22 Der Vertrag von Al-Hudaybiyah
22 The Treaty of Al-Hudaybiyah
Sechs Jahre waren seit der Auswanderung des Gesandten Allahs ﷺ aus Makkah vergangen. Inzwischen war er hinsichtlich seines Heeres und des allgemeinen Zustands der islamischen Gesellschaft in Madinah beruhigt. Der Islamische Staat war zu einer bedeutenden Kraft geworden, die alle Araber herausforderte. Doch trotz dieser Entwicklung dachte der Gesandte Allahs ﷺ unablässig über neue Schritte nach, die es ihm ermöglichen würden, die islamische Botschaft zu stärken, was wiederum zur Schwächung seiner Feinde führen würde.
Six years had elapsed since the emigration of Allah’s Messenger (pbuh) from Makkah. By now he (pbuh) had become reassured about his army and the general state of the Islamic society in Madinah. The Islamic State had become a major force of contention for all the Arabs. But inspite of this, the Messenger of Allah (pbuh) was continually thinking of new moves which would enable him to strengthen the Islamic Message, which in turn would lead to the weakening of his enemies.
Dem Gesandten Allahs (ﷺ) war bereits die Nachricht zugegangen, dass die Leute von Chaybar und Mekka sich verschworen hatten, die Muslime zu überfallen. Muhammad ﷺ entwarf einen Plan mit dem Ziel, die Leute von Mekka zu besänftigen. Man hoffte, dass dies dazu führen würde, dass sie dem Gesandten Allahs ﷺ den Weg frei machten, damit er seine Da'wah auf der Arabischen Halbinsel fortsetzen konnte, und dass die Juden von Chaybar von ihren Verbündeten, den Quraisch, isoliert würden. Um dies zu erreichen, sah der Plan einen friedlichen Besuch des Heiligen Hauses Allahs vor. Er ﷺ wusste, dass sein Plan leicht umzusetzen sein würde, denn die Araber würden in den heiligen Monaten nicht kämpfen. Er ﷺ wusste außerdem, dass die Quraisch gespalten waren und vor den Muslimen Furcht empfanden, weshalb sie zweimal überlegen müssten, bevor sie einen unbedachten Schritt gegen ihn unternähmen. Daher beschloss er ﷺ, als Pilger zum Heiligen Haus zu gehen. Würden die Quraisch ihn daran hindern, so würde er dies als wirkungsvolles Propagandamittel gegen sie nutzen, und dies würde dazu dienen, die Botschaft des Islam in den Augen der breiten Öffentlichkeit weiter zu verbreiten.
News had already reached Allah’s Messenger (pbuh) that the people of Khaybar and Makkah were conspiring to raid the Muslims. Muhammad (pbuh) designed a plan with the aim of appeasing the people of Makkah. It was hoped that this would result in them leaving the way clear for the Messenger of Allah (pbuh) to pursue his Da’wah within the Arabian Peninsula as well as to isolate the Jews of Khaybar from their allies, the Quraysh. To achieve this, the plan called for a peaceful visit to the Sacred House of Allah. He (pbuh) knew that his plan would be easy to fulfill because the Arabs would not fight during the sacred months. He (pbuh) also knew that the Quraysh were divided and had become fearful of the Muslims, therefore they would have to think twice before attempting any rash move against him. So he (pbuh) decided to go to the Sacred House as a pilgrim, if the Quraysh were to prevent him then he would use this as a powerful propaganda tool against them and this would serve to further promote the Message of Islam in the eyes of the general public.
Mit Blick auf das oben Gesagte kündigte der Gesandte Allahs ﷺ an, in dem heiligen Monat Dhul-Qa'dah die Pilgerfahrt (Hajj) anzutreten, und er schickte zu den anderen arabischen Stämmen die Aufforderung, friedlich an der Pilgerfahrt zum Heiligen Haus teilzunehmen. Der Zweck dieses letzten Schritts bestand darin, den Arabern zu signalisieren, dass er ﷺ als Pilger und nicht als Plünderer auszog. Er ﷺ hatte die nicht-muslimischen Araber gebeten, sich ihm anzuschließen, obwohl sie nicht seiner Religion angehörten, einfach weil er betonen wollte, dass er nicht kämpfen wollte.
With the above in mind, the Messenger of Allah (pbuh) announced that he was to go on the Hajj in the sacred month of Dhul al-Qa’dah and he sent to the other Arab tribes enjoining them to take part in the pilgrimage to the Sacred House peacefully. The purpose of this last move was to signal to the Arabs that he (pbuh) was coming out as a pilgrim and not as a raider. He (pbuh) had asked the non-Muslim Arabs to join him although they were not of his Deen simply because he wanted to emphasize that he did not want to fight.
Der Gesandte Allahs (ﷺ) verließ Madinah mit 1.400 Männern und siebzig Kamelen, die mit ihnen zogen; er selbst ritt auf seiner Kamelstute Quswa’. Er (ﷺ) war im Zustand des Ihram, um den Menschen zu verdeutlichen, dass er nicht kämpfen wollte und lediglich das Heilige Haus Allahs besuchen wollte. Sechs oder sieben Meilen nach dem Verlassen Madinahs erreichten der Gesandte Allahs (ﷺ) und die Muslime einen Ort namens Dhil Halifah, und dort legten sie das Pilgergewand an. Dann zogen sie in Richtung Makkah. Die Quraisch hörten, dass die Muslime zum Hadsch und nicht zum Kampf gekommen waren, doch sie fürchteten, dass es eine List sei, mit der Muhammad (ﷺ) in Makkah einzudringen gedachte. Diese Möglichkeit war ihnen stets gegenwärtig, und sie beschlossen, Muhammad (ﷺ) am Betreten der Stadt zu hindern.
The Messenger of Allah (pbuh) left Madinah with 1,400 men and seventy camels leading them on his she-camel, Quswa’. He (pbuh) was in Ihram for the purpose of clarifying to the people that he did not intend to fight and that he simply wished to visit the Sacred House of Allah. Six or seven miles after leaving Madinah, Allah’s Messenger (pbuh) and the Muslims reached a place called Dhil Halifah, and there they donned the pilgrim garb. Then they marched towards Makkah. The Quraysh heard that the Muslims had come for Hajj and not to fight, but they feared that it was a ploy that Muhammad (pbuh) was using to enter Makkah. This possibility was never far from their minds and they decided to prevent Muhammad (pbuh) from entering the city.
