Um das Jahr 610 n. Chr. begann der Prophet Muhammad ﷺ, von Allah, dem Schöpfer Gott, Offenbarung in Form des Qur'an zu empfangen. Muhammad ﷺ lebte in Mekka. Mekka war berühmt dafür, die Heilige Moschee zu beherbergen, die um den Ort namens Ka'aba errichtet wurde. Es wird geglaubt, dass die Heilige Moschee von Prophet Ibrahim und seinem Sohn Ismail erbaut wurde. Die Religion, die Ibrahim in Mekka und Umgebung verbreitete, predigte die Einheit Gottes und die höchsten Werte, die in den späteren Religionen Judentum, Christentum und Islam weitergeführt wurden. Mit der Zeit gelang es den Arabern in Mekka und Umgebung, die Religion Ibrahims zu verfälschen und eine polytheistische Religion mit mehreren Göttern einzuführen. Die Araber in Mekka und Arabien gewöhnten sich daran, steinerne Götzenbilder als materielle Repräsentanten der Götter zu verehren. Da die Ka'aba von den Arabern der Gegend als heiliger Ort betrachtet wurde, sicherten sich die Stämme Mekkas die Stellung als Gastgeber und Hüter aller Götter, die von den Arabern in Mekka und anderswo verehrt wurden. Diese Stellung verschaffte den Quraisch, dem Hauptstamm Mekkas, einen besonderen Status und Ansehen und brachte ihnen den Titel der Hüter des heiligen Ortes (Al-Haram) ein. Neben Prestige, Ehre und Status war es den Quraisch auch möglich, aus ihrer Stellung als Hüter von Al-Haram finanziell und wirtschaftlich Gewinn zu ziehen. Der Qur'an erinnerte die Quraisch später in einer Sure namens „Quraisch“ an diese besondere Stellung.9
Around the year 610 CE, Prophet Mohammad (PBUH) began to receive Quran in the form of revelation from Allah, god the Creator.8 Mohammad was living in Mecca. Mecca was famous for hosting the Sacred Mosque built around the place called the Ka’aba. The Sacred Mosque is believed to have been built by Prophet Ibraheem and his son Ismail. The religion propagated by Ibraheem in Mecca and its surrounding preached the oneness of god and the supreme values which were carried out by subsequent religions of Judaism, Christianity, and Islam. Over time, the Arabs in Mecca and its surrounding managed to distort the religion of Ibraheem and introduce polytheistic religion with multiple gods. The Arabs in Mecca and Arabia grew accustomed to worshiping stone idols as material representatives of Gods. Since the Ka’aba was considered a holy place by Arabs in the area, the tribes of Mecca worked out their way to become the hosts and custodians of all gods worshiped by Arabs in Mecca and elsewhere. This status has secured for Quraish, the main tribe of Mecca, a special status and prestige, and won them the title of the custodians of the holy place (Al-Haram). Besides the prestige, honor, and status, Quraish was in a position to gain financially and economically from their position as custodians of Al-Haram. The Quran later reminded Quraish of this special status in a Surah named “Quraish.”9
Vor der Verkündung des Islam durch den Propheten Mohammad ﷺ war die Religion in Mekka auf Traditionen, mythische Geschichten und Vorstellungen von Gott reduziert. Die Rolle Gottes als Quelle der Gesetzgebung und der Gebote wurde einflussreichen und wohlhabenden Anführern in Mekka übertragen.10, 11 Schließlich wurden die höchsten Werte der Religion Ibrahīms in Mekka und in den arabischen Gemeinschaften außer Kraft gesetzt. Das heiligste Ritual der alten Religion war das Umkreisen der Ka'ba in der Erwartung der Barmherzigkeit und Vergebung Gottes. Unter dem Einfluss der Quraisch verwandelten die Araber diese Praxis in etwas Absurdes, indem sie zuließen, dass das Umkreisen von nackten Männern und Frauen vollzogen wurde.12 Diese Praxis wurde offiziell und praktisch nach der Eroberung Mekkas durch den Propheten Mohammad ﷺ zwanzig Jahre nach der Offenbarung des Islam abgeschafft.
