„Wehe dem Menschen! Was hat ihn dazu gebracht, Gott zu verleugnen? Aus welcher Sache hat Er ihn erschaffen? Aus einem Samentropfen hat Er ihn erschaffen...“ [ʿAbasa: 17 – 19] So hat Allah (swt) die Menschheit mit Pflichten angesprochen, und Er (swt) hat die Menschheit zum Gegenstand dieser Ansprache und dieser Pflichten gemacht. Er (swt) hat den Menschen die Gesetze (Shar’a) offenbart, und Er (swt) wird die Menschheit auferwecken, sie zur Rechenschaft ziehen und sie in das Paradies oder in die Hölle eingehen lassen. Daher hat Er (swt) die Menschheit – nicht Männer oder Frauen – zum Gegenstand der Pflichten gemacht.
“Woe to mankind! What has made Him reject God? From what thing did He create Him? From a clot He Created Him...” [Abasa: 17 - 19] Thus, Allah (swt) has addressed mankind with obligations and He (swt) has made Mankind the subject of that speech and those obligations. He (swt) has revealed the laws (Shar’a) to mankind and He (swt) will resurrect mankind, account him/her and admit Him/her to Paradise or Hell. Therefore, He (swt) has made mankind - not men or women - the subject of the obligations.
Allah (swt) hat den Menschen, sowohl Mann als auch Frau, mit einer bestimmten Natur erschaffen, die sich von derjenigen der Tiere unterscheidet. Die Frau ist ein Mensch, ebenso wie der Mann, und sie unterscheiden sich in Bezug auf ihr Menschsein nicht voneinander. Auch wird keiner von beiden in irgendeinem Aspekt dieses Menschseins vor dem anderen ausgezeichnet. Allah (swt) hat beide in ihrer Eigenschaft als Menschen darauf vorbereitet, die Wege des Lebens zu beschreiten, und sie zwangsläufig dazu gebracht, in derselben Gesellschaft zu leben. Ebenso machte Er das Überleben des Menschengeschlechts davon abhängig, dass sie zusammentreffen und in jeder Gesellschaft gemeinsam präsent sind. Es ist nicht erlaubt, den einen anders zu betrachten als den anderen, denn als Menschen besitzen sie alle menschlichen Eigenschaften und die grundlegenden Lebensbedürfnisse. Allah (swt) hat in jedem von beiden eine vitale Energie (Taqa Hayawiya) erschaffen, und es ist dieselbe vitale Energie, die Er (swt) dem anderen geschaffen hat. So legte Er (swt) in jeden von beiden organische Bedürfnisse wie Hunger, Durst und das Bedürfnis, die natürlichen Ausscheidungen zu verrichten, und Er (swt) legte in jeden von beiden einen Selbsterhaltungstrieb (Gharizat al-Baq'a), einen Fortpflanzungstrieb (Gharizat al-Nau') und einen Heiligungstrieb (Gharizat al-Tadayyun). Es sind dieselben organischen Bedürfnisse und Triebe, die auch beim anderen vorhanden sind. Er (swt) hat beiden die Fähigkeit des Denkens verliehen, und es ist dieselbe Denkfähigkeit, die beim anderen vorhanden ist. So ist die Intelligenz beim Mann vorhanden, und es ist dieselbe Intelligenz, die bei der Frau vorhanden ist, da Allah dem Menschen einen Verstand erschaffen hat und nicht ausschließlich für den Mann oder die Frau.
Allah (swt) has created mankind, whether male or female, with a specific nature which is distinct from that of animals. The woman is a human, as is the man, and they do not differ from each other in terms of their humanity. Nor is one distinguished from the other in any aspect of that humanity. Allah (swt) has prepared both of them, in their capacity as humans, to enter the walks of life and inevitably made them live in the same society. He also made the survival of the human race dependent on their meeting together and their mutual presence in every society. It is not permitted to view one of them except as the other is viewed because, as humans, they possess all human characteristics and the essential requirements of life. Allah (swt) has created within each of them a vital energy (Taqa Hayawiya), and it is the same vital energy which He (swt) has created for the other. So He (swt) made in each of them organic needs such as hunger, thirst and the need to relieve nature and He (swt) made in each of them a survival instinct (Gharizat al-Baq'a) and a procreation instinct (Gharizat al-Nau') and a sanctification (Gharizat al- Tadayyun) instinct. They are the same organic needs and instincts that are present in each other. He (swt) has granted both of them the faculty of thought, and it is the same faculty of thought that is present in the other. Thus, intelligence is present in a man and it is the same intelligence that is present in a woman, since Allah created an intellect for mankind and not exclusively for a man or a woman.