Die Quraisch setzten daraufhin Chalid ibn al-Walid und ‘Ikrima ibn Abi Dschahl an die Spitze eines großen Heeres, zu dem eine Reiterschar von zweihundert Mann gehörte. Das Heer der Götzendiener brach von Makka auf, den Pilgern entgegen, um sie daran zu hindern, dorthin zu gelangen. Sie lagerten in Dhi Tuwa, um das Eintreffen der Pilger abzuwarten. Nachricht von den Bewegungen der Quraisch erreichte den Gesandten Allahs ﷺ, und als er das Dorf ‘Usfan betrat, traf er einen Mann aus den Banu Ka’b und befragte ihn über sie. Dieser antwortete: „Da sind die Quraisch, die von deinem Kommen gehört haben und mit ihren Milchkamelen ausgezogen sind und Leopardenfelle angelegt haben. Sie haben sich in Dhi Tuwa gelagert und schwören, dass du Makka niemals entgegen ihrem Willen betreten wirst. Dieser Chalid ibn al-Walid ist mit ihrer Reiterei, die sie vorausgeschickt haben nach Kura’ al-Ghamim.“ Kura’ al-Ghamim lag etwa acht Meilen von ‘Usfan entfernt, wo die Muslime lagerten.
The Quraysh, therefore, appointed Khalid ibn al-Walid and ‘Ikrimah ibn Abi Jahl at the head of a great army that included a cavalry of two hundred. The army of the mushrikeen set off from Makkah towards the pilgrims in order to prevent them from going there. They encamped at Dhi Tuwa to await the coming of the pilgrims. Information about the movements of the Quraysh reached the Messenger of Allah (pbuh) and when he entered the village of ‘Usfan he met a man from Banu Ka’ab and asked him about them; he replied, “There are the Quraysh who have heard of your coming and have come out with their milch-camels and have put on leopard skins, and have encamped in Dhi Tuwa swearing that you will never enter Makkah in defiance of them. This man Khalid ibn al-Walid is with their cavalry which they have sent in advance to Kura’ al-Ghamim.” Kura’ al-Ghamim was about eight miles from Usfan where the Muslims were encamped.
Als der Gesandte Allahs (ﷺ) dies hörte, sagte er: „Wehe den Quraisch, der Krieg hat sie verschlungen! Welchen Schaden hätten sie erlitten, wenn sie mich und die übrigen Araber gewähren gelassen hätten, damit wir unseren eigenen Weg gehen? Wenn sie mich töten, so ist das, was sie begehren, und wenn Allah mir den Sieg über sie gewährt, werden sie in Scharen in den Islam eintreten. Tun sie das nicht, so werden sie kämpfen, solange sie Kraft haben. Was denken die Quraisch also? Bei Allah, ich werde nicht aufhören, für die Sendung zu kämpfen, mit der Allah mich betraut hat, bis Er sie siegreich macht oder ich zugrunde gehe.“ Der Gesandte Allahs (ﷺ) dachte über den Plan nach, den er entworfen hatte, und überlegte sorgfältig die Lage. Er hatte bereits eine friedliche Strategie beschlossen und sich nicht auf eine Schlacht vorbereitet, doch die Quraisch hatten ein Heer gegen ihn geschickt, obwohl er nicht kämpfen wollte. Sollte er umkehren oder seinen Plan ändern und kämpfen? Er wusste sehr wohl, dass die Muslime genug Iman besaßen, um ihrem Feind entgegenzutreten und eine Schlacht mit den Quraisch zu führen, falls sie keine andere Wahl hätten, als zu kämpfen.
When Allah’s Messenger (pbuh) heard this he said, “Woe to Quraysh, war has devoured them! What harm would they have suffered if they had left me and the rest of the Arabs to go our own way? If they should kill me that is what they desire, and if Allah should provide me with victory over them they would enter Islam in flocks. If they do not do that, they will fight while they have the strength, so what are the Quraysh thinking of? By Allah, I will not cease to fight for the mission with which Allah has entrusted me until He makes it victorious or I perish.” The Messenger of Allah (pbuh) reflected on the plan that he had designed and he thought hard about the situation. He had already decided on a peaceful strategy and had not prepared for battle, but the Quraysh had sent an army to fight him though he did not want to fight. Would he go back, or change his plan and fight? He knew very well that the Muslims had enough Iman to face their enemy and engage in a battle with the Quraysh if they were left with no choice but to fight.
Doch der Gesandte Allahs ﷺ war nicht zum Krieg ausgezogen, und er hatte beschlossen, nicht zu kämpfen. Er war stattdessen gekommen, um die Pilgerfahrt (Hadsch) zu vollziehen, und hatte nichts als Frieden im Sinn. Er dachte, dass er, falls er daran gehindert würde, die Pilgerfahrt zu erfüllen, was er erwartete, dies auf friedliche Weise geschehen lassen wollte: weder durch aggressive Verhinderung noch durch einen Hadsch, der unter feindseligen Umständen vollzogen würde. Der friedliche Plan, den der Gesandte Allahs ﷺ ersonnen hatte, sollte in Makkah und unter den Quraisch eine öffentliche Meinung über die Herrlichkeit und Erhabenheit der Botschaft des Islam schaffen und sie dem Irrglauben, der Arroganz und der Aggression der Quraisch gegenüberstellen. Diese öffentliche Meinung war entscheidend, und sie musste aufgebaut werden, wenn die islamische Da'wah die richtigen Voraussetzungen haben sollte, um zu gedeihen und sich auszubreiten. Die öffentliche Meinung war einer der wichtigsten Faktoren, die dazu beitragen würden, die Da'wah zu verbreiten und ihr zum Sieg zu verhelfen. Der Gesandte Allahs ﷺ lief Gefahr, seine Chance zu verspielen, die öffentliche Meinung auf seine Seite zu bringen, wenn er kämpfen würde. Deshalb entschied er sich, seinen ursprünglichen Plan nicht zu ändern und friedlich weiterzuziehen.
However, Allah’s Messenger (pbuh) had not come out for war and he had decided not to fight. He had instead come out to accomplish the Hajj and had only peace in mind. He (pbuh) thought that if he was prevented from fulfilling the Hajj, which he expected, he wanted it to be peacefully; not aggressive prevention nor a Hajj performed under hostile circumstances. The peaceful plan which Allah’s Messenger (pbuh) had masterminded was designed to create public opinion within Makkah and amongst the Quraysh about the glory and nobleness of the Message of Islam, and to contrast it with the misguidance, arrogance and aggression of the Quraysh. This public opinion was crucial and it had to be built if the Islamic Da’wah was to have the right grounds to prosper and spread. Public opinion was one of the most important contributory factors which would help to spread the Da’wah and enable it to emerge victorious. Allah’s Messenger (pbuh) was in danger of slipping in his chance to gain the public opinion on his side if he was to fight, therefore he decided not to change his original plan and to continue on in peace.
