3. Der Khalifah ist eingesetzt, um die Scharia umzusetzen. Daher ist es ihm verboten, bei der Regierung der Muslime auf etwas anderes als die Scharia zu verweisen. Dies liegt daran, dass die Scharia dies entschieden für unrechtmäßig erklärt hat, und zwar in dem Maße, dass der Glaube dessen gefährdet ist, der nach anderem als dem Islam regiert; und dies ist eine Angelegenheit, die entschiedene Konsequenzen trägt. Das bedeutet, dass der Khalifah bei seiner Übernahme der Regeln, d. h. beim Erlassen von Gesetzen, ausschließlich an die göttlichen Regeln gebunden ist. Wenn er ein Gesetz aus etwas anderem als der Scharia erlässt, begeht er einen Akt des Unglaubens, sofern er dies in der Überzeugung tut, und einen Akt des Ungehorsams, des Unrechts und der Auflehnung, sofern er nicht an dieses Gesetz glaubt.
Was den zweiten Punkt betrifft: Der Khalifah ist an die Regeln gebunden, die er übernimmt, und an die Methode der Ableitung, der er sich verpflichtet. Der Beweis dafür ist, dass die göttliche Regel, die der Khalifah ausführt, die göttliche Regel ist, die auf seinem Nacken liegt und nicht auf dem eines anderen. Mit anderen Worten ist es die göttliche (scharia-rechtliche) Regel, die er übernommen hat, um seine Angelegenheiten zu führen, und nicht irgendeine beliebige göttliche Regel. Das bedeutet: Wenn der Khalifah eine Regel ableitet oder einer Regel folgt, wird diese göttliche Regel zur Regel Allahs auf seinem Nacken. Er ist dann auch darin gebunden, diese Regel für alle Muslime zu übernehmen, und es ist ihm verboten, eine andere Regel zu übernehmen, denn eine andere Regel wäre nicht die Regel Allahs auf seinem Nacken und somit keine göttliche (scharia-rechtliche) Regel für ihn und folglich auch keine göttliche (scharia-rechtliche) Regel für die Muslime. Daher ist er in den Anordnungen, die er für die Untertanen erlässt, an die göttlichen (scharia-rechtlichen) Regeln gebunden, die er übernommen hat. Es ist ihm verboten, eine Anordnung zu erlassen, die dem widerspricht, was er an göttlichen (scharia-rechtlichen) Regeln übernommen hat. Würde er dies tun, wäre es, als erließe er eine Anordnung, die der göttlichen (scharia-rechtlichen) Regel zuwiderläuft; daher ist es ihm verboten, eine Anordnung zu erlassen, die dem widerspricht, was er an göttlichen (scharia-rechtlichen) Regeln übernimmt.
3. The Khalifah is appointed to implement the Sharia, therefore he is forbidden to refer to anything other than Sharia in ruling the Muslims. This is because Sharia has made this decisively unlawful, to the point where belief is compromised for anyone who rules by other than Islam, and this is a matter which carries decisive connotations. This means that the Khalifah is restricted in his adoption of the rules, i.e. in his enacting of laws, solely by the divine rules. If he enacts any law from other than Sharia, he would be committing an act of disbelief if he did so with conviction, and an act of disobedience, wrongdoing and rebellion if he did not believe in it. As for the second matter, the Khalifah is restricted to the rules that he adopts, and to the method of deduction he commits himself to. The evidence for this is that the divine rule that the Khalifah executes is the divine rule that is upon his neck and not on anybody else. In other words it is the divine (Shariah) rule that he adopted to conduct his affairs and not just any divine rule. This means that if the Khalifah extracted a rule or imitated in a rule, this divine rule would become Allah’s rule on his neck. He would be restricted also in adopting this rule for all the Muslims, and forbidden from adopting any other rule, for another rule would not be Allah’s rule upon his neck, and therefore it would not be a divine (Shariah) rule for him, and accordingly it would not be a divine (Shariah) rule for the Muslims. Therefore he is restricted in the orders which he decrees for the subjects by the divine (Shariah) rules that he has adopted. He is forbidden from issuing an order that conflicts with what he has adopted in terms of divine (Shariah) rules. In the case he did so, it would be as if he issued an order contrary to the divine (Shariah) rule, hence he is forbidden from issuing an order conflicting with what he adopts in terms of divine (Shariah) rules. .