Before the declaration of Islam by Prophet Mohammad, the religion in Mecca was reduced to traditions and mythical stories and representations of god. The role of god as a source of legislation and commands was bestowed upon the influential and wealthy leaders in Mecca.10, 11 Eventually, the supreme values of the religion of Ibraheem were brought to null in Mecca and the Arab communities. The most sacred ritual of the old religion was the circulation around the Ka’aba in anticipation of god’s mercy and forgiveness. The Arabs under the influence of Quraish evolved that practice into a bizarre when they allowed the circulation to be conducted by nude men and women.12 This practice was officially and practically aborted after the conquest of Mecca by Prophet Mohammad twenty years after the revelation of Islam.
Die Sklaverei in Mekka und im übrigen arabischen Land war eine Praxis, die es den Reichen und Mächtigen ermöglichte, die Schwachen und Armen zu versklaven. Mit der Sklaverei ging männliche und weibliche Prostitution einher. Den reichen und mächtigen Männern war es erlaubt, mit den Ehefrauen der weniger Begüterten zu schlafen, um die Nachkommen zu verbessern. Zu den üblen Praktiken Mekkas gehörte das Geldverleihen gegen einen Zinssatz von Wucher. Konnte der Schuldner die Zinsen nicht zahlen, hatte der Gläubiger das Recht, den Schuldner oder ein Mitglied seiner Familie zu versklaven.
Slavery in Mecca and the rest of the Arab land was a practice, which enabled the rich and powerful to enslave the weak and poor. Slavery was coupled with male and female prostitution. The rich and powerful men were allowed to sleep with the wives of the less fortunate in order to improve their offsprings. The ill practices of Mecca included money lending for a percentage of usury. In case the indebted fails to pay the interest, the creditor had the right to enslave the indebted or any member of his family.
Das waren einige der Bedingungen, die herrschten, als Mohammad ﷺ als Prophet bestimmt wurde. Die Denkweise der Araber war so sehr von Korruption, Mythologie, Missbrauch, Unterdrückung, Unordnung, Diskriminierung, selbsternannter Überlegenheit und vielem mehr geprägt, dass sie sich tief eingegraben hatte. Diese Denkweise erforderte einen umfassenden Wandel, bevor sich irgendetwas vor Ort verändern konnte. Das Umgestalten dieses Umfelds und das Schaffen eines neuen Systems, das das korrupte in Arabien ersetzt, hätte ohne ein starkes neues Fundament nicht gelingen können.
Those were some of the conditions which prevailed at the time when Mohammad was designated as a prophet. The mind-set of the Arabs had become so engraved with corruption, mythology, abuse, oppression, disorder, discrimination, self-proclaimed supremacy, and much more. The mind-set required a comprehensive change before any change on the ground could take place. Changing this environment and creating a new system to replace the corrupted one in Arabia could not have succeeded without a strong new foundation.
Dreizehn Jahre lang nach ihrem Beginn konzentrierte sich die Botschaft des Islam, wie sie im Koran offenbart und von Muhammad ﷺ gelebt wurde, ausschließlich auf ein intellektuelles Fundament, das auf die Schaffung einer neuen Denkweise abzielte. Dies wurde als notwendig erachtet, um ein Umfeld für Veränderung zu schaffen sowie eine Grundlage, auf der die Systeme des Islam aufgebaut werden konnten.
For thirteen years after its initiation, the message of Islam as revealed in the Quran and practiced by Mohammad focused entirely on an intellectual foundation aimed at creating a new mind-set. This was deemed necessary to create an environment for change as well as to create a base upon which the systems of Islam could be built.