Der Gesandte Allahs ﷺ dachte lange und gründlich über seinen nächsten Schritt nach. Seine Klugheit und seine staatsmännische Weitsicht übertrafen die jedes anderen Menschen bei Weitem. Er beschloss, seinen Friedensplan umzusetzen, damit er die sich bietende Gelegenheit nicht verpasste und sein Plan nicht nach hinten losging. Denn unter bestimmten Umständen hätten die Quraisch einen Vorwand erhalten, unter den Arabern eine Verleumdungskampagne gegen ihn zu starten, die die öffentliche Meinung zu ihren Gunsten verschoben hätte. Daraufhin rief der Gesandte Allahs ﷺ die Muslime auf: „Wer wird uns auf einem Weg hinausführen, auf dem wir ihnen nicht begegnen?“ Ein Mann meldete sich freiwillig und führte sie durch ein raues, felsiges Gelände zwischen Pässen, was für sie sehr beschwerlich war, bis sie daraus in ein Tal unterhalb von Makkah gelangten, an einem Ort namens al-Hudaybiyah. Dort schlugen sie ihr Lager auf. Als die Heere von Khalid und ‘Ikrimah sie sahen, erschraken sie und galoppierten zurück, um Makkah zu verteidigen. Der kühne Zug der Muslime ließ den Ungläubigen einen Schauer über den Rücken laufen. Sie konnten nicht glauben, dass es den Muslimen gelungen war, sie zu überlisten und unbemerkt vor ihrer Haustür aufzutauchen. Die Ungläubigen blieben in Makkah, während der Gesandte Allahs ﷺ und sein Heer sich in al-Hudaybiyah niederließen. Die beiden Lager standen sich gegenüber, und jedes überlegte, welche Maßnahme es gegen das andere ergreifen sollte. Einige Muslime vermuteten, dass die Quraisch ihnen niemals erlauben würden, die Hajj zu vollziehen, und dass sie sich auf einen Krieg vorbereiteten. Sie meinten, ihnen bleibe kein anderer Weg, als gegen die Quraisch zu kämpfen, sie zu besiegen und dann die Hajj zu vollziehen. Dadurch, so behaupteten sie, werde man die Quraisch ein für alle Mal abwehren.
The Messenger of Allah (pbuh) thought long and hard about his next move. His shrewdness and statesmanship were far better than any other person. He decided to go with his peace plan, lest he miss the opportunity that presented itself and lest his plan backfired. Under which circumstances the Quraysh would be gifted with an excuse to launch a smear campaign amongst the Arabs against him, resulting in shifting the public opinion in their favor. Allah’s Messenger (pbuh) then called on the Muslims, “Who will take us out by a way in which we shall not meet them?” A man volunteered to do so and he took them by a rugged rocky tract between passes which was very hard on them until they managed to emerge from it into a valley below Makkah in a place called al- Hudaybiyah. There they camped. When the armies of Khalid and ‘Ikrimah saw them they became scared and galloped back to defend Makkah. The Muslims’ daring move sent shivers down the disbelievers’ spines. They could not believe that the Muslims had managed to out maneuver them and turn up at their doorstep unchecked. The disbelievers stationed themselves in Makkah while Allah’s Messenger (pbuh) and his army stationed themselves in al-Hudaybiyah. The two camps faced each other and each thought about what action to take against the other. Some Muslims predicted that the Quraysh would never allow them to perform the Hajj and that they were preparing for war. They thought that there was no other way for them but to fight the Quraysh, crush them and then perform the Hajj. In so doing, they maintained that this would see off the Quraysh once and for all.
Die Quraisch liebäugelten unterdessen mit dem Gedanken, gegen die Muslime zu kämpfen, auch wenn dies bedeuten sollte, selbst zugrunde zu gehen. Doch dieser Gedanke verflog bald, denn sie wussten, dass die Muslime furchtbare Gegner waren. So entschied sich die Quraisch, abzuwarten, bis die Muslime den ersten Schritt unternehmen würden.
The Quraysh, meanwhile, flirted with the idea of fighting the Muslims, even if this meant perishing itself, but this idea soon evaporated for they knew that the Muslims were formidable opponents. Thus, the Quraysh opted to wait for the Muslims to make the first move.
Um das zu erreichen, weswegen er wirklich gekommen war, hielt der Gesandte Allahs ﷺ seit dem Anlegen seines Ihram in Madina unbeirrt an seinem ursprünglichen Plan fest. Er blieb einfach in Hudaybiyah stationiert und wartete ab, was die Quraysch als Nächstes tun würden. Er wusste, dass die Quraysch Angst vor ihm hatten und dass sie bald Gesandte aussenden würden, um mit ihm über seine Teilnahme an der Pilgerfahrt zu verhandeln, daher wartete er geduldig auf ihre Vertreter. Die Quraysch schickten zunächst Budayl ibn Warqa’ mit einigen Männern von Khuza’ah, um den Gesandten Allahs ﷺ zu fragen, weswegen er gekommen sei. Nach einem kurzen Wortwechsel waren sie überzeugt, dass die Muslime nicht ausgezogen waren, um zu kämpfen, sondern um das Heilige Haus zu besuchen und die heilige Stätte zu ehren.
In order to achieve what he (pbuh) had really come for, the Messenger of Allah (pbuh) firmly adhered to his original plan ever since he had put on Ihram in Madinah. He (pbuh) simply remained stationed in Hudaybiyah, waiting to see what the Quraysh would do next. He (pbuh) knew that the Quraysh were scared of him and that they would soon send out envoys to negotiate with him about his coming on Hajj, so he (pbuh) patiently awaited their representatives. The Quraysh first sent Budayl ibn Warqa’ with some men of Khuza’ah to ask Allah’s Messenger (pbuh) what he had come for, and after a short exchange of words they were convinced that the Muslims had not come out to fight but to visit the Sacred House and venerate the sacred precincts.
