„Und sie sollen ihren Schmuck (Zeenah) nicht zur Schau stellen, außer dem, was davon sichtbar ist.“ [An-Nur: 31]
Die Schmuckstücke am Körper, einschließlich der Ohren, Arme und Unterschenkel, dürfen nicht gezeigt werden, außer dem, was von ihr gewöhnlich zu der Zeit sichtbar war, als dieser Vers offenbart wurde, also den Händen und dem Gesicht. Nach dieser strengen Beschreibung ist klar ersichtlich, wie die Kleidung der Frau im öffentlichen Leben beschaffen sein soll.
Das Hadith von Umm Atiyya erklärt sehr deutlich die Pflicht der Frau, beim Ausgehen ein Gewand zu tragen, das ihre gewöhnliche Kleidung bedeckt. Sie sagte zum Gesandten Allahs (Friede und Segen seien auf ihm): „O Gesandter Allahs, was ist mit einer, die keinen Dschilbab hat?“ Der Gesandte Allahs ﷺ antwortete ihr: „Sie soll den Dschilbab ihrer Schwester benutzen.“ Als sie dem Gesandten Allahs ﷺ sagte, sie habe kein Gewand, das sie über ihrer Kleidung tragen könne, um auszugehen, befahl er ihr, sich eines von ihrer Schwester zu leihen. Das bedeutet, dass es nicht richtig wäre, auszugehen, wenn sie sich keines leihen könnte. Dies ist ein Hinweis (Qarina) darauf, dass die Anordnung in diesem Hadith eine Pflicht (Wujub) darstellt. Es ist daher für die Frau verpflichtend, einen Dschilbab über ihrer gewöhnlichen Kleidung zu tragen, wenn sie hinausgehen möchte.
Es ist vorgeschrieben, dass der Dschilbab bis zum Boden reicht und die Füße verdeckt, denn Allah sagt im Vers: „dass sie ihre Gewänder (Jalabeeb) über ihre Körper ziehen sollen.“ [Al-Ahzab: 59], d. h. sie sollen ihre Dschilbabs herunterziehen, denn die Präposition min ist hier nicht partitiv, sondern erklärend. Mit anderen Worten: Sie sollen ihren Umhang (Mula'a) und ihr Tuch (Milhafa) bis zum Boden herablassen. Da von Ibn Umar überliefert wird, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Am Tag des Gerichts wird Allah denjenigen nicht mit Barmherzigkeit ansehen, der sein Gewand aus hochmütigem Stolz hinter sich herschleift“, fragte Umm Salama: „Was sollen dann die Frauen mit den Säumen ihrer Kleider tun?“ Er antwortete: „Sie sollen ihre Säume um die Länge einer Handspanne verlängern.“ Sie fragte: „Dann werden ihre Füße unbedeckt sein!“ Darauf erwiderte er: „Sie sollen sie um eine Unterarmlänge verlängern, und nicht mehr.“
Das zeigt deutlich, dass das Gewand, das über der Kleidung getragen wird, also der Umhang (Mula'a) und das Tuch (Milhafa), bis zum Boden herabgelassen werden soll, bis es die Füße bedeckt. Selbst wenn die Füße durch Socken oder Schuhe verdeckt sind, ersetzt dies nicht das Herabfallenlassen des Gewandes bis zum Boden in einer Weise, die zeigt, dass es herabgelassen wurde. Es ist nicht notwendig, die Füße (durch das Herabfallen des Gewandes) zu bedecken, wenn die Füße (durch Schuhe und Socken) verdeckt sind. Doch das Herabfallenlassen des Gewandes muss erfolgen: Der Jilbab muss in deutlich erkennbarer Weise bis zum Boden reichen, sodass verstanden wird, dass es sich um die Kleidung des öffentlichen Lebens handelt, die die Frau zu tragen verpflichtet ist. Das Herabfallen muss gut sichtbar sein, entsprechend dem Wort Allahs (swt): „Lasst sie ihre Jilbabs über sich herabziehen.“ [Al-Ahzab: 59] Daraus ergibt sich, dass die Frau verpflichtet ist, ein weites, locker fallendes Gewand zu besitzen, das sie über ihrer gewöhnlichen Kleidung trägt, wenn sie ausgeht. Besitzt sie kein solches Gewand und möchte sie dennoch ausgehen, so soll sie sich eines von ihrer Schwester leihen, das heißt, sie soll das Gewand von irgendeiner muslimischen Frau leihen, das über ihrer Hauskleidung getragen wird. Findet sie niemanden, von dem sie es leihen kann, soll sie nicht ausgehen, bis sie ein Gewand findet, das sie über ihrer Hauskleidung tragen kann. Geht sie in ihrer Hauskleidung ohne ein weites, locker fallendes Gewand hinaus, das bis zum Boden reicht, so sündigt sie, auch wenn ihre gesamte 'Awrah bedeckt ist. Das Tragen eines weiten, locker fallenden Gewandes, das bis zu den Füßen herabreicht, ist verpflichtend (Fard). Trägt sie dieses Gewand nicht, handelt sie gegen diese Fard und ist in den Augen Allahs (swt) sündig. Sie wird vom Staat mit der Strafe des Ta'zir (diskretionäre Strafe) bestraft.