In dieser Zeit beantwortete der Islam eine Vielzahl grundlegender Fragen, etwa: Wer ist Gott? Gibt es einen Gott? Welchen Zweck hat der Glaube an einen Gott? Wer könnte eine Botschaft von Gott überbringen? Welche Auswirkungen hat der Glaube an einen Gott auf die Gesellschaft und auf den Einzelnen? Welche Beziehung besteht, falls überhaupt, zwischen den Menschen und Gott? Obwohl die Fragen einfach und harmlos erschienen, erkannten die Oberhäupter von Mekka, dass die Antworten auf diese Fragen ihre Führungsrolle untergraben, ihren Einfluss schmälern und ihren Interessen zuwiderlaufen könnten.
During this period, Islam addressed a myriad of fundamental questions, such as who is god? Is there a god? What is the purpose of believing in a god? Who could carry a message from god? What is the impact of believing in a god on society and the individuals? What is the relationship, if any, between people and god? Although the questions seemed simple and innocent, the elites of Mecca understood that the answers to these questions could undermine their leadership, reduce their influence, and collide with their interests.
Die erste Offenbarung, die der Prophet Mohammad ﷺ empfing, war eine Sure (Kapitel) namens Iqra'a (Lies). Sie begann mit den Worten: „Lies im Namen deines Herrn, der alles erschaffen hat; Er erschuf den Menschen ...“13 Zum ersten Mal in Mekka, seit die Religion Ibrahims aufgegeben worden war, wurde der Begriff des Herrn dem Schöpfer zugeschrieben. Diese Vorstellung fand bei den Häuptlingen von Mekka wenig Anklang, die sich in ihrer Eigenschaft als Hüter der heiligen Moschee selbst die Stellung eines Herrn anmaßten. Es ist kein Zufall, dass dieselbe Sure mit einer Erklärung der Auflehnung gegen die Häuptlinge von Mekka endet: „Nein; du sollst ihm nicht gehorchen (dem Häuptling); wirf dich vielmehr vor Allah nieder und nähere dich Ihm.“ Diese Erklärung wurde heftig 14
The first revelation ever to be received by Prophet Mohammad was a Surah (chapter) called Iqra’a (Read). It started with the following words: “Read in the name of your Lord; the one who created all the creation; He created man . . .”13 For the first time in Mecca since the dismissal of the religion of Ibraheem, the notion of lord was attributed to the Creator. This notion did not resonate well with the chiefs of Mecca, who assumed the position of lord in their capacity as custodians of the sacred holy mosque. It is not coincidence that the same Surah ended with a declaration of disobedience to the chieftains of Mecca “Nay; you are not to obey him (the Chieftain); instead prostrate to Allah and come nearer to Him.” This declaration was vigorously 14
bestätigt im Islam in dem Maße, dass sie den ersten Schritt darstellte, in die neue Religion einzutreten. Die Bekundung des Islam durch jeden Einzelnen beginnt mit der Aussage „Es gibt keinen Gott außer Allah.“ Im Kern verneint diese Bekundung alle Formen von Göttern, die in Mekka zahlreich waren, und bestätigt allein Gott, den Schöpfer, Allah.
confirmed in Islam to the extent that it constituted the first step to enter into the new religion. The declaration of Islam by any individual begins with the statement “There shall be no god except Allah.” In essence, this declaration negates all forms of gods, which were numerous in Mecca, and confirms only god the creator, Allah.
Der Koran schuf im Lauf der nacheinander folgenden Offenbarungen eine Grundlage, auf der alle Fragen rund um Gott erörtert werden konnten. Dies lässt sich in zahlreichen Versen und an vielen Stellen nachweisen. Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, auf die Argumente, Debatten und Diskussionen, die der Koran und Muhammad ﷺ vorbrachten, im Einzelnen einzugehen. Dennoch werde ich einige Beispiele anführen, um die Bedeutung des geistigen Fundaments in der islamischen Kultur zu veranschaulichen.
