„Wenn man das volle Ausmaß der arabischen (d. h. muslimischen) Experimente, des arabischen Denkens und der arabischen Schriftstellerei erkennt, sieht man, dass die europäische Wissenschaft und Philosophie ohne die Araber nicht zu der Zeit entstanden wären, zu der sie entstanden sind. Die Araber waren keine bloßen Überlieferer griechischen Denkens, sondern echte Träger dieses Denkens, die sowohl die Disziplinen, in denen sie unterwiesen worden waren, am Leben erhielten, als auch deren Umfang erweiterten. Als sich die Europäer um 1100 ernsthaft für die Wissenschaft und Philosophie ihrer sarazenischen Feinde zu interessieren begannen, hatten diese Disziplinen ihren Höhepunkt erreicht; und die Europäer mussten von den Arabern so viel wie möglich lernen, bevor sie selbst weitere Fortschritte machen konnten.“
So wie heute viele Muslime ein Gefühl der Unterlegenheit empfinden, wenn sie dem Westen gegenüberstehen, zeigt die Geschichte, dass sich dieses Verhältnis vollständig umkehrte, als die Europäer auf die Muslime blickten. Watt erzählte außerdem: „Das Gefühl der Unterlegenheit, mit dem Westeuropa der islamischen Zivilisation begegnete, hatte verschiedene Facetten. Die islamische Technik war an vielen Punkten der europäischen überlegen, und wohlhabenden Muslimen standen mehr Luxusgüter zur Verfügung; doch dies war wahrscheinlich ein untergeordneter Faktor. Militärisch hatte man die Sarazenen in der Vergangenheit gefürchtet, doch nun erwiesen sich die normannischen Ritter als ebenbürtig. Das Ausmaß der islamischen Herrschaft war jedoch beeindruckend. Zu Beginn des zwölften Jahrhunderts betrachteten die Menschen die Welt als aus drei Teilen bestehend: Asien, Afrika und Europa. Der größte dieser Teile, Asien, galt als fast vollständig muslimisch, ebenso ein großer Teil Afrikas, während nicht ganz Europa christlich war. Auf diese Weise nahm man an, dass nahezu zwei Drittel der Welt muslimisch seien. Für jeden Christen, der mit Muslimen in Berührung gekommen war, muss zudem ihr unerschütterliches Gefühl der Überlegenheit beunruhigend gewesen sein. Im Allgemeinen ähnelten die Gefühle der westeuropäischen Menschen gegenüber dem Islam denen einer benachteiligten Klasse in einem großen Staat.“
H. G. Wells schrieb in seinem Buch „The Outline of History“:
“When one becomes aware of the full extent of Arab (i.e. Muslim) experimenting, Arab thinking and Arab writing, one sees that without the Arabs, European science and philosophy would not have developed when they did. The Arabs were no mere transmitters of Greek thought, but genuine bearers, who both kept alive the disciplines they had been taught and extended their range. When about 1100, Europeans became seriously interested in the science and philosophy of their Saracen enemies, those disciplines were at their zenith; and the Europeans had to learn all they could from the Arabs before they themselves could make further advances.” Just as many Muslims today have a feeling of inferiority when they are confronted by the West, the history shows that the role was entirely reversed when the Europeans looked at the Muslims. Watt also narrated, “The feeling of inferiority with which Western Europe confronted Islamic civilisation had various facets. Islamic technology was superior to European at many points and more luxuries were available to wealthy Muslims; but this was probably a minor factor. Militarily the Saracens had been feared in the past, but now the Norman knights were proving a match for them. The extent of Islamic rule, however, was formidable. In the early twelfth century, men regarded the world as consisting of three parts, Asia, Africa and Europe. The largest of these, Asia, was thought to be almost entirely Muslim, and so was much of Africa, while not the whole of Europe was Christian. In this way it was supposed that nearly two-thirds of the world was Muslim. For any Christian who had come in contact with Muslims, too, their unshakeable sense of superiority must have been disturbing. In general the feelings of western Europeans against Islam were not unlike those of an underprivileged class in a great state.” H.G. Wells in his book The Outline of History, said :