I.6 Was kommt als Nächstes?
I.6 What Is Next?
Die Wirtschaftskrise, die Finanzkrise, die staatliche Übernahme privatwirtschaftlicher Unternehmen und der Zusammenbruch der virtuellen Wirtschaft machen das gesamte politisch-ökonomische Modell des freien Unternehmertums und des starken Individualismus zu einem gescheiterten. Es herrscht nahezu einhellige Übereinstimmung darüber, dass eine grundlegende Veränderung des gegenwärtigen politisch-ökonomischen Modells dringend nötig ist. Diese Veränderung zeigte sich in den Medien in verschiedenen Formen und Schlagworten. Eines dieser Schlagworte wurde Obamas Worten entlehnt, „remaking America“ (das Amerika neu gestalten), und es wurde auf den Titelseiten der New York Times, der Washington Post, USA Today, LA Times und vieler weiterer Zeitungen wiederholt127.
The economic meltdown, the financial crisis, the government takeover of privately owned enterprise, and the implosion of the virtual economy render the entire politico-economic model of free enterprise and rugged individualism a broken one. There is almost unanimous agreement that a fundamental change to the current politico-economic model is urgently needed. This change appeared in the media in various forms and slogans. One of these slogans was borrowed from Obama’s words, “remaking America,” which was repeated in the front pages of the New York Times, the Washington Post, USA Today, LA Times, and many more127.
Dieser Ton hat die Überzeugung widerlegt, dass der Kapitalismus in seiner reinsten Form der freien Marktwirtschaft der höchste und letzte Punkt der historischen wirtschaftlichen Entwicklung sei, eine Überzeugung, die mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Sozialismus im Jahr 1991 ihren Höhepunkt erreichte. Francis Fukuyama, der in seinem Buch „Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch“ die Überlegenheit des freien Marktes vertrat, widerrief diese Überzeugung im Jahr 2008, als er schrieb: „Der Fall von America, Inc.“. Der Artikel, der in der Ausgabe des Newsweek vom 4. Oktober 2008 erschien, erklärte, dass die gegenwärtige Version des Kapitalismus gescheitert sei; in Fukuyamas Worten: „Eine bestimmte Vision des Kapitalismus ist zusammengebrochen.“ Eine neue Vision ist erforderlich.
This tone has revoked the belief that capitalism in its purest free market form was the ultimate and highest point of historic economic evolution, a belief which climaxed as the Soviet brand of socialism collapsed in 1991. Francis Fukayama, who advocated the notion of free market superiority in his book End of History and the Last Man,33 revoked that belief in 2008 when he wrote, “The Fall of America, Inc.” The article which appeared in the Newsweek edition on October 4, 2008, declared that the current version of capitalism has failed; in Fukayama’s words, “a certain vision of capitalism has collapsed.” A new vision is required.
„Eine neue Form des Kapitalismus kann ein zerrüttetes Land wieder aufbauen“ ist der Titel eines weiteren Artikels, der am 22. Januar 2009 in der Tageszeitung Independent erschien, 127. Der Artikel schlägt eine neue Entwicklungsstufe des Kapitalismus vor, die als Modell für eine umfassendere Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatwirtschaft dienen könnte.
“A New Form of capitalism Can Remake Broken Country” is the title of another article which appeared in the Independent Daily newspaper on January 22, 2009,127. The article suggests a new evolution of capitalism that could serve as model for broader collaboration between government and private enterprise.
Die Bezeichnungen, die für eine neue Form des Kapitalismus vorgeschlagen wurden, zeigen, wie sehr das Bild des Kapitalismus in der Öffentlichkeit beschädigt worden ist. Eine der Veröffentlichungen128 führt folgende alternative Bezeichnungen für neue Formen des Kapitalismus an: „Blasenkapitalismus“, „Ponzi-Kapitalismus“, „Vetternwirtschaftskapitalismus“ und „Geonomic“. James Arthur Ray, Autor und Bestsellerautor der New York Times, verfasste „A New Form of Capitalism: Dealing with the Cause Versus the Effect“, das in den HuffPost Social News129 erschien. In diesem Artikel argumentiert James Arthur, dass Sozialismus und/oder Kommunismus keine tragfähige Alternative zum Kapitalismus sein können, weil der Sozialismus selbst gescheitert sei. Er schließt mit den Worten: „Ich behaupte, dass Kapitalismus die einzig tragfähige Option ist. Dennoch muss eine neue Art des Kapitalismus angenommen werden, eine Art, die ich Bewussten Kapitalismus nenne.“ Der bewusste Kapitalismus befasst sich mit dem moralischen Faktor hinter dem Scheitern des gegenwärtigen Kapitalismus des freien Marktes.