The Quran through subsequent revelations created a platform to debate all issues related to god. This can be traced in many verses and places. It is beyond the scope of this book to go into great details into the arguments, debates, and discussion brought forward by the Quran and Mohammad. However, I will provide some examples to demonstrate the significance of the intellectual foundation in the Islamic culture.
In einer Abfolge von Versen der Sure At-Tur (Kapitel 52), die in Mekka vor der Auswanderung in den Staat in Medina offenbart wurde, ruft der Koran die folgende Auseinandersetzung mit den Polytheisten von Mekka auf, um ihr Nachdenken anzuregen:
In a sequence of verses in Surah Al-Toor (chapter 52), which was revealed in Mecca before the migration to the state in Medina, the Quran invokes the following debate with the polytheists of Mecca in an attempt to provoke their thoughts:
Wurden sie aus dem Nichts erschaffen, oder waren sie selbst die Schöpfer?
Were they created of nothing, or were they themselves the creators?
Oder haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein, sie sind nicht überzeugt davon. Oder sind die Schätze deines Herrn bei ihnen, oder sind sie die Lenker der Angelegenheiten der Welt? Oder haben sie eine Leiter, auf der sie zum Himmel emporsteigen und dessen Geheimnisse belauschen können? Dann soll der Lauscher einen deutlichen Beweis vorlegen … Oder haben sie einen anderen Gott als Allah? (52:
Or did they create the heavens and the earth? Nay, they have no firm belief of that. Or are the Treasures of thy Lord with them, or are they the managers of world affairs? Or have they a ladder, by which they can climb up to heaven and listen to its secrets? Then let such a listener produce a manifest proof . . . Or have they a God other than Allah? (52:
Gelegentlich lieferte der Koran ein Argument für die Richtigkeit und Stichhaltigkeit der Gedanken, die er darlegt. Hier ist ein Beispiel aus Surah Al-Mu'minun (Kapitel 23):
Occasionally, the Quran provided an argument for the correctness and soundness of the ideas it presents. Here is an example from Surah Al-Mumenun (chapter 23):
Allah hat keinen Sohn gezeugt, und es gibt auch keinen Gott neben Ihm. Gäbe es andere Götter neben Allah, so hätte jeder Gott das für sich genommen, was er erschaffen hat, und einige hätten sich über die anderen erhoben (23:91).
No son did Allah beget, nor is there any God along with Him: if there were many Gods other than Allah, then each God would have taken away what he had created, and some would have lorded it over others (23:91).
Neben dem Konzept des einen und einzigen Gottes förderte der Islam bestimmte Vorstellungen, um eine Gesellschaft mit einem besonderen Charakter zu schaffen. Eine dieser Vorstellungen betrifft Besitz und Eigentum. Der Islam vertrat die Auffassung, dass aller Reichtum und alle Ressourcen der Welt ursprünglich Allah gehören. Und es ist Allah, der den Menschen ermöglicht, während ihres Aufenthalts auf dieser Erde einen Teil dieses Reichtums zu erwerben. Ist diese Überzeugung einmal verankert, wird es weitaus leichter, von den Reichen zu verlangen, einen Teil ihres Vermögens mit den Ärmeren zu teilen. Der Gedanke dahinter ist, dass derjenige, der mehr Reichtum erwirbt als andere, auch eine größere Verantwortung hat, einen Teil dieses Reichtums an die weniger Begünstigten umzuverteilen.
Along with the concept of one and only one god, Islam promoted certain concepts to help create a society with particular character. One of these concepts has to do with wealth and ownership. Islam promoted the idea that all wealth and resources in the world belong to Allah in the first place. And it is Allah who enables people to acquire part of this wealth while they are living on this earth. Once this belief is established, it becomes much easier to request the rich to share part of their wealth with the poorer ones. The idea here is that the one who acquires more wealth than others has more responsibility in terms of redistributing part of the wealth to the less-fortunate ones.