Die Gesandten kehrten zurück, um die Quraysch zu unterrichten und sie davon zu überzeugen, doch die Quraysch warfen ihnen vor, parteiisch zugunsten Muhammads ﷺ zu sein, und schenkten ihnen kein Vertrauen. Die Quraysch schickten daraufhin eine weitere Delegation, und auch diese kehrte bald darauf mit denselben Ergebnissen zurück. Dann sandten die Quraysch al-Hulays, den Anführer der al-Ahbasch (Abessinier), zum Gesandten Allahs ﷺ, um zu verhandeln. Die Quraysch zählten darauf, dass al-Hulays Muhammad ﷺ aufhalten würde; sie beabsichtigten tatsächlich, ihn gegen die Muslime aufzuhetzen. Die Quraysch hofften, dass nach seinem Scheitern in den Verhandlungen mit Muhammad ﷺ sein Hass auf Muhammad ﷺ wachsen und er entschlossener werden würde, Makkah zu verteidigen. Als der Gesandte Allahs ﷺ jedoch hörte, dass al-Hulays kam, ordnete er an, die Opfertiere loszulassen, damit sie ihm entgegengingen, um ihm zu zeigen und ihn erkennen zu lassen, dass die Muslime die Pilgerfahrt beabsichtigten und keinen Krieg.
The envoys returned to inform the Quraysh and persuade them of this, but the Quraysh accused them of being biased towards Muhammad (pbuh) and did not trust them. The Quraysh sent out another delegation and it too returned shortly with the same findings. Then the Quraysh sent to Allah’s Messenger (pbuh) al-Hulays, chief of al-Ahbash (Abyssinians) to negotiate. Quraysh was counting on al-Hulays to stop Muhammad (pbuh), they actually meant to incite him against the Muslims. The Quraysh hoped that once he had failed in his negotiations with Muhammad (pbuh) his hatred towards Muhammad (pbuh) would increase and he would become more determined to defend Makkah. However, when the Messenger of Allah (pbuh) heard that al-Hulays was coming he (pbuh) ordered the sacrificial animals to be let loose to meet him so as to demonstrate to him and make him realize that what the Muslims intended was Hajj and not war.
Al-Hulays sah die Tiere an sich vorbeiziehen, die aus dem Talgrund kamen, sowie die Menschen, die im Begriff standen, die ‘Umrah zu vollziehen. Als er durch die Beobachtung ihres Lagerplatzes, der von einer Atmosphäre der Anbetung erfüllt war, und dadurch, dass sie nicht danach aussahen, zum Kampf gerüstet zu sein, tief beeindruckt wurde, war er sich gewiss, dass diese Menschen tatsächlich zur Anbetung gekommen waren und nicht um zu kämpfen. So kehrte er zu den Quraysh zurück, noch bevor er mit dem Gesandten Allahs ﷺ zusammengetroffen war, und berichtete ihnen von dem, was er gesehen hatte. Er verlangte von den Quraysh, den Muslimen die Durchführung des Hajj zu gestatten, und geriet in Zorn, indem er drohte, seine Truppen abzuziehen, falls die Quraysh versuchen sollten, zwischen Muhammad ﷺ und der Ka'bah zu treten. Die Quraysh jedoch gelang es, ihn zu beruhigen, indem sie einen versöhnlichen Ton anschlugen, und sie baten ihn um zusätzliche Zeit in der Hoffnung, bessere und annehmbarere Bedingungen zu erlangen. Er willigte darin ein, woraufhin die Quraysh ‘Urwa ibn Mas'ud al-Thaqafi entsandten, nachdem sie ihm versichert hatten, dass sie seinem Urteil vertrauten. Er ging zum Gesandten Allahs ﷺ und versuchte vergeblich, ihn davon zu überzeugen, umzukehren.
Al-Hulays saw the animals going past him from the side of the valley and people about to perform ‘Umrah, through observing their camp site engulfed in an atmosphere of worship, and that they did not appear to be equipped for fighting, he came to be greatly impressed. He was certain that these people really had come to worship and not to fight and so he went back to the Quraysh even before meeting Allah’s Messenger (pbuh) and he informed them of what he had seen. He demanded that the Quraysh allow the Muslims to perform the Hajj, and became furious threatening to withdraw his troops if the Quraysh attempted to come between Muhammad (pbuh) and the Ka’bah. The Quraysh, however, managed to calm him by changing their tone to a conciliatory one, and they asked him for extra time in the hope of obtaining more acceptable terms. He agreed so and the Quraysh then sent ‘Urwa ibn Mas’ud al-Thaqafi after reassuring Thaqafi that they trusted his judgment. He went to Allah’s Messenger (pbuh) and tried in vain to convince him to go back.
Schließlich musste er zugeben, dass der Gesandte Allahs ﷺ im Recht war. Also kehrte er zu den Quraisch zurück und sagte zu ihnen: „O Leute von Quraisch! Ich war bei Chosroes in seinem Reich, bei Caesar in seinem Reich und bei dem Negus in seinem Reich, doch habe ich nie einen König unter einem Volk gesehen, wie Muhammad ﷺ unter seinen Gefährten ist. Wann immer er seine Waschung vollzog, vollzogen sie die Waschung genauso, wie er es tat. Fiel ihm ein Haar vom Kopf, eilten sie herbei, um es aufzuheben. Sie werden ihn unter keinen Umständen im Stich lassen, also entscheidet euch.“
Eventually, he had to concede that the Messenger of Allah (pbuh) was in the right. So he returned to the Quraysh and said to them, “O people of Quraysh! I have been to Chosroes in his kingdom, Caesar in his kingdom, and the Negus in his kingdom, but never have I seen a king among a people like Muhammad among his Sahabah; whenever he performed his ablutions they performed ablutions the same way he did. If a hair of his head fell they ran to pick it up. They will never abandon him for any reason, so make up your mind.”.
Dies steigerte nur die Feindseligkeit und Halsstarrigkeit der Quraisch, und weitere Verhandlungen und Diskussionen blieben ohne Erfolg. Der Gesandte Allahs ﷺ erwog, selbst eine Delegation zu entsenden, in der Annahme, dass die Gesandten der Quraisch sich vielleicht zu sehr fürchteten, zu ihm zu kommen. Er dachte, sein Stellvertreter könnte sie möglicherweise überzeugen, und so schickte er einen Gesandten zu ihnen; sie aber durchtrennten die Sehnen der Kamelbeine des Kamels, auf dem er ritt, und versuchten, ihn zu töten. Glücklicherweise beschützten ihn die Truppen der al-Ahbasch. Die Feindseligkeit der Quraisch wuchs von Tag zu Tag, und sie schickten ihre Rüpel nachts aus, um Steine auf das Lager der Muslime zu werfen. Dies erzürnte die Muslime, und sie wollten ihrerseits gegen die Quraisch kämpfen, doch der Gesandte Allahs ﷺ konnte sie beruhigen. Als Nächstes schickten die Quraisch fünfzig Männer mit dem Befehl aus, das Lager des Gesandten Allahs ﷺ zu umzingeln und sie zu verprügeln; doch sie wurden gefangen genommen und vor den Gesandten Allahs ﷺ gebracht, der ihnen vergab und sie ihres Weges ziehen ließ.