Der Fortpflanzungstrieb kann von einem Mann mit einem Mann, oder einem Tier usw. befriedigt werden, oder eine Frau kann ihn mit einer Frau, einem Tier usw. befriedigen. Doch dies dient nicht dem Zweck, für den dieser Trieb im Menschen geschaffen wurde, außer in einem einzigen Fall: wenn ein Mann ihn mit einer Frau befriedigt und eine Frau ihn mit einem Mann befriedigt. Daher ist die Beziehung eines Mannes zu einer Frau und umgekehrt, unter dem Gesichtspunkt der instinktiven Sexualität, eine natürliche Beziehung, frei von jeglicher Anomalie. Sie ist die einzige echte Beziehung, durch die die Menschheit den Zweck verwirklicht, für den dieser Trieb geschaffen wurde, nämlich das Überleben des Menschengeschlechts. Wenn also zwischen ihnen eine Beziehung im Sinne des Geschlechtsverkehrs entsteht, ist diese instinktiv und natürlich, und es ist nichts Fremdes oder Seltsames daran. Vielmehr ist es eine notwendige Angelegenheit für das Überleben der menschlichen Gattung. Das Zulassen, dass dieser Trieb zügellos ausgelebt wird, ist jedoch schädlich für die Menschheit und ihr gesellschaftliches Leben. Der Zweck seines Daseins ist die Hervorbringung von Nachkommen für das Überleben der Gattung. Deshalb muss die Sicht der Menschheit auf diesen Trieb auf den Zweck ausgerichtet sein, für den er in Ihm angelegt ist, und dieser Zweck ist zweifellos das Überleben der Gattung ohne Unterschied zwischen Männern und Frauen. Was das Vergnügen und den Genuss betrifft, die durch die Befriedigung erlangt werden, so ist dies eine natürliche und unvermeidliche Sache, ob die Menschheit sie bedenkt oder nicht. Daher ist es nicht richtig zu sagen: Vergnügen und Genuss sollten vom Fortpflanzungstrieb getrennt werden. Eine Trennung zwischen beiden ist nicht erreichbar, weil sie nicht möglich ist. Die Sicht des Menschen rührt jedoch von seiner Vorstellung über diese Befriedigung und den Zweck ihres Daseins her. Folglich muss die Menschheit eine bestimmte Vorstellung von diesem Trieb und dem Zweck entwickeln, für den er in Ihm existiert. Dies wird eine klare Sicht auf den Fortpflanzungstrieb bilden, so dass Er ihn auf die Beziehung eines Mannes zu einer Frau und einer Frau zu einem Mann beschränkt. Er wird dadurch auch eine eigene Sicht auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau im Geschlechtlichen entwickeln, also auf die sexuelle Beziehung, derart, dass sie entsprechend dem Zweck ausgerichtet ist, für den sie erschaffen wurde, nämlich das Fortbestehen des Menschengeschlechts. Durch diese Sicht wird die Befriedigung des Triebes erreicht, ebenso der Zweck, für den er erschaffen wurde. Die Gemeinschaft, die dieses Konzept annimmt und diese eigene Sicht besitzt, erlangt auch Ruhe und Frieden (Tamanina). Die Sicht der Gemeinschaft – jeder menschlichen Gemeinschaft – auf das, was zwischen Mann und Frau im Verhältnis der Geschlechter besteht (also ihre sexuelle Beziehung), muss von einer Sicht, die auf Lust und Genuss ausgerichtet ist, geändert werden zu einer, in der Lust und Genuss als natürliche und notwendige Angelegenheit betrachtet werden, die Sicht aber auf den Zweck ausgerichtet ist, für den dieser Trieb besteht. Diese Sicht bewahrt und erfüllt den Fortpflanzungstrieb auf die richtige Weise, für die er erschaffen wurde, und gibt dem Menschen die Gelegenheit, seine übrigen Tätigkeiten auszuüben, und befreit ihn, den Dingen nachzugehen, die ihn glücklich machen.
