Wenn das rationale Urteil sich auf die Existenz eines Objekts bezieht, dann besteht kein Zweifel daran, dass es bestimmt und gewiss ist. Dies liegt daran, dass das Urteil über die Existenz durch die Wahrnehmung einer Wirklichkeit zustande kommt. Die Sinne irren sich nicht hinsichtlich der Existenz einer Wirklichkeit. Also,
If rational judgment is related to the existence of an object, then there is no doubt that it is definite and certain. This is because the judgment about the existence comes through sensation of a reality. The senses are not mistaken regarding the existence of a reality. So,
Das durch die rationale Denkmethode gefällte Urteil über die Existenz einer Wirklichkeit ist maßgeblich.
judgment issued by the rational method of thinking about the existence of a reality is decisive.
Was das Urteil über das Wesen (die Zusammensetzung) oder die Beschaffenheit (Eigenschaften und Merkmale) eines Gegenstandes betrifft, so ist das Urteil unentschieden, das heißt anfällig für Irrtum. Dies liegt daran, dass das Urteil über das Wesen oder die Beschaffenheit durch Informationen über den Gegenstand oder durch die Analyse der wahrgenommenen Wirklichkeit auf der Grundlage früherer Informationen zustande kommt. Dabei kann sich ein Irrtum einschleichen. Deshalb ist dieses Urteil anfällig für Abweichungen und Unterschiede, aufgrund der Verschiedenheit menschlicher Fähigkeiten hinsichtlich der Analyse, der Menge an Informationen über die Sache und der Art, wie die Informationen analysiert werden. Hören wir zum Beispiel das Geräusch einer Bewegung, so können wir das Vorhandensein der Bewegung eindeutig feststellen. Über ihr Wesen oder ihre Beschaffenheit können wir jedoch nicht sicher sein. Die Bewegung könnte von einem Menschen oder von einem Gegenstand herrühren. Unser Urteil fällt hier also in den Bereich der Unentschiedenheit.
Dennoch bedeutet die Anerkennung, dass bei manchen Urteilen Unentschiedenheit auftritt, nicht, dass es keine entschiedene, absolute Wahrheit gibt. Denn wenn unser Urteil mit seiner Wirklichkeit übereinstimmt, erkennen wir seine Wahrheit. Hätten wir etwa über den sich bewegenden Gegenstand aus dem Beispiel oben, aufgrund seiner wahrgenommenen Bewegung, geurteilt, es sei ein Mensch oder ein Tier, und stimmte unser Urteil mit der wahrgenommenen Wirklichkeit überein, dann hätten wir die Wahrheit erfasst. Daher hebt das Vorhandensein der Möglichkeit von Unentschiedenheit bei manchen Urteilen und Gedanken das Vorhandensein entschiedener Wahrheit nicht auf, der sich der Verstand notwendig unterwerfen muss.
As for the judgment related to the essence (composition) or characterization (properties and qualities) of an object, the judgment is indecisive, that is, susceptible to error. This is because the judgment upon the essence or characterization comes through information about the object or through the analysis of the perceived reality, according to previous information. Error can seep into this. Therefore, this judgment is liable to disparity and differences because of disparity in human abilities in terms of analysis, in the amount of information about the thing and in how the information is analyzed. For instance, if we hear the sound of a movement, we can decisively judge the existence of the movement. However, we cannot be certain about its essence or characterization. The movement could be from a man or from an object. So, our judgment here falls within indecisiveness. Nevertheless, acknowledging the occurrence of indecisiveness in some judgments does not mean that there is no, decisive absolute truth. This is because when our judgment agrees with its reality, we perceive its truth. Moreover, if we judged upon the moving object, as in the aforementioned example, that it is a man or an animal from its sensed movement, and our judgment agreed with the sensed reality, then we would have perceived the truth. Therefore, the existence of the possibility of indecisiveness, in some judgments and thoughts, does not negate the existence of decisive truth, which the mind is compelled to submit to.
Was die Westler betrifft, die behaupten, Wahrheit sei relativ und daher gebe es keine absolute Wahrheit, sowie diejenigen, die behaupten, Wahrheit sei von Natur aus doppelt, da es triviale und große Wahrheiten gebe, wie der Physiker Niels Bohr, der sagte: „Es gibt triviale Wahrheiten und es gibt große Wahrheiten. Das Gegenteil einer trivialen Wahrheit ist offensichtlich falsch. Das Gegenteil einer großen Wahrheit ist ebenfalls wahr“, so sind diese Behauptungen ohne jeden Zweifel falsch. Wahrheit steht in Beziehung zur Existenz. Es ist dem Menschen nicht möglich, alles wahrzunehmen, was existiert. Hinzu kommt die Möglichkeit des Unsichtbaren und der Relativität. Wenn jedoch ein Mensch etwas sieht, kann er zugleich nicht die Möglichkeit annehmen, dass er dieses Ding nicht gesehen hat, denn entweder hat er es gesehen oder nicht. Ein vernünftiger Mensch kann nicht sagen: „Ich habe etwas gesehen, und es ist eine triviale Wahrheit, während die große Wahrheit lautet: ‚Ich habe es gesehen und habe es zugleich nicht gesehen‘ oder ‚es existiert und existiert nicht‘ oder ‚seine Existenz ist relativ zur Wahrscheinlichkeit seiner Nichtexistenz‘.“ Das ist Unsinn, der nicht aus vernünftigen Köpfen stammt.