This only served to increase the Quraysh’s hostility and stubbornness and further negotiation and debate went on to no avail. The Messenger of Allah (pbuh) thought about sending a delegation himself, presuming that maybe the Quraysh’s envoys were too scared to approach him. He (pbuh) thought that his representative might be able to persuade them and so he sent to them an envoy, but they hamstrung the camel that he was riding on and tried to kill him. Fortunately, the al-Ahbash troops protected him. The Quraysh’s animosity grew by the day and they sent their louts out at night to throw stones at the Muslims’ camp. This angered the Muslims and caused them in turn to want to fight the Quraysh, but the Messenger of Allah (pbuh) managed to calm them down. Next, the Quraysh sent fifty men with orders to surround the Messenger of Allah’s camp and beat them, but they were caught and brought before the Messenger of Allah (pbuh) who forgave them and let them go their own way.
Diese jüngste Entwicklung hatte eine tiefgreifende Wirkung auf die Menschen von Makkah, und sie bewies zweifelsfrei, dass Muhammad ﷺ die ganze Zeit über wahrhaftig gewesen war. Sie zeigte ihnen, dass er tatsächlich gekommen war, um die Hajj zu vollziehen, und nicht, um Krieg zu führen. Mit diesem Schritt gelang es ihm ﷺ somit, die öffentliche Meinung in Makkah zu seinen Gunsten zu bewegen. Sollte er nun in die Stadt einziehen und die Quraysch versuchen, ihn daran zu hindern, würden die Menschen von Makkah und die Araber ihn voll und ganz unterstützen und sich gegen sie stellen. Die Quraysch stellten daher ihre provokanten Aktivitäten ein und begannen, ernsthaft über Frieden nachzudenken. Der Gesandte Allahs ﷺ beschloss, einen weiteren Gesandten zu den Quraysch zu schicken, um zu verhandeln, und bat ‘Umar ibn al-Khattab, zu gehen. ‘Umar aber sagte zu ihm: „O Gesandter Allahs, ich fürchte um mein Leben bei den Quraysch. Es gibt niemanden mehr von den Banu ‘Adi ibn Ka’ab in Makkah, der mich beschützen könnte, und die Quraysch kennen meine Feindschaft und meine harte Behandlung ihrer Leute. Ich empfehle dir jedoch einen Mann, der dort höher angesehen ist als ich selbst: ‘Uthman ibn ‘Affan.“
This last development had a profound effect on the people of Makkah and it proved without a shadow of a doubt that Muhammad (pbuh) had been truthful all along. It demonstrated to them that he had genuinely come to perform the Hajj and not to indulge in warfare. With this move he (pbuh) thus managed to motivate public opinion in Makkah in his favor. Now if he was to enter the city and the Quraysh attempted to prevent him the people of Makkah and the Arabs would back him all the way and support him against them. The Quraysh, therefore, ceased their provocative activities and began to seriously contemplate peace. The Messenger of Allah (pbuh) decided to send another envoy to negotiate with the Quraysh and he asked ‘Umar ibn al-Khattab to go, but ‘Umar told him, “O Messenger of Allah, I fear for my life with the Quraysh, there is no more of Banu ‘Adi ibn Ka’ab in Makkah to protect me and the Quraysh know of my enmity and my rough treatment of them. However, I recommend a man more prized there than myself, ‘Uthman ibn ‘Affan.”.
Der Gesandte Allahs ﷺ rief dann ‘Uthman zu sich und schickte ihn zu Abu Sufyan. ‘Uthman machte sich auf und überbrachte den Quraisch die Botschaft des Gesandten Allahs ﷺ. Sie sagten zu ihm: „Wenn du das Heilige Haus umkreisen willst, dann umkreise es.“ Er entgegnete: „Ich kann dies nicht tun, solange der Gesandte Allahs ﷺ es nicht getan hat.“ ‘Uthman leitete dann Friedensverhandlungen mit den Quraisch ein, doch diese lehnten den Gedanken weiterhin ab. Die Verhandlungen zogen sich lange hin und waren zeitweise schwierig. Dennoch begann sich die Haltung der Quraisch zu verändern: Sie gingen von einer kategorischen Ablehnung zu dem Versuch über, einen Kompromiss zu finden, der beide Seiten zufriedenstellen würde. Gemeinsam suchten sie nach einem Ausweg, sie nahmen sich ‘Uthmans Art zum Vorbild und fühlten sich in seiner Gegenwart wohl. So bemühten sie sich schließlich darum, der Krise ein Ende zu setzen und dadurch ihren Kriegszustand mit Muhammad ﷺ zu beenden.
The Messenger of Allah (pbuh) then summoned ‘Uthman and sent him to Abu Sufyan. So ‘Uthman went off and conveyed the Messenger of Allah’s (pbuh) message to them. They said to him, “If you want to go around the Sacred House, go around it.” He said, “I cannot do so until the Messenger of Allah (pbuh) does so.” ‘Uthman then initiated peace negotiations with the Quraysh, but they continued to reject the idea. The negotiations were extensive and proved difficult at times, however, the Quraysh’s position began to shift from a categorical refusal to an attempt to reach a compromise which would satisfy both parties. They searched together for a way out, they took to ‘Uthman’s style and felt at ease with him, and so it was that they ultimately endeavored to work to secure an end to the crisis and thereby terminate their state of war with Muhammad (pbuh).
