearing, sight and mind where one of these wounds occurs to a person, then He deserves money on these wounds according to the detailed rules of each member in each case. By means of the blood money due to a person from the blood money of the slain or for the damaged member or for the faculty disabled, this person owns that money or property.