As for the Westerners who claim that truth is relative and thus there is no absolute truth, as well as the ones who claim that truth is dual by nature, as there is trivial truth and great truth, like the physicist Niels Bohr who said, “There are trivial truths and there are great truths. The opposite of a trivial truth is plainly false. The opposite of a great truth is also true,” these claims are false, without any doubt. Truth is related to existence. It is not possible for the human to sense everything there is. This is in addition to the possibility of the intangible and relativeness. However, if a man sees something, he cannot concurrently propose the probability of not seeing that thing, as he either saw the thing or did not. It is not possible for a sane person to say, “I have seen something and it is trivial truth, whilst the great truth is ‘I have seen it and also I did not see it’ or ‘it exists and does not exist’ or ‘its existence is relative to the probability of its non existence’.” This is nonsense that does not come from sane minds.
Außerdem beruht der Wahrheitsbegriff, der in der westlichen Gesellschaft und bei den Westlern aus der Sicht der praktischen Wirklichkeit vorherrscht, weder auf Wissenschaft noch auf Philosophie. Vielmehr handelt es sich um einen pragmatischen Begriff, die sogenannte praktische Philosophie oder den Instrumentalismus. Der Pragmatismus definiert Wahrheit als das, was nützlich und zweckdienlich ist, oder als den unmittelbaren Nutzen eines Gedankens. Ähnlich wie Bertrand Russell in seiner „Geschichte der westlichen Philosophie“ feststellt, sagt William James im „Pragmatismus“: „Wahre Überzeugungen wirken nützlich.“ Diejenigen, die diese Ansicht vertreten, meist Westler, beschäftigen sich nicht mit der Erforschung der Grundlagen des Denkens und seines Wesens. Sie sehen nur die praktischen Folgen des Gedankens, was sie zum Relativismus geführt hat, indem sie die Wahrheit eines Gedankens an dem Ausmaß seines Einflusses auf das Leben und seinem Nutzen messen.
Moreover, the concept of truth that is prevalent amongst the Western society and the Westerners from the aspect of practical reality, is based neither on academics nor philosophy. Instead, it is a pragmatic concept or the so-called practical philosophy or instrumentalism. Pragmatism defines truth as that which is beneficial and useful or as the immediate benefit of a thought. Similar to what Bertrand Russell states in A History of Western Philosophy, William James in Pragmatism states, “true beliefs work beneficially.” Those who hold this view, mostly Westerners, do not concern themselves with the research of the basis of thought and its essence. They only see the practical consequences of the thought, which led them to relativism, considering the truth of a thought, through the extent of its influence on life and its benefit.
Erstens: Der Utilitarismus ist mit Menschen, Launen und persönlichen Neigungen verbunden. Wäre die Wahrheit das, was nützt, dann wäre auch die Lüge eine Wahrheit, denn sie nützt in manchen Situationen und manchen Menschen. Für einen vernünftigen Menschen ist es nicht zulässig, dies zu sagen, obwohl dieser Gedanke im Verhalten der Westler spürbar ist.
Zweitens: Die Suche der Menschheit nach dem Begriff der Wahrheit seit der Antike ist die Suche nach einem Kriterium, um Konflikte zu lösen und verschiedene Probleme zu beseitigen. Da der Nutzen unter den Menschen vielfältig und verschieden ist, eignet er sich nicht als Kriterium und Prinzip, auf das man bei der Lösung von Konflikten zurückgreift. Das liegt schlicht daran, dass er den Konflikt nicht löst. Vielmehr erhält er den Konflikt aufrecht, indem er zwei Wahrheiten anerkennt. Der Konflikt verwandelt sich so vom Konflikt zwischen Wahrheit und Falschheit in einen Konflikt zwischen Wahrheit und Wahrheit.
Drittens: Den Nutzen zum Wesen der Wahrheit zu machen, führt zu einem Widerspruch. Ein Beispiel ist der Monotheismus und die Trinität. Hinsichtlich Allahs (swt), ob Er einer oder drei ist: Wenn ein Mensch den Monotheismus um seines Nutzens willen annimmt, während der andere die Trinität um seines Nutzens willen annimmt, dann würde man sagen, dass sowohl der Monotheismus als auch die Trinität wahr sind. Dies würde dazu führen, zu behaupten, dass eine Sache und ihr Gegenteil dasselbe seien. Das ist jedoch bei ein und derselben Sache nicht möglich.
Viertens: Die einzige Wahrheit, die sich aus dem Begriff der utilitaristischen Wahrheit ergibt, ist das Fehlen der Wahrheit in Gesellschaft, Staat und Leben, durch die Vorherrschaft des Utilitarismus in ihnen. Dies beobachtet man im westlichen Leben auf der Ebene des Verhaltens und der Werte.
