Der Verkauf einer Währung gegen dieselbe oder eine andere Währung ist ein Tauschgeschäft, und er ist erlaubt. Denn Tausch ist der Austausch von Geld gegen Geld, von Gold und Silber, entweder gleichartig und in gleicher Menge oder verschiedenartig und gleichwertig in den unterschiedlichen Arten. Der Tausch erfolgt beim Geld so, wie er beim Gold und Silber erfolgt, denn die Eigenschaften von Gold und Silber gelten auch für Geld in seiner Eigenschaft als Währung. Geld ist keine Analogie zu Gold und Silber, sondern eine ihrer Formen, denn es beruht auf einem der beiden in ihrer monetären Bewertung. Wenn also jemand Gold gegen Silber kauft, Münze gegen Münze, indem er etwa sagt: „Ich habe dir diesen goldenen Dinar gegen diese silbernen Dirham verkauft“, und sie dabei benennt, während sie zur Zeit des Verkaufs anwesend sind, oder wenn er Gold gegen Silber kauft, während er nicht anwesend ist, etwa bei der Unterzeichnung eines Vertrags über einen beschriebenen Geldbetrag, ohne selbst anwesend zu sein, und er sagt: „Ich habe dir diese ägyptischen Pfund für zehn hidschasische Dirham verkauft“, so sind diese Beispiele erlaubt, denn die Gelder werden in den Verträgen durch Nennung bestimmt, und damit wird das Eigentum an ihren Werten begründet. Daher ist der Handel von Gold gegen Silber erlaubt, sei es Pfund gegen Dirham, Silberschmuck oder Niqar (d. h. Silberstaub). Niqar ist das Silberäquivalent von Tibr (d. h. Goldstaub). Ebenso ist der Tausch von Silber gegen Gold erlaubt, sei es Schmuck, Barren oder Goldstaub. Doch muss jeder solche Handel Hand in Hand erfolgen und beschrieben werden, entweder gleich oder ungleich, Gewicht gegen Gewicht, oder bekannte Menge (Dschizaf) gegen bekannte Menge, oder Gewicht gegen bekannte Menge bei allen genannten Arten, vorausgesetzt, der Tausch erfolgt zwischen zwei verschiedenen Arten; denn wenn sie von derselben Art sind, kann es nur gleich sein und darf nicht ungleich sein. Gold darf gegen Gold getauscht werden, sei es Dinar, Schmuck, Barren oder Erz, Gewicht gegen Gewicht, beschriebener Wert gegen beschriebenen Wert, Hand in Hand, und grundsätzlich ist hierbei kein Unterschied erlaubt. Silber konnte auch gegen Silber getauscht werden, sei es Dirham, Schmuck oder Niqar, Gewicht gegen Gewicht, bestimmter Vermögenswert gegen bestimmten Vermögenswert, Hand in Hand, und grundsätzlich ist kein Unterschied erlaubt. Daher ist der Tausch zwischen gleicher Währungsart erlaubt, vorausgesetzt, er geschieht in gleicher Menge, Hand in Hand und bestimmter Vermögenswert gegen bestimmten Vermögenswert. Der Tausch zwischen zwei verschiedenen Währungen ist ebenfalls erlaubt, und in diesem Fall gelten die Bedingung der Gleichheit und der Ungleichheit nicht, doch muss er Hand in Hand und bestimmter Vermögenswert gegen bestimmten Vermögenswert erfolgen. Der Beleg für die Zulässigkeit des Tausches stammt aus dem Hadith, den At-Tirmidhi über Ubada ibn As-Samit überliefert, der sagte, der Gesandte Allahs ﷺ habe gesagt: „Ihr dürft Gold gegen Silber tauschen, wie ihr wollt, Hand in Hand.“ Muslim überlieferte ebenfalls über Ubada ibn As-Samit, der sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ verbieten, Gold gegen Gold, Silber gegen Silber, Weizen gegen Weizen, Gerste gegen Gerste, Datteln gegen Datteln und Salz gegen Salz zu tauschen, außer in gleicher Menge und als bestimmter Vermögenswert gegen bestimmten Vermögenswert. Wer mehr gibt oder einen Mehrwert nimmt, verfällt dem Wucher (Riba).“ Muslim überlieferte außerdem über Abu Bakra, der sagte: „Er hat uns befohlen, Gold gegen Silber zu kaufen, wie wir wollten, und Silber gegen Gold zu kaufen, wie wir wollten. Ein Mann fragte ihn ﷺ, und er sagte: ‚Hand in Hand.‘ Er fügte hinzu: ‚So habe ich es gehört.‘“ At-Tirmidhi überlieferte über Malik ibn Aws Al-Hadathan, der sagte: „Ich kam und fragte, wer Dirham tauschen könne, woraufhin Talha ibn Ubaydullah, als er bei Umar ibn al-Khattab saß, sagte: ‚Zeig uns dein Gold‘, und dann komm später zu uns, wenn unser Diener kommt, geben wir dir dein Silber (Dirham).“ Darauf sagte Umar: „Nein, bei Allah, du sollst ihm seine Silbermünzen nicht geben oder ihm sein Gold zurückgeben, denn der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Der Austausch von Silber gegen Gold enthält ein Element des Riba, es sei denn, er erfolgt Hand in Hand; Weizen gegen Weizen ist Riba, es sei denn, er erfolgt Hand in Hand; Gerste gegen Gerste ist ebenfalls Riba, es sei denn, sie wird Hand in Hand getauscht, und Datteln gegen Datteln ist ebenfalls Riba, es sei denn, es erfolgt Hand in Hand.