4.2 Die Korruption des Säkularismus als intellektuelle Grundlage
4.2 The Corruption of Secularism as an Intellectual Basis
Der Säkularismus bzw. die Trennung von Religion und Leben ist die intellektuelle Grundlage des Westens, auf der seine Gedanken aufbauen und aus der seine Urteile hervorgehen. Was mit dem Aufbau der Gedanken gemeint ist, ist die Prüfung jedes Gedankens an seiner Wurzel. Stimmt ein Gedanke mit der Wurzel überein, so wird er angenommen. Widerspricht er der Wurzel, so wird er abgelehnt. Zu diesen Gedanken gehört die Haltung zur Existenz eines Schöpfers, der alle Angelegenheiten lenkt. Dieser Gedanke, also die Existenz eines Schöpfers, steht im Widerspruch zur Wurzel des Säkularismus, die die Lenkung der Angelegenheiten durch den Schöpfer verneint. Denn der Säkularismus betrachtet den Schöpfer nicht als denjenigen, der alle Angelegenheiten lenkt, indem er Religion mit dem Leben verbindet. Was das Entstehen von Urteilen betrifft, so bedeutet dies, Lösungen für die Regelung der Angelegenheiten des Lebens aus einer Quelle zu liefern, die vom grundlegenden, fundamentalen Gedanken, nämlich dem Glaubensbekenntnis (Aqida), anerkannt wird. Die Quelle, die das westliche Glaubensbekenntnis anerkennt, ist der Mensch bzw. seine Vernunft, da der Säkularismus die Beziehung zwischen Religion und Leben verneint. Der Säkularismus erkennt damit die Wurzel an, dass allein der Mensch Gesetze erlässt.