Als ‘Uthman sich verspätete und in Makkah nirgends zu sehen war, verbreitete sich im muslimischen Lager das Gerücht, die Quraisch hätten ihn getötet. Die Muslime waren über diese Nachricht empört, und alle griffen zu ihren Schwertern, bereit, gegen die Quraisch zu kämpfen. In diesem Moment hielt es der Gesandte Allahs ﷺ für notwendig, seinen gesamten Plan zu überdenken, da die Quraisch offenbar ‘Uthman, der als Gesandter kam, im heiligen Monat verraten hatten. Deshalb sagte er ﷺ: „Wir werden nicht weichen, bis wir gegen den Feind gekämpft haben.“ Er ﷺ rief seine Gefährten zusammen und stellte sich unter einen Baum, wo er eine Verpflichtung (einen Treueeid) erbat. Dort gelobten sie ihm alle, bis zum Tod zu kämpfen. Nachdem der Treueeid geleistet war, schlug der Gesandte Allahs ﷺ mit seiner einen Hand auf die andere, als Treueeid für ‘Uthman, so als wäre dieser bei ihnen gewesen. Dieser Treueeid wurde als Bay’at ar-Ridwan bekannt, über den Allah (swt) sagte,
When ‘Uthman extended his stay and was nowhere to be seen in Makkah, a rumor broke out in the Muslim camp that the Quraysh had killed him. The Muslims were incensed by the news and they all reached for their swords ready to do battle with the Quraysh. At this point, the Messenger of Allah (pbuh) found it necessary to review his whole plan now that the Quraysh had apparently betrayed ‘Uthman in the sacred month, despite being an envoy. Because of this, he (pbuh) said, “We shall not leave until we fight the enemy.” He (pbuh) summoned his Sahabah and stood under a tree where he sought an undertaking (pledge), and it was there that they all pledged to him that they would fight until death. Once the pledge had been given, Allah’s Messenger (pbuh) clapped his hand against the other as a pledge on behalf of ‘Uthman, as if he had been with them. The pledge became known as the Bay’at al-Ridwan regarding which Allah (swt) said,
„Gewiss, Allah war mit den Gläubigen zufrieden, als sie dir unter dem Baum ihren Treueeid (Ba'yah) leisteten. Er wusste, was in ihren Herzen war, und Er sandte „As-Sakinah“ (Gelassenheit und Ruhe) auf sie herab und belohnte sie mit einem nahen Sieg“ [Al-Fath, 48:18].
“Indeed, Allah was pleased with the Believers when they gave their Ba’yah (pledge) to you under the tree, He knew what was in their hearts, and He sent down “As-Sakinah” (Calmness and tranquillity) upon them, and He rewarded them with a near Victory” [Al-Fath, 48:18].
Nachdem der Treueeid (Bai'a) geleistet worden war und die Muslime sich auf den Kampf vorbereiteten, erreichte das Lager die Nachricht, dass ‘Uthman nicht getötet worden war. Bald darauf kehrte ‘Uthman zurück und berichtete dem Gesandten Allahs ﷺ, was die Quraisch gesagt hatten. Daraufhin wurden die friedlichen Verhandlungen zwischen dem Gesandten Allahs ﷺ und den Quraisch wieder aufgenommen. Die Quraisch schickten dann Suhayl ibn ‘Amr, um mit dem Gesandten Allahs ﷺ über den Waffenstillstand zu verhandeln, der zwischen den beiden Lagern geschlossen werden sollte, sowie über die weitergehenden Fragen zur Durchführung des Hadsch und der ‘Umra. Bezüglich Letzterem lautete die Bedingung, dass der Gesandte Allahs ﷺ erst im folgenden Jahr zurückkehren dürfe.
Once the Ba’yah had been given, and while the Muslims were preparing for battle, news reached the camp that ‘Uthman had not been killed. Soon after ‘Uthman returned and briefed the Messenger of Allah (pbuh) about what the Quraysh had said. Peaceful negotiations then resumed between Allah’s Messenger (pbuh) and the Quraysh. The Quraysh then sent Suhayl ibn ‘Amr to negotiate with the Messenger of Allah (pbuh) over the issue of the armistice to be signed between the two camps, and as well over the broader issues concerning the performance of the Hajj and ‘Umrah. In the case of the latter the condition was that the Messenger of Allah (pbuh) should only be allowed back the following year.
Der Gesandte Allahs ﷺ willigte in diese Bedingungen zu Friedensverhandlungen ein, weil sie ihm das sicherten, weswegen er eigentlich gekommen war. Es würde deshalb keine Rolle spielen, ob er das Heilige Haus in diesem Jahr oder im nächsten besuchte. Was er ﷺ wirklich wollte, war, Khaybar von den Quraisch zu isolieren und alle Hindernisse zu beseitigen, die zwischen ihm ﷺ und den Arabern standen und seine Da'wah und die Verkündigung der Botschaft des Islam behinderten. Deshalb wollte er ﷺ einen Vertrag mit den Quraisch schließen und einen Waffenstillstand vereinbaren, der ihrem Krieg ein Ende setzen würde. Was den Hadsch und die 'Umrah betrifft, so konnte er ﷺ sie immer noch im nächsten Jahr vollziehen.
The Messenger of Allah (pbuh) agreed to conduct peace negotiations on these terms because they secured for him what he had really come for in the first place. It would not matter therefore whether he visited the Sacred House this year or the next. What he (pbuh) truly wanted was to isolate Khaybar from the Quraysh and to remove all the obstacles that stood between him and the Arabs which hindered his Da’wah and conveyance of the Message of Islam. That is why he wanted to sign a treaty with the Quraysh and hold a truce which would put a halt to their war. As for the Hajj and ‘Umrah, he could always perform that next year.
Der Gesandte Allahs ﷺ führte lange und heikle Verhandlungen mit Suhayl ibn ‘Amr über den Waffenstillstand und seine Bedingungen. Die Verhandlungen erwiesen sich zeitweise als schwierig und drohten zu scheitern, wäre nicht die Klugheit des Gesandten Allahs ﷺ gewesen. Die Muslime verfolgten die Entwicklung genau und meinten, die Verhandlungen drehten sich um die ‘Umrah, während der Gesandte Allahs ﷺ die ganze Zeit darauf abzielte, einen Waffenstillstand zu sichern. Daher waren die Muslime verärgert, doch der Gesandte Allahs ﷺ betrachtete dies als einen Segen, denn er führte die Verhandlungen so, wie er es wollte, ungeachtet der Einzelheiten und kurzfristigen Vorteile. Zwischen beiden Seiten wurde eine Übereinkunft geschlossen, nachdem bestimmte Bedingungen festgelegt worden waren.
Allah’s Messenger (pbuh) entered into long and delicate negotiations with Suhayl ibn ‘Amr about the truce and its conditions. The negotiations proved to be hard at times and were threatened with collapse had it not been for the shrewdness of the Messenger of Allah (pbuh). The Muslims followed the developments closely and thought that the negotiations were about the ‘Umrah, whereas the Messenger of Allah (pbuh) was all along aiming at securing a truce. Therefore, the Muslims were irritated, but Allah’s Messenger (pbuh) thought this to be a blessing, for he conducted the negotiation the way he wanted, regardless of the details and short term benefits. A deal was struck between the two sides once certain specific conditions had been laid down.