The names that have been suggested for a new form of capitalism show how the image of capitalism has been tarnished in the eyes of the public. One of the publications128 presents the following alternative names for new forms of capitalism: “Bubble Capitalism,” “Ponzi Capitalism,” “Crony Capitalism,” and “Geonomic James Arthur Ray, New York Times best-selling author, wrote “A New Form of Capitalism: Dealing with the Cause Versus the Effect,” which appeared in the HuffPost Social News129. In this article, James Arthur argues that socialism and/or communism cannot be a viable alternative to capitalism because socialism itself has failed. He concludes, saying, “I submit capitalism is the only viable option. Yet a new type of capitalism must be adopted, a type that I call Conscious Capitalism.” Conscious capitalism addressed the moral factor behind the failure of current free market capitalism.
Auf dem Jahrestreffen in Davos 2008 sprach Bill Gates über die Notwendigkeit einer neuen Form des Kapitalismus, die er „Creative Capitalism“ nannte130. Bill Gates erklärte, die Welt brauche heute mehr „Systeminnovation als technologische Innovation“. Kreativer Kapitalismus solle, so Bill Gates, die Produktivität nutzbar machen, die durch das Streben nach Eigeninteresse entsteht, und zugleich denjenigen zugutekommen, die keinen Zugang zu den Gewinnen haben. Im Kern fordert Bill Gates einen anderen Mechanismus der Vermögensverteilung als den Preismechanismus und die Kräfte des Marktes.
In the Davos Annual Meeting 2008, Bill Gates addressed the need for a new form of capitalism, which he called “Creative Capitalism”130. Bill Gates stated that the world today needs more “system innovation than technology innovation.” Creative capitalism, according to Bill Gates, should harness the productivity generated by the pursue of self-interest, while at the same time it benefits the ones who do not have access to the profit. In essence, Bill Gates calls for a mechanism for wealth distribution other than the price mechanism and the forces of the market.
Richard M. Ebeling, Präsident der Foundation for Economic Education, vertritt die Auffassung, dass es so etwas wie „Kapitalismus“ gar nicht gibt. Vielmehr gebe es verschiedene Arten des Kapitalismus, unter denen Regierungen und Gesellschaften wählen könnten131. Laut Ebeling werden die sozialistischen oder faschistischen Spielarten des Kapitalismus nur deshalb verworfen, weil mit diesen Begriffen sprachliche und ideologische Assoziationen verbunden sind.
Richard M. Ebeling, president of the Foundation for Economic Education, argues that there is no such thing as “capitalism.” Rather there are different types of capitalism from which governments and societies may choose131. According to Ebeling, the socialist or fascist brands of capitalism are dismissed only because of the linguistic and ideological connotation associated with these words.
Das eigentliche Problem besteht nicht darin, wie man den Kapitalismus umbenennt. Wäre das das Problem, ließe sich ein weltweiter Wettbewerb mit einem schönen Preis ausloben, bei dem man aus einer breiten Auswahl an Namen wählen oder einen völlig neuen Namen erfinden könnte. Um einige der Bezeichnungen aufzuzählen, die in verschiedenen Publikationen schon kursierten, hier eine kurze Liste: Liberaler Kapitalismus, Sozialer Kapitalismus, Faschistischer Kapitalismus, Nationaler Kapitalismus, Kreativer Kapitalismus, Kollektiver Kapitalismus, Konkurrierender Kapitalismus, Bewusster Kapitalismus, Blasen-Kapitalismus, Ponzi-Kapitalismus, Vetternwirtschafts-Kapitalismus, Geonomischer Kapitalismus und Wie-auch-immer-Kapitalismus.
The real issue here is not how to rename capitalism. If this was the issue, a world contest could be organized with a nice prize to choose from a wide range of names or to come up with a totally new name. To list a few of the names that have been tossed around in one or another publications, here is a short list: Liberal Capitalism, Social Capitalism, Fascist Capitalism, National Capitalism, Creative Capitalism, Collective Capitalism, Competing Capitalism, Conscious Capitalism, Bubble Capitalism, Ponzi Capitalism, Crony Capitalism, Geonomic Capitalism, and What-Have-You capitalism.
