Die Urbarmachung ist eine andere Sache als die staatliche Vergabe von Land. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass sich die Urbarmachung auf totes Land bezieht, an dem kein erkennbarer Besitz besteht. Es gibt keine Anzeichen von Einzäunung, Bepflanzung, Bebauung oder ähnlichem. Die Urbarmachung solchen Landes bedeutet, es mit allem zu bevölkern, was auf eine Besiedlung hinweist. Die Vergabe von Land hingegen ist die Übergabe eines Landes, das bereits bewohnt ist und sofort für die Landwirtschaft geeignet ist. Dies ist Land, das Spuren früheren Besitzes aufweist. Das Einzäunen eines Landes ist der Urbarmachung ähnlich. Dies geht auf den Ausspruch des Gesandten Allahs ﷺ zurück: „Wer ein Land mit einer Mauer umgibt, dem gehört es“, sowie auf seinen ﷺ Ausspruch: „Wer irgendetwas mit einer Mauer umgibt, dem gehört es dadurch.“ Ebenso sein ﷺ Ausspruch: „Wer eine Sache zuerst erreicht, die kein anderer Muslim vor ihm erreicht hat, der hat mehr Anspruch darauf.“ Durch das Einzäunen erlangt also der Einzäunende, wie der Hadith besagt, das Verfügungsrecht über das Land. Der Einzäunende hat zudem das Recht, jedem, der es wollte, die Urbarmachung des von ihm Eingezäunten zu untersagen. Würde eine andere Person ihn überwältigen und es schaffen, das von ihm eingezäunte Land zu bewohnen, so würde sie dieses Land nicht besitzen, und es würde an den ursprünglichen Einzäunenden zurückgegeben. Das Einzäunen gleicht der Urbarmachung auch hinsichtlich der Verfügung über das Land und dessen Besitz. Verkauft der Einzäunende das Land später, so steht ihm der Kaufpreis zu, denn das Land ist ein Recht, das sich mit Vermögen vergelten lässt, und kann daher getauscht werden. Stirbt diese Person, so geht das Eigentum an dem eingezäunten Land wie jeder andere ihrer Besitztümer auf ihre Erben über. Sie erlangen das Verfügungsrecht darüber, und es wird unter ihnen nach den göttlichen Bestimmungen aufgeteilt, wie andere vererbte Güter auch. Das Einzäunen eines Landes bedeutet jedoch nicht nur, Steine darum zu legen, sondern es bedeutet, irgendetwas darum zu setzen, das anzeigt, dass man seine Hand darüber hält, was auf Besitz hinweist. Die Einfriedung könnte dadurch erfolgen, dass man Steine rund um das Land legt, trockene Zweige auslegt, es freiräumt, die Disteln verbrennt, die Dornen und das Gras abschneidet oder andere solche Dinge rund um es anbringt, um zu verhindern, dass Menschen es betreten. Sie könnte auch dadurch erfolgen, dass man die Kanäle vorbereitet, selbst wenn man es nicht bewässert, oder durch irgendeine andere ähnliche Maßnahme.
Cultivation is a different matter to the State granting of land. The difference between them is that the cultivation is related to the dead land upon which there is no apparent ownership. There are no signs of fencing, planting, building or the like. Cultivation of such land means to populate it with anything that indicates inhabitation. The granting of land however, is giving of the land that is inhabited and is suitable for farming immediately. This is the land that shows signs of previous ownership. Fencing the land is similar to its cultivation. This is due to the saying of the Messenger of Allah (pbuh), “Whosoever fenced a land with a wall then it becomes his” and his (pbuh) saying, “Whosoever fenced anything with a wall, it becomes his thereby.” Also his (pbuh) saying, “Whosoever reached a thing first that no other Muslim reached before, He deserves it more.” Thus by fencing, the fencer gains the right of disposal of the land as the Hadith stated. The fencer also has the right to prevent anyone who wanted to from cultivating that which He has fenced. If another person overpowered Him and managed to inhabit the land that He had fenced, He would not own that land and it would be returned back to the original fencer. Fencing is also like cultivation with regard to the disposal of the land and possession of it. If the person who fenced a land later sold it He owns its price, because the land is a right that can be recompensed with property, so it can be exchanged. If this person died, the ownership of this fenced land is transferred to his inheritors like any other of his properties and they gain the right of disposal over it and it is divided amongst them according to the divine rules like other inherited properties. However, fencing a land does not mean just putting stones around it, it is rather putting anything around it which indicates holding a hand over it, which indicates ownership. Fencing could be by placing stones around the land, putting dry branches, clearing it, burning the thistles, cutting the spikes and grass, or placing other such items around it to prevent people entering it. It could also be by preparing the canals even if one did not irrigate it, or any other similar thing.