Dieses Konzept wird im Koran am besten an der Geschichte von Qarun veranschaulicht, einem reichen Mann und Anhänger des Propheten Moses (Friede sei mit ihm).15 Der Bericht besagt, dass „Qarun zu dem Volk des Moses gehörte“ und so reich war, dass die Schlüssel zu den Schatzkammern seines Reichtums selbst für kräftige Männer zu schwer zu tragen waren. Seine Mitmenschen forderten ihn auf, einen Teil seines Vermögens zur Unterstützung der Armen und Bedürftigen aufzuwenden. Qarun lehnte ab und behauptete, er habe seinen Reichtum durch sein eigenes Wissen und Können erworben. Seine Mitmenschen erinnerten ihn daran, dass Gott aufgrund von Habgier und Hochmut den Reichtum jener Menschen vernichtet habe, die „ihm an Kraft überlegen und an angehäuftem Vermögen größer waren“. Qarun ignorierte die Warnungen und stolzierte mit großem Stolz und Hochmut vor allen Menschen einher. Bald darauf „ließ Gott die Erde ihn und sein Vermögen verschlingen“. Die Geschichte von Qarun zielt darauf ab, die Vorstellung zu vermitteln, dass Menschen, die großen Reichtum erlangen, daran denken sollten, dass die Quelle ihres Reichtums Gott ist, und dass sie offen dafür sein sollten, einen Teil dieses Vermögens für Bedürftige einzusetzen. Dieses Konzept wird sich als nützlich erweisen, wenn die Gesellschaft nach islamischen Grundsätzen reformiert wird.
This concept is best illustrated in the Quran through the story of Qarun, a wealthy man and a follower of Prophet Moses (PBUH).15 The story reports that “Qarun was one of the people of Moses” and he was so rich that the keys of the treasures of his wealth were too heavy to be lifted by strong men. His fellow men requested of him to spend part of his wealth to help the poor and the needy. Qarun refused and claimed that he acquired wealth using his own knowledge and skills. His fellow men reminded him that because of greed and arrogance, god had destroyed the wealth of people who “were superior to him in strength and greater in the amount of wealth they had collected.” Qarun ignored the warnings and paraded with great pride and arrogance in front of all people. Soon after, god “caused the earth to swallow up him and his wealth.” The story of Qarun aims at creating the notion that individuals who end up with great wealth should remember that the source of their wealth is god, and they should be open enough to the concept of spending part of this wealth on the needy ones. This concept will become handy when the society is reformed according to the Islamic principles.
Der Koran und der Prophet Mohammad ﷺ übten scharfe Kritik an einigen Praktiken der Gesellschaft von Mekka und entwickelten zugleich neue Konzepte und Ideen. In Sure Al-Mutaffifin (Kapitel 83) verurteilt der Koran jene, die betrügerische Geschäfte betreiben und unterschiedliche Waagen benutzen, eine für den Verkauf und eine für den Einkauf. Beim Einkauf verwenden sie eine Waage, mit der sie mehr Waren erhalten, als sie bezahlt haben; beim Verkauf benutzen sie eine andere Waage, mit der sie weniger Ware abgeben, als der bezahlte Preis verlangt. Diese Praxis war zur Zeit der Entstehung des Islam in Mekka weit verbreitet.
The Quran and Prophet Mohammad provided serious critique of some of the practices of the society of Mecca, while building new concepts and ideas. In Surah Al-Mutafifeen (chapter 83), the Quran condemns those who deal in fraud and use different scales, one for sale and one for purchase. At the time of purchase, they use a scale that allows them to receive more goods than they paid for; at the time of sale, they use another scale which allows them to give fewer goods than the price paid for the goods. This practice was common in Mecca at the time when Islam was launched.