Die Diskussionen über die Spielart des Kapitalismus, die Zukunft des Kapitalismus, die Umbenennung des Kapitalismus, die Entwicklung des Kapitalismus und das Scheitern des Kapitalismus zeigen drei grundlegende Faktoren auf, die bei einer Neuordnung des Wirtschaftssystems berücksichtigt werden müssen. Der erste und wichtigste betrifft den moralischen Aspekt des Systems. Nahezu einhellig wird anerkannt, dass dem Zusammenbruch des politisch-ökonomischen Modells des freien Marktes ein Zerfall des moralischen Gefüges vorausging, das es trug. In Anerkennung dieses Faktors schlug James Arthur das vor, was er „bewussten Kapitalismus“ nannte. Das neue System, unabhängig davon, wie man es nennt, Kapitalismus.“.
The discussions on the brand of capitalism, the future of capitalism, the renaming of capitalism, the evolution of capitalism, and the failure of capitalism reveal three major fundamental factors which must be taken into consideration when considering a restructuring of the economic system. The first and foremost has to do with the moral aspect of the system. It is almost unanimously agreed across the board that the collapse of the free market politico-economic model was preceded by a collapse of the moral structure that supports it. Recognizing this factor, James Arthur proposed what he called the “Conscious Capitalism.” The new system, no matter Capitalism.”.
Welcher Name es trägt, muss ein moralisches Modell einschließen. Das moralische Modell muss eng mit dem System verbunden und untrennbar von ihm sein. Das moralische Modell darf keine Option und kein zusätzlicher Mehrwert sein; es muss ein integraler Bestandteil des Systems sein.
what name it bears, must incorporate a moral model. The moral model must be tightly coupled with and inseparable from the system. The moral model cannot be an option, or an extra added value; it has to be an integral part of the system.
Der zweite Faktor betrifft die Verteilung des Reichtums, sodass die am wenigsten Begünstigten und Ärmsten einer Gesellschaft die Möglichkeit haben, von den großen Gewinnen zu profitieren, die durch das Streben nach Eigeninteresse entstehen. Es ist schlicht inakzeptabel, in einer Welt zu leben, in der sich das angehäufte Vermögen auf über 100 Billionen Dollar beläuft, während 20 % ihrer Bevölkerung (mehr als eine Milliarde Menschen) von weniger als einem Dollar am Tag leben. Das neue System muss, unabhängig von seiner Bezeichnung, einen Verteilungsmechanismus enthalten, der der Tatsache Rechnung trägt, dass der erwirtschaftete Reichtum aus allen möglichen Gründen einen Teil der Bevölkerung nicht erreichen kann. Der Verteilungsmechanismus muss ein integraler Bestandteil des Systems sein und darf keine Option sein, die Politiker je nach lokalen oder weltweiten Gegebenheiten hinzufügen oder entfernen können. Der Verteilungsmechanismus muss so eindeutig formuliert sein, dass das Justiz- und das politische System ihn mit der Macht des Gesetzes durchsetzen können.
The second factor has to do with wealth distribution such that the least privileged and the poorest in a society may have the chance to benefit from the large sums of profits generated by the power of self-interest pursuit. It is simply unacceptable to live in a world with accumulative wealth exceeding $100 trillion and 20% of its population (more than one billion) lives under $1 a day. The new system, no matter what name it bears, must incorporate a distribution mechanism which recognizes the fact that the produced wealth may not reach a segment of the population for all types of reasons. The distribution mechanism must be an integral part of the system and not an option that can be added or removed by politicians based on local or world conditions. The distribution mechanism must be explicit to the extent that the judicial system and political system can enforce it with the power of law.
Der dritte Faktor betrifft die Notwendigkeit, dass staatliches und öffentliches Eigentum neben privatem Eigentum bestehen. Diese Notwendigkeit wurde von zahlreichen Wirtschaftswissenschaftlern und Politikern anerkannt und war als keynesianische Spielart des Kapitalismus bekannt (in Bezug auf John Maynard Keynes aus Großbritannien). Keynes vertrat die Auffassung, dass die Regierung eingreifen muss, um den Markt zu stabilisieren. Diese Notwendigkeit wurde durch die jüngsten Praktiken in den Vereinigten Staaten und zahlreichen anderen europäischen Ländern weiter bekräftigt, wo Regierungen den Erwerb von Eigentumsanteilen an Banken, Versicherungsgesellschaften, Automobilindustrien und anderen Unternehmen vorantrieben.
The third factor has to do with the need for state and public ownership to coexist with private ownership. This necessity has been recognized by scores of economists and politicians and had been known as Keynesian brand of capitalism (in reference to John Maynard Keynes of Great Britain). Keynes argued that the government must intervene to stabilize the market. This necessity has been further asserted through the most recent practices in the United States and score of other European countries, where governments moved to acquire the ownerships of banks, insurance companies, auto industries, and others.