“And they do not show off their charms (Zeenah) except only that which is apparent” [An- Nur: 31] The objects of charm in terms of the parts of the body including ears, arms and lower leg should not be shown except of that which normally appeared of her at the time this verse was revealed, i.e. the hands and face. According to this strict description it is clearly evident what the dress of the woman is in public life. The Hadith of Umm Atiyya explains very clearly the obligation on her to wear a garment which covers her normal clothes when she goes out. When she said to the Messenger (peace and blessings be upon Him): “Oh Messenger of Allah what about one who does not have a Jilbab?” The Messenger (pbuh) ordered her, “Let her use the Jilbab of her sister”. When she said to the Messenger that she did not have a garment to wear over her clothing so that she may go out, He (pbuh) ordered her to borrow one from her sister. This means that if she is unable to borrow one then it would not be correct for her to go out. This is an indication (Qarina) that the order in this Hadith constitutes an obligation (Wujub). It is obligatory therefore, for the woman to wear a Jilbab over her normal clothes when she wishes to go out. It is stipulated that the Jilbab is draped down to the floor until it conceals the feet because Allah says in the Ayah: “to draw their cloaks (Jalabeeb) all over their bodies.” [Al- Ahzab: 59] i.e. they should drape their Jilbabs because the preposition min here is not partative but explanatory. In other words they should drape their cover (Mula'a) and sheet (Milhafa) down towards the floor. Since it has been narrated on the authority of Ibn Umar that the Messenger of Allah (pbuh) said: “’On the Day of Judgement, Allah will not look with mercy towards the one that trails his garment behind Him/herself in haughty pride’. Umm Salama asked: ‘What are the women to do with the hems of their dresses?’ He answered: ‘Let them increase their hems the length of a hand span’. She enquired: ‘Then their feet will be uncovered!’ He then replied: ‘Let them increase a fore arm’s length and no more’”. This clearly shows that the garment which is worn over one's clothes i.e. the cover (Mula'a) and sheet (Milhafa) - should be draped down towards the floor until it covers the feet. Even if the feet were to be concealed by wearing socks or shoes, that will not substitute the draping of the garment down towards the floor in the manner which indicates that it has been draped. It is not necessary to cover the feet (by the draping of the garment) if the feet are concealed (by wearing shoes and socks). But the draping of the garment must be done, the Jilbab must come down towards the floor in a clear manner such that it is understood that it is the dress of public life, which the woman is obliged to wear. The draping must be plain to see in accordance with the saying of Allah (swt): “Draw down their Jilbabs.” [Al- Ahzab: 59] It is clear from this that the woman is obliged to have a wide and loose fitting (baggy) garment, which she wears over her normal clothes in order to go out. If she does not have such a garment and she wishes to go out then she should borrow one from her sister, i.e. she should borrow the dress from any Muslim woman, which is worn over her home clothes. If she did not find someone to borrow from, she should not go out until she finds a garment to wear over her home clothes. If she goes out wearing her home clothes without a wide and loose fitting garment which drapes down towards the floor then she would be sinful even if her entire 'Awrah was covered. Wearing a wide and loose fitting garment, which drapes down towards the floor until the feet, is obligatory (Fard). If she does not wear this garment, she will be going against this Fard and is sinful in the sight of Allah (swt). She will be punished by the state with the penalty of T’azeer (discretional punishment).