Eine deutlichere Kritik findet sich in der Sure Al-Fadschr (Kapitel 89), in der darauf hingewiesen wird, dass die Reichen in Mekka kein Erbarmen mit den Waisen hatten, kein Mitgefühl für die Armen und Bedürftigen zeigten und voller Habgier und übermäßiger Liebe zur Anhäufung von Reichtum waren. Auch die Praxis des Zinswuchers wurde scharf verurteilt. In der Sure Ar-Rum (Kapitel 30) verspottet der Koran den Zins als ein Mittel, das Vermögen auf Kosten des Vermögens anderer Menschen zu vermehren.
More explicit criticism came in Surah Al-Fajr (chapter 89), where it was pointed out that the rich people in Mecca had no mercy for the orphanage, no sympathy for the poor and needy, and were full of greed and excessive love for wealth accumulation. The practice of usury received serious defamation as well. In Surah Al-Rum (chapter 30) the Quran derides usury as a means of growing wealth at the expense of the wealth of other people.
Die Billigung und Wertschätzung der Gerechtigkeit wird in mehr als vierzig Versen des Qur'an aufgezeigt. Ebenso wurde Unterdrückung an mehr als 170 Stellen im Qur'an ernsthaft getadelt und verurteilt. Der Hinweis auf Unterdrücker erfolgte gelegentlich ausdrücklich, indem bestimmte Tyrannen in Mekka genannt wurden.19
The approbation and appreciation of justice is demonstrated in more than forty verses in the Quran. By the same token, oppression received serious scolding and admonishment in more than 170 locations in the Quran. The reference to oppressors was occasionally explicit by referring to specific tyrants in Mecca.19
Offenbar fühlten sich die Hüter der heiligen Stätten in Mekka, die Kaufleute, die Häuptlinge und die Reichen von der neuen Botschaft des Islam bedroht und angegriffen. Eine Botschaft, die das Verbot des Wuchers forderte, fand bei denen wenig Zustimmung, die ihren Reichtum dadurch vermehrten, dass sie allein durch das Verleihen von Geld Gewinn machten und Zinsen einnahmen. Die Botschaft, die die Anbetung nur eines einzigen Gottes forderte, erschien den Hütern der zahlreichen Steingötter in Mekka als feindselig. Die Botschaft, dass alle Kinder Adams gleichermaßen Menschen sind, unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Reichtum, Geschlecht oder anderen Umständen, wurde von denen verabscheut, die von Sklaverei und Diskriminierung profitierten.
Evidently, the custodians of the holy places in Mecca, the merchants, the chiefs, and the wealthy felt that they were targeted and threatened by the new message of Islam. A message that calls for the ban of usury did not resonate well with those who increased their wealth by making profit simply by lending money and receiving usury. The message which called for the worship of only one god seemed antagonistic to the custodians of numerous stone gods in Mecca. The message that stated that all children of Adam are equally human irrespective of their color, race, wealth, gender, or any other consideration was detested by the ones who preyed on slavery and discrimination.
Bald kam es in Mekka zu einem mühsamen Ringen. Auf der einen Seite behaupteten Muhammad ﷺ und seine Anhänger, dass nur derjenige den Namen Gott verdient, der die gesamte Schöpfung erschaffen hat, der den Reichtum und die Fähigkeit gewährt, ihn zu vermehren, und der die Menschen für ihre Taten in diesem Leben und im Jenseits zur Rechenschaft ziehen wird. Auf der gegenüberliegenden Seite standen die mächtigen Männer von Mekka, die ihre Herrschaft, ihre zahlreichen Götter, ihre Kultur, ihren wucherischen Finanzreichtum und ihre Stammesherrschaft verteidigten. Während Muhammad ﷺ in seinem Teil des Ringens nur geistige und verbale Mittel einsetzte, wählten die Eliten von Mekka Methoden der Unterdrückung, der Folter und der Hinrichtung.20
Soon, a tedious struggle arose in Mecca. On one part, Mohammad and his followers assert that the only one who deserves to be called a god is the one who created all creation, the one who provides the wealth and the capacity to multiply it, the one who will hold people accountable for their deeds in this life and in the hereafter. On the opposite side stood the powerful men of Mecca in defense of their sovereignty, their numerous gods, their culture, their usurious financial wealth, and their tribal supremacy. While Mohammad used only intellectual and verbal means to lead his part of the struggle, the elites of Mecca chose methods of suppression, torture, and execution.20