Aber Staatseigentum kann nicht nach dem Bedarfsprinzip und unter dem Schlagwort „too big to fail“ angewandt werden. Staatseigentum sollte grundlegender definiert werden: Es sollte ein integraler Bestandteil des Systems sein, das den Umfang des Privateigentums, des Staatseigentums und des öffentlichen Gemeineigentums festlegt. Wer was besitzt, sollte nicht den politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten überlassen werden, diktiert zu werden. Es sollte nicht so lange offenbleiben, bis die Krise zuschlägt und Politiker zwingt, zu entscheiden, welches Eigentum sie übernehmen und welches sie auflösen. „Too big to fail“ ist als Prinzip zu vage, um angewandt zu werden.
But state ownership cannot be applied on a need only basis and under the slogan of “too big to fail.” State ownership should be more fundamentally defined; it should be an integral part of the system which defines the scope of private ownership, the state ownership, and the public common ownership. Who owns what should not be left to the political and economic conditions to dictate. It should not be left until crisis hit home and then force politicians to decide on which property to own and which property to dissolve. “Too big to fail” is too vague of a principle to apply.
Die US-Regierung ging dazu über, unter dem Prinzip „too big to fail“ einen bedeutenden Anteil an General Motors, Chrysler, Freddie Mac, Fannie Mae und Bear Stearns zu übernehmen. Nun besitzt die Regierung eine überwältigende Macht, darüber zu entscheiden, welche Autos produziert werden und welche Hypotheken für Hauskäufer verfügbar sind. Würde die Regierung auch einen Teil von Wal-Mart übernehmen, falls das Unternehmen einmal in Schwierigkeiten gerät und als „too big to fail“ gilt? Und würde die Regierung bestimmen, welche Art von Kleidung die Menschen tragen? So verfuhr die Sowjetunion während der sozialistischen Ära. Es ist richtig, dass Staatseigentum Teil des Wirtschaftssystems sein sollte, doch es muss auf der Grundlage integraler Prinzipien des Systems klar definiert sein. Es darf keine Option oder ein zusätzlicher Wert des Systems sein. Staats- und öffentliches Eigentum sollte durch das Gesetz in gleicher Weise geschützt sein wie Privateigentum. Privateigentum darf niemals in Staats- oder öffentliches Eigentum überführt werden; ebenso darf Staats- und öffentliches Eigentum niemals Gegenstand der Privatisierung sein. Die Grenzen und Schranken eines jeden müssen vom System klar festgelegt werden und dürfen nicht den Umständen und Politikern überlassen bleiben.
The US government moved to own a significant portion of General Motors, Chrysler, Freddie Mac, Fannie Mae, and Bear Stearns using the principle of “too big to fail.” Now the government has an overwhelming power of deciding what cars will be produced and what mortgages will be available for home buyers. Would the government move to own part of Wal-Mart if it ever experiences hardship and be deemed as too big to fail? And the government would decide on what type of clothes the people would wear? This is how the Soviet Union operated during the socialist era. It is true that state property should be part of the economic system, but it should be well defined based on integral principals of the system. It cannot be an option or an added value to the system. State and public property should be protected by law in the same manner private property is protected. Private property should never be transferred into state or public property; by the same token, state and public property should never be subject for privatization. The limits and boundaries of each must be clearly defined by the system and not left for the conditions and politicians to set these limits.
Diese drei Faktoren – das moralische Modell, der Mechanismus der Vermögensverteilung und die Grenzen des Eigentumsrechts – bilden den Kern der Krise innerhalb des Kapitalismus. Die Lösung dieser Krise besteht nicht einfach darin, den Kapitalismus umzubenennen. Ebenso wenig lässt sich eine Lösung dadurch erreichen, dass das System durch einige Modifikationen ergänzt wird. Wenn die drei Faktoren in das System integriert werden, würden sich die Grundlagen des Kapitalismus so grundlegend verändern, dass künftige Generationen den Kapitalismus gar nicht mehr wiedererkennen würden. Grundlegende Veränderungen der Prinzipien eines Systems sind keine Frage der Evolution.
These three factors: the moral model, the wealth distribution mechanism, and the property ownership boundary limits, are the essence of the crisis within capitalism. The solution to this crisis is not simply a renaming of capitalism. Neither can a solution be obtained by augmenting the system with some modifications. When the three factors are integrated into the system, the fundamentals of capitalism would have changed in a manner that the future generations would not recognize capitalism at all. Fundamental changes to the principals of a system are not a matter of evolution.
