11 Der zweite Treueid von Al-Aqabah
11 The Second Pledge of Al-Aqabah
Der erste Treueeid von al-‘Aqabah war eine gute Sache und ein Segen. Dies war so, denn trotz der geringen Zahl derer, die den Islam angenommen hatten, reichten die Bemühungen eines Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ, nämlich Mus’ab ibn ‘Umayr, aus, um sie dazu zu bringen, Madinah zu verändern und die bestehenden Gedanken und Gefühle innerhalb seiner Gesellschaft umzuformen. Und trotz der verhältnismäßig großen Zahl derer, die in Makkah den Islam angenommen hatten, blieb das Volk im Allgemeinen ihnen gegenüber entfremdet, denn die Gruppen reagierten nicht auf den Islam, und die Gesellschaft wurde nicht von den islamischen Gedanken und Gefühlen beeinflusst. Dagegen nahm die Mehrheit der Menschen in Madinah den Islam an, und der Islam wirkte sich auf das gemeinsame Herz der Gesellschaft Madinahs aus, und ihre Gedanken und Gefühle wurden von Grund auf verwandelt. Dies zeigt deutlich, dass, wenn Menschen, die den Islam annehmen, der Gesellschaft und dem Volk im Allgemeinen entfremdet bleiben, keine Wirkung innerhalb der Gesellschaft entsteht, auch nicht bei der Mehrheit der Menschen, ganz gleich wie stark der Glaube dieser Einzelnen ist. Es zeigt auch, dass, wenn die bestehenden Beziehungen zwischen den Menschen von Gedanken und Gefühlen beeinflusst würden, sie zur gewünschten Umgestaltung und Veränderung führen würden, gleichgültig wie klein die Zahl der Überbringer der Botschaft ist. Dies beweist ferner, dass es schwieriger wird, eine Gesellschaft umzugestalten, die am Unglauben festhält, wie es bei der Gesellschaft Makkahs der Fall war, als eine Gesellschaft, in der solche irrigen Vorstellungen nicht vorherrschen, wie es bei der Gesellschaft Madinahs der Fall war, selbst wenn solche Vorstellungen vorhanden waren.