Der Begriff „Ulil-Amr“ wird nur verwendet, wenn von Muslimen die Rede ist, und niemals, wenn von Nichtmuslimen die Rede ist. Dies liefert einen weiteren Beweis dafür, dass die Machthabenden Muslime sein müssen. Da der Khalifah die höchste Autoritätsposition innehat und dafür verantwortlich ist, andere in Autoritätspositionen einzusetzen, wie seine Gehilfen, Walis und ‘Amils, muss er selbst Muslim sein.
The phrase “Ulil-Amr” is only used when referring to Muslims and never when referring to non-Muslims. This provides further evidence that those in authority must be Muslim. Since the Khalifah is in the highest position of authority and is responsible for appointing others to positions of authority such as his assistants, Walis and ‘amils, he himself, must be Muslim. .
2. Der Kalif muss männlich sein.
2. The Khalifah must be male. .
Der Khalif muss ein Mann sein, nicht eine Frau. Al-Bukhari überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ, als er hörte, dass die Leute von Persien die Tochter von Chosroes (Kisra) zur Herrscherin eingesetzt hatten, sagte:
The Khalifah must be a man, not a woman. It is narrated by Al-Bukhari that when the Messenger of Allah (S.A.W) heard that the people of Persia had appointed the daughter of Chosroes (Kisra) as queen, he said: .
„Menschen, die eine Frau zu ihrer Herrscherin (Wallau) bestimmen, werden niemals erfolgreich sein." [Bukhari, Sahih, Nr. 4425]
“People who appoint (Wallau) a woman as their leader will never succeed.” [Bukhari, Sahih. #4425] .
Indem der Gesandte Allahs (S.A.W) das Scheitern mit der Einsetzung einer Frau als Herrscherin in Verbindung bringt, zeigt er an, dass dies für Muslime verboten ist. Dieser Hadith hat die Form einer Aufforderung, die jene tadelt, die eine Frau mit der Führung ihrer Angelegenheiten betrauen. Dies gibt einen Hinweis (qarinah) darauf, dass die Aufforderung bindend ist, was ein Verbot bedeutet, eine Frau als Herrscherin einzusetzen.
By associating failure with the appointment of a woman as ruler, the Messenger of Allah (S.A.W) indicates that it is forbidden for Muslims. This hadith is in the form of a request that admonished those who appoint a woman to run their affairs. This gives an indication (qarinah) that the request is decisive which means a prohibition on appointing a woman as a ruler. .
Die Tatsache, dass dies in Form einer Bitte kam, die in Form eines Tadels gegenüber denen auftrat, die eine Frau mit der Führung ihrer Angelegenheiten betrauen, indem man ihnen den Erfolg abspricht, impliziert eine Bedeutung (Qarinah), die Entschiedenheit anzeigt. Somit wurde das Verbot, eine Frau als Herrscherin einzusetzen, hier mit einer Konnotation verbunden, die das entschiedene Verbot anzeigt. Die Einsetzung einer Frau als wali amr ist also verboten (haram). Dies umfasst jeden Posten in der Herrschaft, sei es das Amt des Khalifah oder jeder andere Posten mit delegierter Befugnis zur Herrschaft. Denn der Gegenstand des Hadith ist die Einsetzung der Tochter des Chosroes als Königin, und er betrifft die Frage der Herrschaft selbst, nicht jedoch speziell die Tochter des Chosroes oder den Status einer Königin. Der Hadith ist außerdem nicht allgemein (‘am) gefasst, sodass er alles, was mit der Herrschaft zusammenhängt, umfasst; daher erfasst er nicht Positionen innerhalb der Justiz, im Schura-Rat, die Rechenschaftslegung gegenüber den Herrschern oder die Wahl des Herrschers. Vielmehr ist all dies für die Frau erlaubt, wie in den entsprechenden Abschnitten erläutert wird.
The fact that this came in the form of a request, which came in the form of reproaching those who appoint a woman to run their affairs by denying them success, implies a meaning (Qarinah) which indicates decisiveness. Thus, the forbiddance from appointing a woman as a ruler came here linked with a connotation that indicates the decisive forbiddance. So the appointment of a woman as wali amr is prohibited (haram). This includes any post in ruling, whether it is the position of Khalifah or any other post with delegated authority in ruling. This is because the subject of the hadith is the appointment of the daughter of Chosroes as a Queen, and is related to the issue of ruling itself but not specifically to Chosroes’s daughter or the status of a Queen. The Hadith is also not general (‘am) to cover everything related to ruling so it does not include positions within the judiciary, the shura council, accounting the rulers or the election of the ruler. Rather, all of this is allowed for the woman as will be explained in the relevant sections. .