Als die Sozialisten schließlich erkannten, dass dem Sozialismus gravierende Mängel innewohnten, beschlossen sie, weiterzuziehen; sie ersetzten das System vollständig. Es hatte keinen Sinn, es zu flicken, neue Merkmale hinzuzufügen oder es zu einem kapitalistischen Sozialismus, liberalen Sozialismus, modernen Sozialismus, Nationalsozialismus, bewussten Sozialismus, kreativen Sozialismus oder welchen Sozialismus auch immer weiterzuentwickeln. Die Perestroika Gorbatschows schaffte den Sozialismus vollständig ab. Die Alternative für die Russen damals war der Kapitalismus. Sie wandten sich mit voller Kraft dem Kapitalismus zu.
When the socialists finally realized that there were major defects within socialism, they decided to move on; they replaced the system altogether. There was no sense in mending it, adding new features, or evolving it into a capitalist socialism, liberal socialism, modern socialism, national socialism, conscious socialism, creative socialism, or what-have-you socialism. The perestroika of Gorbachev abolished socialism altogether. The alternative for the Russians at the time was capitalism. They moved to capitalism with full force.
Was ist heute die Alternative zum Kapitalismus? Sozialismus ist natürlich keine Option. Der Sozialismus ist gescheitert, nachdem er über mehr als siebzig Jahre erprobt wurde. Im nächsten Teil dieses Buches werde ich argumentieren, dass der Islam eine tragfähige Alternative bietet. Er bietet ein System, das eine klar definierte Eigentumsordnung mit einer eindeutigen Unterscheidung zwischen Privateigentum, Staatseigentum und öffentlichem Eigentum integriert; er enthält einen Mechanismus zur Vermögensverteilung, der Armut beseitigt und zugleich Produktivität und Vermögensbildung steigert; und er stellt ein fundiertes und praxisnahes moralisches Modell bereit.
What is the alternative to capitalism today? Of course socialism is not an option. Socialism failed after it has been tested for more than seventy years. In the next part of this book, I argue that Islam provides a viable alternative. It provides a system that integrates a well-defined property ownership with clear distinction between private, state, and public; it incorporates a wealth distribution mechanism which eliminates poverty while it boosts productivity and wealth generation, and it provides a sound and practical moral model.
Meine Argumentation in diesem Buch lautet, dass der Islam ein umfassendes Bild des politisch-wirtschaftlichen Modells bietet. Er behandelt die grundlegenden Prinzipien, auf denen jedes Wirtschaftssystem beruhen muss. Er legt systematisch das Konzept des Eigentums dar; er regelt systematisch die Verteilung des Reichtums, sodass Reichtum nicht ausschließlich in Richtung der Reichen fließt; .
My argument in this book is that Islam provides a comprehensive view of the politico-economic model. It addresses the basic principles upon which any economic system must stand. It systematically details the concept of property ownership; it systematic ally addresses the wealth distribution such that wealth does not flow in the direction of the rich only; .
Sie bietet eine moralische Grundlage, die systematisch die Beseitigung von Gier und Selbstsucht aus dem Prozess von Produktion und Konsum fordert.
it provides a moral foundation which systematically calls for the removal of greed and selfishness from the process of production and consumption.
Die Darstellung des islamischen Modells in diesem Buch soll die Diskussion und Analyse der Wirtschaftssysteme von dem derzeitigen dualen Charakter (Kapitalismus und Sozialismus) auf einen triadischen Charakter (Kapitalismus, Sozialismus und Islam) erweitern. Mein Ziel ist es nicht, den Leser mit den Einzelheiten des islamischen Systems zu überzeugen. Das Hauptziel besteht jedoch darin, zu dem Schluss zu kommen, dass es noch ein weiteres System in der Welt gibt, das in der Lage ist, die Angelegenheiten der Menschen zu ordnen, die finanziellen und wirtschaftlichen Transaktionen zu steuern und die Beziehungen zwischen den Menschen zu gestalten. Dieses System ist das islamische System. Nachdem ich dieses System im nächsten Teil (Teil 2) vorgestellt habe, werde ich in Teil 3 zu der brennenden Frage übergehen, die den nichtmuslimischen Leser immer wieder beschäftigt: Ist der Islam eine Bedrohung für die Weltgemeinschaft oder ein Gewinn?
The presentation of the Islamic model in this book is meant to broaden the discussion and analysis of economic systems from the current dual character (capitalism and socialism) to a tri-character (capitalism, socialism, and Islam). My objective is not to persuade the reader with the details of the Islamic system. The main objective, however, is to conclude that yet there is one more system in the world capable of organizing the affairs of people, managing the financial and economic transactions, and conducting the relations between people. This system is the Islamic system. After introducing this system in the next part (part 2), I will then move to part 3 to address the ever-burning question to the non-Muslim reader: is Islam a threat to the world community or a benefit?