This is wrong in many respects, including: firstly, utilitarianism is associated with people, whims and personal tendencies. If truth were what benefits, then lying would have been a truth, as it benefits in some situations and some people. It is not permissible for a sane person to say that, although this matter is noticeable in the behavior of Westerners. Secondly, the quest of humankind for the concept of truth since ancient times is the quest for a criterion to resolve the conflicts and solve various problems. Since benefit is varied and differing amongst humans, it is not fit to be a criterion and principle that is referred to in the resolution of conflicts. This is simply because it does not resolve the conflict. Instead, it only maintains the conflict by accepting two truths. So the conflict becomes transformed from the conflict between truth and falsehood into a conflict between truth and truth. Thirdly, making utility (benefit) as the essence of truth leads to contradiction. The example is monotheism and trinity. Regarding Allah (swt), as being either one or three, if a person adopts monotheism for the sake of benefit, whilst the other takes trinity for his benefit, it would be said that both monotheism and trinity are true. This would lead to asserting that a matter and its opposite are the same. However, that is not possible in a single matter. Fourthly, the single truth arising from the concept of utilitarian truth is the lack of truth in the society, state and life, through the dominance of utilitarianism within them. This is what is observed in the Western life at the level of behavior and values.
Tatsächlich hat das Fehlen einer Unterscheidung zwischen den Urteilen des Verstandes, also zwischen Existenz, Wesen und Beschaffenheit, bei dieser Gruppe westlicher Denker Verwirrung gestiftet. Die Verwirrung ging so weit, dass einige von ihnen die Möglichkeit der Existenz der Wahrheit überhaupt aufgaben. Daher griffen sie auf imaginäre Deutungen der Wahrheit zurück. Wäre ihnen diese Unterscheidung klar geworden, dann wäre ihnen auch der Umfang der Unentschiedenheit von selbst klar geworden. Man könnte daher sagen, dass der Relativismus im Urteil über das Wesen und die Beschaffenheit liegt, weil beide dem Irrtum ausgesetzt sind.
In fact, the absence of differentiation between the rulings issued by mind i.e. between existence, essence and characterization, is what created confusion amongst this group of Western thinkers. The confusion was to the extent that some of them despaired of even the possibility of the existence of truth. So they resorted to the imaginary interpretations of the truth. If this differentiation became clear to them, then the scope of indecisiveness will naturally be clear to them. So it could then be said that relativism lies within the judgment upon the essence and characterization, because both are predisposed to error.
Die Anfälligkeit für Irrtum im Urteil bedeutet naturgemäß nicht, dass es wahr ist. Sie bedeutet, dass das Urteil eine Neigung zum Irrtum hat, um es von einer gewissen Gewissheit zu unterscheiden. Dementsprechend gilt das Urteil über das Wesen und die Beschaffenheit als richtige Auffassung, bis ein Fehler gefunden wird. Erst dann wird es als falsch beurteilt.
Wie wunderbar ist das islamische Denken, das vor Jahrhunderten bestimmt hat, dass es beim Gegenstand der ʿAqīda um Wahrheit und Falschheit geht, ohne Abweichung, und dass es nur ein richtiges Urteil gibt. Beim Gegenstand der Fiqh (Rechtswissenschaft), der sich auf die Rechtsbestimmungen der Scharia bezieht, gibt es dagegen das Richtige und das Falsche. Sein Grundsatz lautet:
The predisposition to error in the judgment naturally does not imply its truthfulness. It means the judgment has a predisposition to error, in order to differentiate between it and certain definitiveness. Accordingly, the judgment upon the essence and description is considered a correct thought, until a mistake is found. Only then is it judged to be wrong. How wonderful is the Islamic thinking that decreed centuries ago that in the subject of Aqeedah is the subject of truth and falsehood, with no lapse, and there is only one correct judgement. As for the subject of Fiqh (jurisprudence) related to the Shariah rulings, there is the correct and the wrong. Its principle is,
Die Aussage ist ein Textfragment, das wie ein Zitat formuliert ist, aber im vorliegenden Text kein Wort ergibt, das ich verlässlich übersetzen könnte. Das Schriftbild ("^ij JaIsj Iki diijj") wirkt wie eine Verschlüsselung oder ein Zeichensalat, nicht wie englischer Text.
Der eigentliche Satz, der darunter steht, ist dagegen klar:
„Meine Meinung ist richtig mit der Möglichkeit eines Irrtums, während deine Meinung falsch ist mit der Möglichkeit der Richtigkeit. Denn die Aqida ist im Kern das Urteil über die Existenz, und dieses ist entscheidend, während die Urteile der Scharia über das Wesen und die Beschaffenheit sind, wobei die meisten davon nicht entscheidend sind.“
^ij JaIsj Iki diijj “my opinion is correct with the possibility of error, whilst your opinion is wrong with the possibility of correctness.” This is because the Aqeedah, at its core, is the judgment upon existence, which is decisive, whilst the Shariah rulings are judgment upon the essence and characterization, with most of them being indecisive.