3. Der Kalif muss volljährig sein.
3. The Khalifah must be mature. .
Es ist verboten, ein Kind zum Khalifen zu ernennen, bevor es mündig wird, was körperlich durch das Erreichen der Pubertät gekennzeichnet ist. Abu Dawud überliefert von ‘Ali Ibn Abi Talib, der sagte, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: .
It is forbidden to appoint a child as Khalifah before he becomes mature, which is physically marked by passing puberty. Abu Dawud narrated from ‘Ali Ibn Abi Talib who said that the Messenger of Allah (P.B.U.H) said: .
„Die Verantwortlichkeit ist von drei Personen aufgehoben: von dem Schlafenden, bis er erwacht, von dem Knaben (Heranwachsenden), bis er die Pubertät erreicht, und von dem Geistesgestörten, bis er seinen Verstand wiedererlangt.“ (Abu Dawud, Sunan, Nr. 4398).
“Accountability is lifted off three persons: The one who is asleep until he awakes, the boy (adolescent) until he reaches maturity and the deranged until he regains his mind.” (Abu Dawud, Sunan, #4398). .
Auch wird von ‘Ali (ra) überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte:
It has also been narrated from ‘Ali (ra) that Prophet (P.B.U.H) said: .
„Die Feder ist von drei Personen aufgehoben: von dem Geisteskranken, bis er seinen Verstand wiedererlangt, von dem Schlafenden, bis er erwacht, und von dem Heranwachsenden, bis er die Volljährigkeit erreicht.“
“The pen has been lifted off three persons: The deranged in his mind till he restores his mind, the one who sleeps till he wakes up and the adolescent till he reaches maturity.” .
Daher ist die Person, von der der Stift abgehoben wird, nicht für sich selbst verantwortlich, und sie ist für ihre Handlungen nach der Scharia nicht rechenschaftspflichtig. Deshalb ist es ihr verboten, Khalifah zu werden oder irgendein Amt der Autorität zu bekleiden, da sie nicht für ihre eigenen Handlungen verantwortlich ist. Ein Beleg ergibt sich auch aus dem, was Al-Bukhari überliefert hat: Abu Aqil Zahrah Ibn Ma’bad berichtete auf die Autorität seines Großvaters Abdullah Ibn Hisham hin, der zur Zeit des Gesandten Allahs ﷺ lebte, dass seine Mutter Zainab bint Hamid ihn zum Gesandten Allahs ﷺ brachte und sagte: „O Gesandter Allahs, nimm von ihm die Bay'ah.“ Daraufhin sagte der Gesandte Allahs ﷺ: „Er ist noch jung“, und er ﷺ strich über seinen Kopf und betete für ihn. [Bukhari, Sahih, Nr. 7210].
Therefore, the person from whom the pen is raised is not responsible for himself, and he is not accountable for his actions under the Shariah. Therefore it is prohibited for him to become Khalifah or to hold any post of authority for he is not responsible for his own actions. Evidence is also derived from what Al-Bukhari narrated from Abu Aqil Zahrah Ibn Ma’bad who reported on the authority of his grand-father Abdullah Ibn Hisham who lived during the time of the Messenger of Allah (P.B.U.H) , that his mother Zainab bint Hamid took him to the Messenger of Allah (P.B.U.H) and said: “O Messenger of Allah, take a bayah from him.” Upon this the Messenger of Allah (P.B.U.H) said: ‘He is young and He (P.B.U.H) wiped over his head and prayed for him.” [Bukhari, Sahih, #7210]..
Wenn daher der Bay'ah des kleinen Jungen nicht gültig ist und er nicht einmal einem Khalifah die Bay'ah leisten kann, kann er offensichtlich selbst nicht Khalifah werden.
Therefore, if the Bay’ah of the little boy is not valid, and he cannot even give Bayah to a Khalifah, he clearly cannot become Khalifah himself. .
