„Wenn ihr zu dritt auf einer Reise seid, dann bestimmt einen von euch zum Amir.“ Diese Ahadith zeigen, dass die Einsetzung eines Amirs über die Ummah durch die Ummah eine Pflicht ist. Dass die Ummah nicht ohne einen Amir sein darf, beruht darauf, dass die Sahaba (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) einen Ijma' bildeten, wonach die Ummah nicht länger als drei Tage ohne einen Amir sein darf. Als ihnen die Nachricht vom Tod des Gesandten Allahs ﷺ zuging, kamen sie im Saqifa (Versammlungshalle) der Banu Sa'ida zusammen, um die Einsetzung eines Nachfolgers des Gesandten Allahs ﷺ zu besprechen; sie blieben in der Saqifa und berieten weiter. Am nächsten Tag kamen die Menschen in der Moschee zusammen. Somit dauerte dies zwei Nächte und drei Tage. Ferner übertrug ‘Umar b. al-Khattab, als sein Tod durch den Dolchstoß gewiss schien, den Mitgliedern der Shura die Angelegenheit und setzte ihnen eine Frist von drei Tagen. Dann ordnete er an, dass derjenige, der sich nach drei Tagen einer Einigung über den Khalifen widersetze, getötet werden solle. Er bestimmte fünfzig Männer aus den Muslimen, dies auszuführen, nämlich den Widersacher zu töten, obwohl die Kandidaten selbst aus den Mitgliedern der Shura und aus den führenden Sahaba stammten. All dies geschah vor den Augen der Sahaba, und es gibt keinen Bericht, dass einer von ihnen widersprochen oder dagegen Einspruch erhoben hätte. Dies, obwohl es eine Angelegenheit ist, über die man streiten könnte, denn sie schließt die Anordnung ein, führende Sahaba zu töten, falls sie widersprechen. Somit war es ein Ijma' der Sahaba, dass es Muslimen nicht erlaubt ist, länger als zwei Nächte und drei Tage ohne Khalifen zu sein. Als ‘Umar den Mitgliedern der Shura die Angelegenheit übertrug, sagte er zu ihnen: „Beratet euch drei Tage lang, und lasst Suhaib während dieser drei Tage der Beratung das Gebet für euch leiten.“
65. Die Autorität gehört der Ummah, und jeder ihrer Söhne kann sich um diese Autorität bewerben, solange er die Bedingungen des Khilafah erfüllt. Wenn das Amt des Ameers vakant wird, sollen die Ahl ul Halli wal ‘Aqd (die einflussreichen Persönlichkeiten) Kandidaten für das Amt des Khilafah aufstellen, sofern jeder dieser Kandidaten die Bedingungen des Khilafah erfüllt. Nachdem die Kandidaten aufgestellt wurden, wählt die Ummah unter ihnen denjenigen aus, der zum Ameer geeignet ist. Die Ahl ul Halli wal ‘Aqd sollen jedoch während der Wahl des Khaleefah oder des ständigen Ameers einen übergangsweisen Ameer bestimmen. Dies gilt, falls der erste Khaleefah oder Ameer keinen Ameer nach sich eingesetzt hat, bis die Ummah ihren Khaleefah oder ihren Ameer wählt. Denn als die Ummah ‘Umar bat, jemanden zu benennen, nannte er sechs Kandidaten für das Khilafah. ‘Abd ur-Rahman b. ‘Awf begann, die Meinung der Leute darüber einzuholen, wen sie unter den sechs Kandidaten wählen würden. Er sagte: „Ich werde keinen Mann oder keine Frau übergehen, ohne sie zu befragen“, d. h. ich habe ihre Meinung eingeholt. Für die Zeit, in der einer der sechs von ihm benannten Kandidaten gewählt werden sollte, setzte ‘Umar Suhayb als Ameer über die Leute ein, bis die Wahl abgeschlossen war.
“If you were three (people) on a journey, then appoint one of you as an Ameer.” These ahaadeeth indicate that the Ummah’s appointment of an Ameer over her is an obligation. As regards the fact that the Ummah should not be without an Ameer, this is due to the Sahaabah (may Allah be pleased with them) making Ijmaa’ that the Ummah should not be without an Ameer for more than three days. They met together in the saqeefah (hall) of Bani Saa’idah to discuss the appointment of a successor to the Messenger of Allah (PBUH) the moment they got the news of his death; they remained discussing the matter in the saqeefah. Then the next day the people met in the Masjid. Thus, this took two nights and three days. Moreover, ‘Umar b. al-Khattab entrusted the people of the Shura, once his death by the stabbing appeared certain, and he fixed for them three days. He then ordered that if there was no agreement over the Khaleefah after three days that the one opposing be killed. He delegated fifty men from the Muslims to execute that, i.e. to kill the opponent, though (the candidates) were from the people of Shura and from the senior Sahaabah. All of this took place in front of the Sahaabah, and there was no report from any of them that anybody disagreed with it or contested it. This is despite it being a matter that can be contested, for it includes an order to kill senior Sahaabah if they disagreed. Thus, it was an Ijmaa’ of the Sahaabah that it is not allowed for Muslims to be without a Khaleefah for more than two nights and three days. When ‘Umar entrusted the people of the Shura, he said to them: “make consultation for three days, and let Suhaib lead you in the prayer during these three days of consultation.” 65. Authority belongs to the Ummah and anyone of it sons can put himself forward to take that authority, as long as he fulfills the conditions of the Khilafah. If the post of Ameer becomes vacant, then the Ahl ul Halli wal ‘Aqd (the influential people) should list the candidates for the post of Khilafah, as long as each one of these candidates fulfills the conditions of the Khilafah. After the candidates are listed, the Ummah will choose from them the one who is qualified to be Ameer. However, the Ahl ul Halli wal ‘Aqd should select an interim Ameer while the Khaleefah or permanent Ameer is being elected. This is the case if the first Khaleefah or Ameer did not appoint an Ameer after him, until the Ummah chooses her khaleefah or her ameer. This is because when the Ummah requested ‘Umar to nominate some one, he nominated six candidates for the Khilafah. ‘Abd ur-Rahman b. ‘Awf began to take the opinion of the people regarding whom they would choose from the six candidates. He said: “I will not leave a man or a woman without consulting him or her,” i.e. I took his/her opinion. For the period in which one of the six candidates he nominated was to be selected, Umar appointed Suhayb to be Ameer over the people, until the election was concluded.