Diese Bedingungen erregten den Zorn der Muslime, und sie versuchten, den Gesandten Allahs ﷺ zu überreden, sie abzulehnen und stattdessen zum Krieg zu greifen. ‘Umar sprang auf, ging zu Abu Bakr und sagte: „Warum sollten wir dem zustimmen, was unserer Religion zur Schmach gereicht?“ ‘Umar versuchte, Abu Bakr zu zwingen, ihn zu begleiten, um den Gesandten Allahs ﷺ zu überreden, die Bedingungen nicht anzunehmen. Abu Bakr jedoch versuchte, ihn davon abzubringen, ein solches Vorhaben zu verfolgen, doch vergeblich. ‘Umar ging schließlich allein zum Gesandten Allahs ﷺ. Er sprach mit ihm ﷺ und brachte seinen Zorn und seine Verzweiflung zum Ausdruck. Das minderte jedoch nicht die Entschlossenheit und Standhaftigkeit des Gesandten Allahs ﷺ, der ‘Umar erinnerte: „Ich bin der Sklave Allahs und Sein Gesandter. Ich werde Seinem Gebot nicht zuwiderhandeln, und Er wird mich nicht verlieren lassen.“
These conditions triggered the anger of the Muslims and they tried to persuade the Messenger of Allah (pbuh) to reject them and resort instead to war. ‘Umar jumped up and went to Abu Bakr saying, “Why should we agree to what is demeaning to our Deen?” ‘Umar tried to force Abu Bakr to go with him to persuade the Messenger of Allah (pbuh) not to accept the terms. Abu Bakr, however, tried to dissuade him from pursuing such an initiative, but to no avail. ‘Umar ended up going to Allah’s Messenger (pbuh) on his own. He spoke to him (pbuh) and expressed his anger and exasperation. However, that did not diminish Allah’s Messenger’s determination and perseverance, reminding ‘Umar, “I am Allah’s slave and His Messenger. I shall not go against His commandment and He will not make me the loser.”.
Als der Vertrag aufgesetzt wurde, rief der Gesandte Allahs ﷺ ‘Ali ibn Abi Talib herbei und forderte ihn auf zu schreiben: „Im Namen Allahs, des Barmherzigen, des Gnädigen.“ Suhayl sagte: „Halt! Ich erkenne den Barmherzigen und den Gnädigen nicht an, sondern schreibe: ‚In Deinem Namen, o mein Herr.‘“ Der Gesandte Allahs ﷺ wies ‘Ali an, Letzteres zu schreiben, und er tat es. Dann sagte er ﷺ: „Schreibe: ‚Dies ist das, worauf Muhammad, der Gesandte Allahs, mit Suhayl ibn ‘Amr übereingekommen ist.‘“ Suhayl sagte: „Halt! Hätte ich bezeugt, dass du der Gesandte Allahs bist, hätte ich nicht gegen dich gekämpft. Schreibe deinen eigenen Namen und den Namen deines Vaters.“ Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Schreibe: ‚Dies ist das, worauf Muhammad ibn ‘Abdullah mit Suhayl ibn ‘Amr übereingekommen ist.‘“ Nach diesen einleitenden Zeilen wurde der Vertrag zwischen beiden Seiten mit folgenden Bestimmungen niedergeschrieben:
In drawing up the treaty, the Messenger of Allah (pbuh) summoned ‘Ali ibn Abi Talib and told him to write, “In the name of Allah, ar-Rahman, ar-Raheem.” Suhayl said, “Hold it! I do not recognize ar-Rahman, ar-Raheem, but write ‘In your name, O my Lord’.” The Messenger of Allah (pbuh) told ‘Ali to write the latter and he did so. Then he (pbuh) said, “Write ‘This is what Muhammad the Messenger of Allah has agreed with Suhayl ibn ‘Amr’.” Suhayl said, “Hold it! If I witnessed that you were Allah’s Messenger I would not have fought you. Write your own name and the name of you father.” The Messenger of Allah (pbuh) said, “Write ‘This is what Muhammad ibn ‘Abdullah has agreed with Suhayl ibn ‘Amr’.” After these opening lines the treaty between the two sides was written comprising the following terms:
1) Sich während der Dauer des Waffenstillstands vom Krieg fernzuhalten und auf Feindseligkeiten zu verzichten.
1) To lay aside from war and refrain from hostilities during the period of the truce.
2) Wenn jemand aus den Quraysch den Islam annahm und ohne die Erlaubnis seines Vormunds zu Muhammad ﷺ kam, würde er ihn ihnen zurückgeben; und wenn jemand von denen, die bei Muhammad waren, zu den Quraysch kam, brauchten sie ihn nicht an Muhammad ﷺ zurückzugeben.
2) If anyone from the Quraysh embraced Islam and came to Muhammad (pbuh) without the permission of his guardian, he would return him to them, and if anyone from those with Muhammad came to the Quraysh, they need not return him to Muhammad.
3) Jeder, der unter den Arabern ein Bündnis mit Muhammad ﷺ eingehen wollte, konnte dies tun, und ebenso konnte jeder, der ein Bündnis mit den Quraisch eingehen wollte, dies tun.
3) Whosoever wished from amongst the Arabs to enter into an alliance with Muhammad could do so, and he who wished to enter into an alliance with the Quraysh could do so.
4) Die Muslime und die Gefährten Muhammads ﷺ mussten in jenem Jahr aus Makkah abziehen und im folgenden Jahr zurückkehren, wenn sie frei wären, in Makkah einzutreten und dort drei Nächte zu bleiben. Ihnen wurde erlaubt, Schwerter in ihren Scheiden zu tragen, aber sonst nichts.
4) The Muslims and Muhammad’s Companions had to retreat from Makkah that year and return the following year when they would be free to enter Makkah and stay there three nights. They would be allowed to carry swords in their sheaths and nothing more.
5) Der Vertrag galt für einen begrenzten Zeitraum, zehn Jahre ab dem Tag seiner Ratifizierung.
5) The treaty was for a limited period of time, ten years from the date of its ratification.