4. Der Kalif muss bei klarem Verstand sein.
4. The Khalifah must be sane. .
Es ist unzulässig, einen Kalifen zu haben, der dem Wahnsinn verfallen ist, aufgrund des Hadithes des Gesandten Allahs ﷺ, der in Punkt 3 überliefert wird und besagt, dass die „Feder aufgehoben ist …“ für „… den Geistesgestörten, bis er seinen Verstand wiedererlangt.“
It is unlawful to have a Khalifah who has become insane due to the hadith from Allah’s Messenger (P.B.U.H) narrated in point 3 indicating that the “pen has been lifted...” from “... the deranged in his mind until he restores his mind.”.
5. Die Person, von der die Feder abgehoben ist, ist nicht verantwortlich, denn der Verstand ist erforderlich, damit eine Person für ihre Handlungen verantwortlich ist. Der Khalifah erlässt die Regeln und führt alle gesetzlichen Pflichten aus; daher ist es unzulässig, einen geisteskranken Khalifah zu haben, denn ein geisteskranker Mensch kann nicht einmal für seine eigenen Handlungen verantwortlich sein, und somit kann er erst recht nicht dafür verantwortlich sein, die Angelegenheiten der Menschen zu besorgen. Der Khalifah muss gerecht sein (ʿadl).
5. The person off whom the pen is raised is not accountable because the mind is required for a person to be responsible for his actions. The Khalifah enacts the rules and executes all the legal duties, it is therefore unlawful to have an insane Khalifah because an insane person cannot even be responsible for his own actions and hence by greater reasoning cannot be responsible to look after the affairs of the people. The Khalifah must be just (‘adl). .
Es wäre nicht richtig, dass der Khalifah ein „Fasiq“ ist. Rechtschaffenheit ist eine verpflichtende Bedingung für die Einsetzung des Khilafah und ist wichtig für dessen Fortbestand. Dies deshalb, weil Allah (P.B.U.H) vorgeschrieben hat, dass der Zeuge rechtschaffen sein muss. Er (S.W.T) sagt: .
It would not be right for the Khalifah to be a ‘Fasiq’. Integrity is an obligatory condition for contracting the Khilafah and is important for its continuity. This is because Allah (P.B.U.H) has stipulated that the witness must be just. He (S.W.T) says: .
„Und ruft zwei rechtschaffene Männer unter euch als Zeugen herbei“ - [TMQ; 65:2].
“And seek the witness of two just men from amongst you” - [TMQ; 65:2].
Wenn also der Zeuge gerecht sein muss, dann muss der Khalifah, der einen höheren Rang innehat und über den Zeugen selbst herrscht, erst recht gerecht sein. Denn wenn Gerechtigkeit für den Zeugen vorgeschrieben ist, muss ihr Vorhandensein im Khalifah umso mehr gegeben sein.
So if the witness must be just, then the Khalifah who holds a higher post and rules over the witness himself should, by greater reason, be just. For if justice was stipulated for the witness, its presence in the Khalifah must exist by greater reason..
6. Der Khalifah muss ein freier Mann sein.
6. The Khalifah must be a free man. .
Jeder Sklave steht unter der Autorität seines Herrn, und daher kann er nicht seine eigenen Angelegenheiten führen. Deshalb kann ihm auch nicht die Macht übertragen werden, die Angelegenheiten anderer Menschen zu führen und über sie zu herrschen. 7. Der Khalifah muss fähig sein, die Aufgabe des Khilafah auszuführen.
Any slave is under his master’s authority and so he cannot run his own affairs and therefore he cannot be given the power to run other people’s affairs and rule over them. 7. The Khalifah must be able to carry out the task of the Khilafah. .
Wer außerstande ist, die Aufgabe aus welchem Grund auch immer zu erfüllen, kann die Pflicht, die Angelegenheiten der Menschen gemäß dem Buch und der Sunnah zu führen, auf deren Grundlage er den Treueid (Bay'ah) geleistet hat, nicht ausüben. Das Gericht für unrechte Handlungen hat die verbindliche Befugnis festzustellen, ob ein Khalifah die Fähigkeit besitzt, seine Aufgabe zu erfüllen, und welche Arten von „Unfähigkeit“ bestehen können.
One who is unable to perform the job for whatever reason cannot perform the duty of running the people’s affairs by the Book and the Sunnah upon which he took the pledge of allegiance (Bayah). The Court of unjust acts has mandatory powers to determine whether a Khalifah has the ability to perform his job and the types of “inability” that may exist. .