‘“ Es ist daher verboten, Gold gegen Silber zu handeln, außer Hand in Hand, denn wenn sich die beiden Handelspartner trennten, bevor sie Hand in Hand tauschten, wäre der Tausch unrechtmäßig. Al-Bukhari und Abu Dawud berichteten auf die Autorität Umars, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Tausch von Gold gegen Silber ist Riba, außer er erfolgt Hand in Hand.“ Es ist eine Bedingung, dass die beiden Vertragsparteien am Ort des Geschäfts abrechnen, denn sobald sie sich vor der Abrechnung trennten, würde der Verkauf nicht rechtmäßig als vollzogen gelten. Dies liegt daran, dass der Tausch ein wechselseitiger Handel von Preisen ist, und die Abrechnung am Ort des Geschäfts ist eine wesentliche Bedingung für die Gültigkeit des Tausches. Al-Bukhari überlieferte auf die Autorität von Malik Ibn Aws, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Handel von Gold gegen Silber ist Riba, es sei denn, er erfolgt Hand in Hand.“ At-Tirmidhi überlieferte außerdem, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Handelt Gold gegen Silber, wie ihr wollt, solange es Hand in Hand geschieht.“ Der Gesandte Allahs ﷺ verbot den Handel von Gold gegen Silber auf Kredit und verbot ebenfalls den Tausch eines abwesenden Gutes gegen ein anwesendes. Daher muss der Tausch am Ort des Geschäfts stattfinden, denn wenn sich die Vertragsparteien vor der Abrechnung trennten, wäre der Tausch ungültig, da eine seiner Hauptbedingungen nicht erfüllt wäre. Wenn jedoch ein Teil des Geschäfts am Ort des Geschäfts ausgetauscht wurde, dann ist das Geschäft in dem Teil, der ausgetauscht wurde, und seinem Gegenwert bei der Gegenleistung gültig, und es ist für den Rest des Geschäfts und den entsprechenden Teil des Geschäfts ungültig. Dies liegt daran, dass es erlaubt ist, das Geschäft in Teile aufzuteilen. Wenn zum Beispiel eine Person einen Dinar gegen zehn Dirham mit einer Person tauscht, die nur fünf Dirham besitzt, wäre es ungültig, dass sie sich trennen, bevor die vollen zehn Dirham eingelöst sind. Wurden die fünf Dirham eingelöst und sie trennten sich, wäre der Tausch für die Hälfte der Dinare ungültig und für die andere Hälfte gültig, die den fünf eingelösten Dirham entspricht. Dies liegt daran, dass es erlaubt ist, das Kaufgeschäft aufzuteilen. Leiht sich die Person mit den fünf Dirham den restlichen Betrag von der anderen Person oder einem Dritten, um das Geschäft zu vervollständigen, wäre der Tausch gültig, sofern das Leihen keine Bedingung im Geschäft war, denn wenn es eine Bedingung im Geschäft gewesen wäre, wäre das Geschäft ungültig.
The sale of one currency for the same or a different currency is a transaction of exchange, and it is permitted. This is because exchange is the swapping of money for money, of gold and silver, either equally in the same type, or differently and equally in the different types. The exchange takes place in the money as it takes place in gold and silver, for the description of gold and silver applies to it in its quality as a currency. Money is not analogous to gold and silver but is one of its forms, for it is based on either of them in their monetary valuation. So if a person were to purchase gold for silver, coin for coin, by saying for instance: “I sold to you this golden Dinar for these silver Dirhams”, by naming them while present at the time of sale, or if He were to purchase gold for silver while not present such as when signing a contract over a described monetary item while not being present, and He says: “I sold to you these Egyptian pounds for ten Hijazi Dirhams”. These examples are permitted, for the monies are determined in the contracts by naming them, thus the ownership of their assets is established. Therefore, trading gold for silver is permitted, whether this was pounds for Dirhams, silver jewellery or for Niqar (i.e. silver dust). The Niqar is the silver equivalent of Tibr (i.e. gold dust). It is also permitted to trade silver for gold, whether jewellery, bullion or gold dust. However, all such trade must be conducted hand to hand and described, either equally or unequally, weight for weight, or known quantity (Jizaf) for known quantity, or weight for known quantity in all the mentioned types, provided the exchange is in two different types, for if they were from the same type, they can only be equal and must not be unequal. Gold could be traded for gold, whether this were Dinars, jewellery, bullion, ore, weight for weight, described asset for described asset, hand to hand, and in principle no difference is permitted. Silver could also be traded for