Deshalb muss der Mensch eine Vorstellung davon haben, wie der Geschlechtstrieb befriedigt werden soll und welchem Zweck er dient. Die menschliche Gemeinschaft muss ein System besitzen, das die Zusammenarbeit zwischen Mann und Frau sicherstellt und aus den Köpfen der Menschen die Vorherrschaft des Gedankens an Sexualität beseitigt, die alle anderen Anliegen überlagert. Denn die Gemeinschaft ist ohne die Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen nichts wert (Salah), wenn man sie als zwei Gefährten betrachtet, die einander in gegenseitiger Liebe und Güte unterstützen. Deshalb müssen wir die Wichtigkeit einer vollständigen Veränderung der Sichtweise der Gemeinschaft auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau betonen. Diese wird die Vorherrschaft der Konzepte von Sexualität beenden, sie zu einer natürlichen und notwendigen Angelegenheit der Befriedigung machen und die Beschränkung dieser Beziehung auf Lust und Vergnügen aufheben. Stattdessen wird eine Sichtweise entstehen, die das Wohl der Gemeinschaft sucht, weder eine männliche noch eine weibliche, und sie wird von der Gottesfurcht (Taqwa) vor Allah (swt) geleitet werden und nicht von Genuss oder Begierde. Es ist eine Sichtweise, die dem Menschen den Genuss sexueller Lust nicht verwehrt, sondern ihn erlaubt (Mashru), das Überleben des Menschengeschlechts sichert und mit dem höchsten Ziel eines Muslims übereinstimmt, nämlich das Wohlgefallen Allahs (swt) zu suchen.
For this reason man must possess a concept concerning the satisfaction of the procreation instinct and the purpose for which it exists. The human community must have a system that ensures co-operation between the man and the woman and eliminates from peoples minds the dominance of the notion of sex, making it the concern that overrides all other concerns. This is because the community is of no worth (Salah) without the co-operation between men and women, considering them as two colleagues who support each other in mutual love and kindness. For this reason, we must emphasise the importance of complete change in the community's outlook towards the relationship between men and women, which will end the dominance of the concepts of sex, turning it into a matter which is natural and necessary for satisfaction and ending the restriction of this relationship to pleasure and enjoyment. Instead, it will produce a view which seeks the good of the community, not a masculine or feminine one, and it will be governed by the fear (Taqwa) of Allah (swt) and not by enjoyment or lust. It is a view which does not deny man the enjoyment of sexual pleasure, but makes it lawful (Mashru), ensuring the survival of the human race and agreeing with the ultimate goal of a Muslim, which is to seek the pleasure of Allah (swt).
Im Koran sind Verse herabgesandt worden, die sich dem ehelichen Aspekt zuwenden, also dem Zweck, um dessentwillen der Fortpflanzungstrieb erschaffen wurde. Es gibt somit Verse, die deutlich machen, dass die Erschaffung des Fortpflanzungstriebs seinem Ursprung nach dem Zweck der Ehe dient, nämlich dem Fortbestand des Menschengeschlechts. Mit anderen Worten: Allah (SWT) hat den Trieb allein zum Zweck der Ehe geschaffen. Die Verse verdeutlichen dies in verschiedenen Stilen und mit unterschiedlichen Bedeutungen, um sicherzustellen, dass die Sicht der Gemeinschaft auf die Beziehung zwischen Mann und Frau eine Sicht ist, die auf die Ehe ausgerichtet ist und nicht auf den Geschlechtsverkehr. Allah (SWT) sagt:
Verses in the Qur'an came to address the marital aspect, i.e. the purpose for which the procreation instinct was created. Thus, there are verses which make it clear that the creation of the procreation instinct, in origin, is for the purpose of marriage i.e. survival of the human race. In other words, Allah (swt) has created the instinct only for the purpose of marriage. The verses clarify this using different styles and various meanings in order to ensure that the view of the community towards the relationship between the man and woman, is a view which is focused on marriage and not on sex. Allah (swt) said: