Ein kriegführender Feind durfte den islamischen Haushalt nicht betreten, es sei denn, ihm wurde Schutz gewährt, d. h. ein besonderes Einreisevisum. Die Gewährung des Schutzes bedeutet die Erlaubnis zum Eintritt. Wenn er ohne Schutz eintrat, muss dies geprüft werden. Wenn er mit Waren zum Verkauf im islamischen Land eintrat und die übliche Praxis des Staates es Händlern erlaubte, ohne Schutz einzureisen, würde ihnen kein Leid zugefügt; ihre Waren würden jedoch denselben Beschränkungen und Abgaben unterworfen, die allen ausländischen Waren auferlegt werden. Diese richteten sich danach, was sie unseren Händlern auferlegen; mit anderen Worten, sie würden genauso behandelt, wie sie unsere Händler behandeln. Diejenigen, die einreisen, dürften gemäß den üblichen Gepflogenheiten Handel treiben, wie es beispielsweise bei denjenigen der Fall ist, die nahe den Grenzen des Staates leben. Diese Händler dürften ohne Einreisevisum, d. h. ohne Schutz, einreisen. Gab es jedoch keine vorherige übliche Praxis, die ihnen die Einreise als Händler erlaubte, oder bestand eine solche übliche Praxis, doch eine Person betrat das Land ohne die Absicht, Handel zu treiben, so würde er wie der nicht handelnde kriegführende Feind behandelt, und sein Blut und sein Vermögen wären innerhalb des Staatsgebiets nicht geschützt. Behauptete er, er sei gekommen, um Schutz zu suchen, so würde dies nicht von ihm angenommen. Denn die Gewährung von Schutz an den Kriegführenden ist eine Bedingung dafür, dass er die Wahrung seines Blutes und seines Vermögens in unserem Land verdient; wird ihm also kein Schutz gewährt, übernimmt der Staat keine Verantwortung für seine Sicherheit. Der Schutz würde auf Grundlage der geltenden üblichen Praxis gewährt, die ausschließlich die Händler betrifft, sofern sie Waren mit sich führen, die sie zum Handel bestimmt haben. Die Gewährung von Schutz an den Kriegführenden würde zudem den Schutz seines Vermögens nach sich ziehen. Wenn er beschloss, sich im Islamischen Staat niederzulassen, und ihm das Aufenthaltsrecht gewährt wurde, dann aber beschloss, in das kriegführende Land zurückzukehren und sein Vermögen für einen Muslim oder einen Dhimmi zurückzulassen, der es verwaltet, oder es einem von beiden zu leihen, muss in diesem Fall untersucht werden, aus welchen Gründen er ausgereist ist. Wenn er aus persönlichen Gründen oder als Händler, Gesandter, Tourist oder wegen einer dringenden Angelegenheit ausgereist ist und in das islamische Land zurückkehrte, bleibt der Schutz, der ihm an seiner Person und seinem Vermögen gewährt wurde, in Kraft. Denn wenn er in das kriegführende Land ausreiste, aber mit der Absicht, als Einwohner des Islamischen Staates zu bleiben, würde er wie der Dhimmi behandelt, der in das kriegführende Land ausreist, sodass für beide dieselbe Regel gilt. Seine Ausreise in das kriegführende Land hebt seinen Schutz nicht auf, solange seine Absicht ist, im islamischen Land zu wohnen. Kehrte er jedoch als Einwohner in das kriegführende Land zurück, wird sein Schutz für seine Person aufgehoben, und wenn er wieder in das islamische Land zurückkehren möchte, benötigt er einen neuen Antrag auf Schutz. Was den Schutz seines Vermögens betrifft, so muss dies geprüft werden. Hat er es im islamischen Land zurückgelassen, indem er es der Obhut eines Muslims oder eines Dhimmis anvertraut hat, bleibt sein Vermögen geschützt. Denn sobald er das islamische Land erreicht und Schutz erhalten hat, umfasst dieser Schutz sowohl seine Person als auch sein Vermögen. Hat er sein Vermögen zurückgelassen und kehrte selbst in das kriegführende Land zurück, wird der ihm gewährte Schutz mit Erreichen des kriegführenden Landes aufgehoben, der Schutz seines Vermögens bleibt jedoch für das gültig, was er im islamischen Land zurückgelassen hat, da der aufhebende Umstand nur auf seine Person beschränkt ist. Stirbt er, geht sein Vermögen daher auf seine Erben über, denn der Schutz ist eine bindende Pflicht, die mit dem Vermögen verbunden ist. Wenn dieser Besitz also an seine Erben übergegangen ist, dann muss ihnen ebenso das Recht auf Schutz zugestanden werden. Hätte er seinen Besitz jedoch mit sich ins Jenseits genommen, so würde er den Schutz verlieren, der sowohl ihm selbst als auch seinem Besitz gewährt wurde.
A warring belligerent could not enter the Islamic household unless He is given protection i.e. a special entry visa. Giving Him protection means a permission to enter. If He entered without protection it has to be examined. If He entered with commodities to sell in the Islamic land, and the State’s common practice happened to allow traders to enter without protection, they would not be harmed, but their commodities would be subjected to the same restrictions and levies imposed on all foreign commodities, these would be based on what they impose on our traders; in other words, they would be treated the same way they treat our traders. Those who enter would be allowed to trade according to the common practices, as is the case for instance with those who live near the State’s frontiers. These traders would be allowed to enter without an entry visa i.e. without protection. However, if there were no prior common practice allowing them to enter as traders, or such common practice were in force but a person happened to enter with no intention to trade, He would be treated like the non-trading warring belligerent, and his blood and his wealth would not be protected within the State’s territories. If He claimed to have come seeking protection, this would not be accepted of him. This is because giving protection to the belligerent is a condition for Him to deserve the safeguarding of his blood and wealth in our land, so if He were not given protection, the State would not be responsible for his safety. Protection would be given based on the common practice in force concerning and exclusively for the traders, provided they were carrying goods they intended for trade. Giving the belligerent protection would also entail protecting his wealth. If He decided to settle in the Islamic State and were given the right of abode, then He decided to leave to the belligerent country, leaving his wealth behind for a Muslim or for a Dhimmi to look after, or lending it to either of them, it would in this case have to be examined as to the reasons why He left. If He left for personal reasons, or as a trader, an envoy, a tourist or for a pressing matter, and returned to the Islamic land, then the protection He had been given to his person and his wealth would remain in force. This is because if He left to the belligerent country, but with the intention to remain as a resident of the Islamic State, He would be treated like the Dhimmi who leaves to the belligerent country, therefore the same rule would apply to both. His leave to the belligerent country would not nullify his protection as long as his intention is to reside in the Islamic land. However, if He returned to the belligerent country as a resident, his protection for himself would be nullified, and if He wished to return to the Islamic land, He would require a new application for protection. As for the protection given to his wealth, this has to be examined. If He had left it behind in the Islamic land, by leaving it in the care of a Muslim or a Dhimmi, then his wealth would remain protected. This is because once He had reached the Islamic land and was given protection, this protection would cover both his person and his wealth. If his wealth was left behind and He returned by himself to the belligerent country, the protection given to Him would be nullified once He reached the belligerent country, but the protection given to his wealth would remain valid for that which He had left in the Islamic land, due to the fact that the nullifying factor would be restricted to his person only. So if He died, his wealth would be transferred to his inheritors; because the protection is a binding duty related to the wealth. Therefore, if this wealth was transferred to his heirs, so too should the right to protection be given to his heirs. However, if He took his wealth with him, He would lose the protection given to both himself and to his wealth.