In den ersten dreizehn Jahren des Aufstiegs des Islam in Mekka wurden nur sehr wenige Regeln und Vorschriften des Islam offenbart. Von den rituellen Pflichten des Islam wurde in Mekka nur das Gebet vorgeschrieben und geordnet, wenn auch gegen Ende der mekkanischen Zeit. Die übrigen Riten des Fastens, der Pilgerfahrt und der Zakat-Abgabe wurden erst in Medina nach der Auswanderung aus Mekka offenbart. Die mekkanische Periode war geprägt von der intellektuellen, ideologischen Grundlage sowie von moralischen und ethischen Werten. Der Islam hatte das Privileg, bestehende Praktiken zu kritisieren, während er keine eigenen Praktiken besaß, die einer Prüfung hätten unterzogen werden können. Das Modell des Islam war während der dreizehn Jahre in Mekka größtenteils theoretischer Natur. Der Islam bot lediglich eine intellektuelle und ideologische Glaubensgrundlage und behauptete, dass jedes auf diesem Glauben aufgebaute System ein gerechtes und faires System sein werde.
Throughout the first thirteen years of the rise of Islam in Mecca, very few rules and regulations of Islam were revealed. Only prayer among the rituals of Islam was ordained and organized in Mecca, albeit towards the end of the Meccan period. The other rituals of fasting, pilgrimage, and Zakah-charity were revealed in Medina after the migration from Mecca. The period of Mecca was dominated by the intellectual ideological foundation and moral and ethical values. Islam had the privilege of criticizing existing practices while it had no practices of its own to be scrutinized. The model of Islam was mostly theoretical during the thirteen years in Mecca. Islam only provided an intellectual and ideological creed base and claimed that any system built upon this creed will be a just and fair system.
Am Ende der dreizehn Jahre in Mekka hatte der Prophet Muhammad ﷺ drei Teilziele erreicht. Das erste ist ein solides intellektuelles Fundament, das gründlich dargelegt und an vielen zeitgenössischen Ideen erprobt wurde. Dieses Fundament bestätigte die Einheit Gottes und die absolute Souveränität Gottes als Quelle von Weisungen, Führung, Vorschriften und Regeln. Es etablierte den Koran und die Sunna (die Aussprüche und Handlungen des Propheten Muhammad ﷺ) als Bezugspunkt für die Offenbarung Gottes an die Menschen. Es begründete das Prinzip der Verantwortlichkeit für alle Handlungen aller Menschen; niemand konnte über den Gesetzen Gottes stehen.
By the end of the thirteen years’ period in Mecca, Prophet Mohammad had achieved three subobjectives. The first is a solid intellectual foundation fully argued and tested against many of the contemporary ideas. The foundation confirmed the oneness of god and the absolute sovereignty of god as a source of directions, guidance, regulations, and rules. It established the Quran and Sunnah (Prophet Mohammad statements and actions) as a reference for god’s revelation to people. It established the accountability principle for all acts by all people; no one could stand above the laws of god.
Das zweite Teilziel war die Schaffung einer Gruppe von Menschen, die historisch als die Gefährten des Propheten ﷺ bekannt sind und die fest an dessen Grundlagen glaubten und ihre Bereitschaft bewiesen, das Beste ihres Besitzes zur Unterstützung ihres Glaubens zu opfern. Das dritte war die Errichtung eines Kerns für einen Staat in der Stadt Medina (330 Kilometer nördlich von Mekka).
The second subobjective was the creation of a group of people, historically known as the companions of the Prophet, who firmly believed in the foundation and demonstrated readiness to sacrifice the best of their belongings in support of their belief. The third was the establishment of a nucleus for statehood in the city of Medina (210 miles north of Mecca).