Der Gesandte Allahs ﷺ und Suhayl unterzeichneten den Vertrag inmitten der Aufregung und des Zorns der muslimischen Armee. Suhayl kehrte nach Makkah zurück, und der Gesandte Allahs ﷺ blieb beunruhigt und verärgert über die Reaktion der Muslime zurück. Der Gesandte Allahs ﷺ fühlte sich unbehaglich und niedergeschlagen wegen der Haltung der Muslime, ihres Eifers und ihrer Begeisterung zu kämpfen, und er ging zu seiner Frau Umm Salamah, die ihn begleitete, und vertraute ihr seine Qual an. Sie sagte zu ihm: „O Gesandter Allahs, wahrlich, die Muslime werden dir nicht ungehorsam sein; sie sind nur eifrig um ihre Religion und ihren Glauben an Allah und deine Botschaft. Rasiere deinen Kopf und schlachte deine Tiere, dann wirst du sehen, dass die Muslime es dir gleichtun werden, und dann zieh mit ihnen zurück nach Madinah.“ Der Gesandte Allahs ﷺ kam heraus, rasierte seinen Kopf und vollzog damit die ʿUmrah, woraufhin er ruhig und zufrieden wurde. Als die Muslime ihn in diesem Zustand sahen, eilten sie, die Tiere zu schlachten und ihre Köpfe zu rasieren. Dann kehrte der Gesandte Allahs ﷺ mit den Muslimen nach Madinah zurück. Als sie halbwegs zurück waren, wurde die Sure al-Fath offenbart. Der Gesandte Allahs ﷺ rezitierte sie vollständig, und erst da erkannte jeder, dass der Vertrag von Hudaybiyah tatsächlich ein klarer Sieg für die Muslime war.
The Messenger of Allah (pbuh) and Suhayl signed the treaty amidst agitation and anger of the Muslim army. Suhayl returned to Makkah leaving the Messenger of Allah (pbuh) disturbed and exasperated by the reaction of the Muslims. The Messenger of Allah (pbuh) felt awkward and depressed about the stand of the Muslims, their eagerness and zeal to fight, and he went to his wife Umm Salamah who was accompanying him and confessed to her his anguish. She said to him, “O Messenger of Allah, verily the Muslims will not disobey you, they only are zealous about their Deen and their Iman in Allah and your Message, shave your head and slaughter your animals and you will find that the Muslims will follow suit, then march with them back to Madinah.” The Messenger of Allah (pbuh) came out and shaved his head, marking the ‘Umrah after which he felt calm and satisfied. When the Muslims saw him in that state they rushed to slaughter the animals and shave their heads. Then Allah’s Messenger (pbuh) returned with the Muslims to Madinah. When they were half way back, Sura al-Fat’h was revealed. Allah’s Messenger (pbuh) recited it in its entirety and it was then that everyone realized that the treaty of Hudaybiyah was indeed a clear victory for the Muslims.
Sobald die Muslime in Medina angekommen waren, begann der Gesandte Allahs ﷺ, Pläne zu entwerfen, um gegen Chaibar vorzugehen und die Botschaft des Islam über die Arabische Halbinsel hinaus zu verbreiten, während er sie innerhalb der Halbinsel festigte. Er wollte den Waffenstillstand mit den Quraisch nutzen, um sich darauf zu konzentrieren, einige Widerstandsnester zu beseitigen und auswärtige Beziehungen zu knüpfen. Der Vertrag ermöglichte ihm dies. Der Gesandte Allahs ﷺ konnte den Plan, den er unter dem Vorwand der Pilgerfahrt so klug zusammengefügt hatte, tatsächlich umsetzen. Trotz all der verschiedenen Schwierigkeiten und Hindernisse gelang es ihm, alle politischen Ziele zu erreichen, die er sich gesetzt hatte. Daher war der Vertrag von Hudaybiyah ohne jeden Zweifel ein großer Sieg. Einige seiner Errungenschaften waren:
As soon as the Muslims had arrived in Madinah, the Messenger of Allah (pbuh) began drawing up plans to deal with Khaybar and spread the Message of Islam beyond the Arabian Peninsula while strengthening Islam within it. He (pbuh) wanted to take advantage of his truce with the Quraysh to concentrate on abolishing a few pockets of resistance and to establish foreign ties. The treaty enabled him (pbuh) to achieve this. The Messenger of Allah (pbuh) managed to carry out the plan that he had so shrewdly pieced together under the pretext of performing the Hajj. Despite all the various difficulties and obstacles, he (pbuh) managed to achieve all of the political goals he had set out to achieve. Thus, without a shadow of a doubt, the treaty of Hudaybiyah was a great victory. Some of its achievements were:
1) Der Gesandte Allahs ﷺ schaffte es, in der Öffentlichkeit eine Meinung für die Botschaft des Islam zu bilden, unter den Arabern im Allgemeinen und unter den Quraisch im Besonderen. Dadurch wuchs das Ansehen der Muslime, und das Ansehen der Quraisch sank.
1) The Messenger of Allah (pbuh) managed to create public opinion for the Message of Islam among the Arabs in general and among the Quraysh in particular. This enhanced the respect of the Muslims and diminished that of Quraysh.
2) Der Glaube und das Vertrauen der Muslime in den Gesandten Allahs ﷺ wurden deutlich unter Beweis gestellt. Es zeigte sich, dass der Iman der Muslime unerschütterlich war und dass ihr Mut und ihre Bereitschaft, sich selbst zu opfern, unübertroffen waren.
2) The belief and trust of the Muslims in Allah’s Messenger (pbuh) was demonstrated. It proved that the Iman of the Muslims was unshakable, their courage and readiness to sacrifice themselves were second to none.
3) Die Muslime erkannten, dass politische Manöver ein wirksames Mittel waren, um die islamische Da'wa zu fördern.
3) The Muslims learned that political maneuvers were an effective means to promote the Islamic Da’wah.
4) Die Muslime, die in Makka unter den Ungläubigen zurückblieben, bildeten eine Enklave innerhalb der Hochburg des Feindes.
4) The Muslims who remained in Makkah among the disbelievers formed a pocket within the enemy’s stronghold.
5) Der Vertrag von Hudaybiyah zeigte, dass die politische Methode aus demselben Gedanken (Quelle), derselben Wahrhaftigkeit und Treue abgeleitet ist. Allerdings müssen die Mittel mit Klugheit verbunden sein, und dies kann erreicht werden, indem man die Mittel und die eigentlichen Ziele vor dem Feind verbirgt.
5) The Hudaybiyah treaty demonstrated that the method in politics is derived from the same thought (source), truthfulness and faithfulness. However, the means must be coupled with shrewdness, and this can be achieved by concealing the means and the real aims from the enemy.