silver, be it Dirhams, jewellery or Niqar, weight for weight, described asset for a described asset, hand to hand, and no difference is allowed in principle. Therefore, the exchange between the same type of currency is permitted, provided that it is equal, hand to hand and a described asset for a described asset. The exchange between two different currencies is also permitted and in this case, the condition of equality and disparity does not apply, but this must be exchanged hand to hand, and a described asset for a described asset. Evidence for the permissibility of exchange is derived from the Hadith reported by At-Tirmidhi on the authority of Ubada ibn As-Samit who said that the Messenger of Allah (pbuh) said: “You may trade gold for silver as you wish, hand to hand.” Muslim also reported on the authority of Ubada ibn as-Samit who said: “I heard the Messenger of Allah (pbuh) forbid the trading of gold for gold, silver for silver, wheat for wheat, barley for barley, dates for dates, salt for salt, unless this was in equal quantities and described asset for a described asset. He who increases or takes an increase would fall into usury (Riba).” Muslim also reported on the authority of Abu Bakra who said: “He has ordered us to buy gold for silver as we wished, and to buy silver for gold as we wished. A man asked Him (pbuh) so He said: “Hand to hand”. He added: “That is how I heard it.” At-Tirmidhi reported on the authority of Malik Ibn Aws Al-Hadathan who said: “I came asking who would exchange some Dirhams, whereupon Talha Ibn Ubaydullah as He was sitting with Umar ibn al-Khattab, said: ‘Show us your gold,’ and then come to us at a later time, when our servant would come we would give you your silver (Dirhams).” Upon this Umar said: “No by Allah, you shall give Him his silver coins or return his gold to him, for the Messenger of Allah (pbuh) said: ‘Exchange of silver for gold has an element of Riba in it unless it is exchanged hand to hand, wheat for wheat is Riba unless it is hand to hand, barley for barley is also Riba unless it is exchanged hand to hand and dates for dates is also Riba unless it is hand to hand.”’ It is therefore forbidden to trade gold for silver except hand to hand, for if the two trading parties parted company before they exchanged hand to hand, the exchange would be unlawful. Bukhari and Abu Dawud reported on the authority of Umar that the Messenger of Allah (pbuh) said: “Exchanging gold for silver is riba except hand to hand.” It is conditional that the two contracting parties cash in at the place of the deal, for once they separated prior to the cashing in, the sale would not lawfully be considered to have taken place. This is because the exchange is the inter-trading of prices, and to cash in at the place of the deal is a prime condition for the exchange to be valid. Bukhari reported on the authority of Malik Ibn Aws who said: The Messenger of Allah (pbuh) said: “Trading gold for silver is Riba unless it is hand to hand.” At- Tirmidhi also reported that the Messenger of Allah (pbuh) said: “Trade gold for silver as you wish, as long as it is hand to hand.” The Messenger of Allah (pbuh) prohibited the trading of gold for silver in credit, and also prohibited the trading of an absent asset for a present one. Therefore, the exchange must take place at the place of the deal, for if the contracting parties separated before cashing in, the exchange would be invalid due to the non-fulfilment of one of its main conditions. If however, part of the deal was exchanged at the place of the deal, the deal would then be valid in the part which was exchanged and, its equivalent on the recompense and it would be invalid for the remainder of the deal and its equivalent part of the deal. This is because it is permitted to divide the deal into parts. For instance, if a person exchanged one Dinar for ten Dirhams with a person who has only five Dirhams, it would be invalid for them to separate before the full ten Dirhams are cashed in. If the five Dirhams were cashed in and they separated, the exchange would be invalid for half the Dinars and valid for the other half which is equivalent to the five Dirhams that have been cashed in. This is because it is permitted to divide the deal of sale. If the person with the five Dirhams borrowed the remainder of the money from the other person or a third party, to complete the deal, the exchange would be valid, as long as the borrowing was not a condition in the deal, for if it was a condition in the deal, the deal would be invalid.